17.02.2017 · OST-WEST. Europäische Perspektiven

Der Mythos der Berge

Das aktuelle OWEP-Heft widmet sich dem Mythos der Berge und Gipfel im Osten Europas. Mit dabei u.a. der Pik Lenin in Zentralasien und der Ararat.

Schon immer haben Berge auf den Menschen eine besondere Faszination ausgeübt: Sie gelten häufig als symbolische Orte, sei es als Wegmarke, als Grenzpunkt oder Erinnerungsstätte für bedeutende Ereignisse. Die aktuelle Ausgabe der Osteuropazeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) widmet sich dem Mythos der ganz besonderen Berge und Gipfel im Osten Europa. Neun Berge und Gebirgszüge werden unter dem Titel „Berge in Mittel- und Osteuropa“ vorgestellt, darunter gewaltige Gipfel in den Gebirgsmassiven des Pamir, des Ural und der Alpen. Im Fokus stehen aber auch vergleichsweise kleine Erhebungen wie etwa der „Berg der Kreuze“ in Litauen oder der „Helle Berg“ im polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau, deren eigentliche Bedeutung aus religiösen Wurzeln herrührt.

Weitere Infos dazu in unserer Pressemitteilung oder unter www.owep.de

07.02.2017 · Rumänien

Keine Gnade für korrupte Politiker

Die größten Proteste seit der Wende in Rumänien reißen nicht ab. Das Schicksal des Kabinetts steht auf der Kippe.

Bukarest / Berlin (n-ost) – „In den Knast, nicht an die Macht!“, tönten am Sonntagabend die Sprechchöre über Piata Victoriei, den Bukarester Siegesplatz. Allein vor der Regierungszentrale in Rumäniens Hauptstadt versammelten sich fast 300.000 Menschen, um gegen eine Verordnung zu protestierten, die den Kampf gegen Korruption einschränken sollte. Mit Erfolg: Ministerpräsident Sorin Grindeanu gab bekannt, er wolle „Rumänien nicht spalten“, und zog das umstrittene Dekret zurück. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Silviu Mihai, Berlin; Mitarbeit: George Popescu, Bukarest.

03.02.2017 · Ukraine

„Die Lage ist sehr kritisch“

Ein Interview zur Situation in der von der Ukraine kontrollierten Stadt Awdijiwka.

In der Ostukraine sind die schwersten Kämpfe seit Monaten ausgebrochen. Die OSZE wirft beiden Konfliktparteien vor, die Lage zu eskalieren. Über die von der Ukraine kontrollierte Stadt Awdijiwka wurde am Montag der Ausnahmezustand verhängt. Präsident Petro Poroschenko hat sogar vor einer „humanitären Katastrophe“ gesprochen. Der Pastor Petr Dudnik half in Awdijiwka bei der Evakuierung der Bewohner.
Ein Interview der n-ost-Korrespondentin Simone Brunner, Hamburg.

n-ost: Herr Pastor, Sie sind gestern Nacht in Awdijiwka angekommen. Wie ist die Lage? Petr Dudnik: Die Lage hat sich seit dem Wochenende dramatisch zugespitzt. Die Stadt steht unter schwerem Beschuss. Letzte Nacht sind wir um zwei Uhr in Awdijiwka angekommen. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits der Stab des ukrainischen Katastrophenministeriums mit dem Leiter der Gebietsverwaltung zusammengekommen, um darüber zu beraten, wie man die Bewohner evakuieren kann.

31.01.2017 · Veranstaltung

Warum helfen wir?

Gibt es »gute« Hilfe? Wie sieht die Zukunft des Helfens aus? Diesen Fragen geht die Veranstaltung 'Horizonte 2050' in Nürnberg nach.

