Das Bild zeigt den Bischof am rechten Rand in einem schwarzen Priester-Gewand. links neben ihm sitzen zwei weitere Personen. Am rechten Rand ist der Hinterkopf von Dr. Markus Ingenlath zu sehen, der dem Bischof zuhört.
Bischof Kryvytskyi berichtet von der weiterhin angespannten Humanitären Lage in Kyjiw.
Quelle: Nicolas Riedmiller / Renovabis
10.03.2026 – Bischof Vitalii Kryvytskyi zu Besuch in Freising

Bischof von Kyjiw: „Humanitäre Hilfe bleibt dringend notwendig“

Der Bischof von Kyjiw‑Schytomyr berichtet bei seinem Besuch bei Renovabis von der aktuellen Lage in der Ukraine und den Nothilfe-Projekten seiner Diözese.

FREISING. Das Osteuropa‑Hilfswerk Renovabis hat an diesem Montag Bischof Vitalii Kryvytskyi in Freising empfangen. Im Gespräch mit Geschäftsführer Dr. Markus Ingenlath berichtete der katholische Bischof von Kyjiw‑Schytomyr vom Ende des Winters und den dringenden Aufgaben der kommenden Monate.

Trotz des nahenden Frühlings bleibe die Lage für viele Menschen weiterhin dramatisch, betonte Kryvytskyi. „Auch wenn der Winter zu Ende geht, haben sehr viele Menschen keine elementaren Dinge wie Strom oder Wärme.“ Neue Angriffe auf die zivile Infrastruktur verschärften die Situation zusätzlich, weshalb humanitäre Hilfe weiterhin dringend notwendig sei.

Zugleich habe der vergangene Winter vielen Menschen gezeigt, wie widerstandsfähig sie seien. „Einige hätten nie gedacht, dass sie einen so schweren Winter überstehen könnten. Aber dank der Kraft, die Gott schenkt, und dank der Menschen, die uns helfen, haben wir diesen Winter tatsächlich überstanden“, sagte der Bischof.

Renovabis unterstützt die Diözese Kyjiw‑Schytomyr seit Jahren mit einer Vielzahl von Projekten zur Bewältigung der Kriegsfolgen. Dazu zählen unter anderem Winterhilfeprogramme, Sozialküchen und Essensausgaben sowie mobile medizinische und psychosoziale Hilfsangebote. Im Gespräch berichtete Bischof Kryvytskyi zudem von einem Programm für Kinder und Jugendliche, das seine Diözese für den Sommer plane. Dort sollen sie Erholung finden und die Chance erhalten, die alltäglichen Belastungen und seelischen Wunden des Krieges besser zu verarbeiten.

Renovabis‑Geschäftsführer Dr. Markus Ingenlath würdigte den Besuch als wichtiges Zeichen der Verbundenheit. Der persönliche Austausch ermögliche es, die Situation vor Ort aus erster Hand wahrzunehmen und die gemeinsamen Projekte weiterhin an den realen Bedürfnissen der Menschen in der Ukraine auszurichten.

Zum Abschluss des Gesprächs dankte Bischof Kryvytskyi für die verlässliche Unterstützung und erklärte: „In manchen Momenten müssen wir feststellen, dass sowohl die Ukraine als auch die Welt von diesem grausamen Krieg müde geworden sind. Aber ich bin Gott sehr dankbar für jene Menschen, die trotz aller Müdigkeit weiterhin an unserer Seite stehen. Dank ihnen können wir weiter auf einen gerechten Frieden zugehen.“

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Inhalt erstellt: 10.03.2026, zuletzt geändert: 10.03.2026

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