Eine Veranstaltung der Hilfswerke der katholischen Kirche und der Kreativplattform Zentrifuge. Mit dabei:

  • Karlheinz Busch, Gründer und Manager des Bamberger Streichquartetts, sammelt Spenden für gemeinnützige Projekte.
  • Andrij Waskowycz, Präsident der Caritas Ukraine. Die Ukraine erlebt durch den Krieg im Osten des Landes eine große humanitäre Katastrophe; die Caritas Ukraine steht vor der enormen Herausforderung Tausende notleidende Opfern des Krieges zu betreuen und sie auf dem Weg in ein eigenständiges Leben zu unterstützen.
  • Ise Jelden-Hägel, Initiatorin und Koordinatorin des Helferkreises der Gemeinschaftsunterkunft Solgerstrasse.

Wann und wo: 15. Februar 2017 um 18.30 Uhr,
Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg
U-Bahn-Station Rothenburger Straße Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter horizonte2050.weebly.com

Plakat zur Veranstaltung Horizonte (1,58 MB) Flyer zur Veranstaltung (1,58 MB)

27.01.2017 · Renovabis im Domradio

Ein schwieriges Erbe – 100 Jahre russische Revolutionen

In diesem Jahr gedenken nicht nur die Russen des Revolutionsjahres 1917, sondern die ganze Welt. Experten blicken mit gemischten Gefühlen zurück.

Während des Ersten Weltkriegs, erschütterten der Zarensturz im Februar 1917, die anschließende Doppelherrschaft und der Umsturz der Bolschewiki mitsamt den Geschehnissen im Oktober rund um Revolutionsführer Lenin den Osten – mit Auswirkungen bis heute. In der Domradio-Sendung „weltweit“ beleuchtet Renovabis nicht nur die Kirchensicht auf die damaligen Ereignisse, sondern auch das, was nachwirkt. Dazu zählen beispielsweise wirtschaftliche Folgen, der Wiederaufbau der Kirchen im ehemaligen Ostblock, die andauernden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die Schwierigkeiten, mit dem leninistischen „Erbe“ von einst angemessen umzugehen.

Sendung anhören

Domradio: 100 Jahre russische Revolutionen (100,78 MB)

Die einzelnen Beiträge und Interviews der Sendung finden Sie auch in unserem Podcast.

27.01.2017 · Estland

Die Liga der Partisanen

Die hybride Kriegsführung Russlands in der Ukraine hat im Baltikum Ängste wiedererweckt. Immer mehr Esten lassen sich darum zu wehrhaften Bürgern ausbilden.

Narwa (n-ost) – Die ganze Nacht ist Taavi Tuisk durchmarschiert. Im Morgengrauen hat er Sprengfallen entschärft und sich vor feindlichen Truppen versteckt. Jetzt ist er über eine Landkarte des Gegners gebeugt. Keine leichte Aufgabe, wenn man seit gestern Abend 35 Kilometer in den Beinen hat und gerade mal 20 Minuten Schlaf. Und dann ist die Karte auch noch auf Kyrillisch. Ein Feature von n-ost-Korrespondentin Simone Brunner, Narwa.

24.01.2017 · Serbien

Im größten informellen Flüchtlingslager Europas

In heruntergekommenen Lagerhallen hinter dem Belgrader Busbahnhof leben 1.500 Flüchtlinge in der Kälte. Darunter sind auch 200 unbegleitete Minderjährige.

Belgrad (n-ost) – In alten Lagerhallen hinter dem Belgrader Busbahnhof hat sich das größte informelle Flüchtlingslager Europas gebildet. Nachts sinken die Temperaturen auf bis zu minus 16 Grad. In den heruntergekommenen Ruinen steigt beißender Rauch auf, weil mit Holz aus alten Balken der Schienenanlagen und Plastik geheizt wird. Richtig warm wird es trotzdem nicht. Rund 1.500 Menschen leben in den Ruinen, die meisten kommen aus Afghanistan. Eine reine Männerwelt hat sich hier gebildet. Die Frauen und Mädchen leben in den serbischen Asyl- und Aufnahmezentren, doch die Männer in den Ruinen wollen dort nicht hin oder haben keinen Platz mehr bekommen. Ein Feature von n-ost-Korrespondent Krsto Lazarević, Belgrad