Hefte der Zeitschrift "OST-WEST. Europäische Perspektiven".
Hefte der Zeitschrift "OST-WEST. Europäische Perspektiven".
Quelle: Daniela Schulz, Renovabis
Zeitschrift

OST-WEST. Europäische Perspektiven

Die Zeitschrift OST-WEST berichtet vierteljährlich über gesellschaftliche Entwicklungen, politische Trends, kirchliches Leben und soziale Fragen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Was ist OWEP?

Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird gemeinsam von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben und erscheint vierteljährlich mit einem neuen Themenschwerpunkt. Alle Beiträge in „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ stammen von renommierten Autorinnen und Autoren, die für einen hohen Informationsgehalt und eine anspruchsvolle Darstellung bürgen. Neben westlichen Autoren kommen zunehmend auch Schriftsteller, Kirchenvertreter und Wissenschaftler aus den östlichen Nachbarländern zu Wort. Sie vermitteln Vorgänge und Probleme aus „Insider-Sicht“ und ermöglichen dem Leser neue Einblicke; so bildet jedes Heft eine solide und vielseitige Informationsbasis für alle, die aktuelle Entwicklungen besser verstehen und als Christen das neue Europa mitgestalten wollen.
OWEP berichtet über Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, bietet fundierte und kompetente Informationen jenseits der Schlagzeilen und erscheint 4 mal jährlich.

OWEP im Internet

Auf der Internetseite www.owep.de haben Sie die Möglichkeit, gezielt einzelne Hefte zu bestellen oder ein Abo einzurichten. Außerdem gibt es viele Artikel im Volltext zu lesen.

Aktuelles Heft

Ausgabe Nr. 2/2022: Sinnsuche im 21. Jahrhundert: Glaube und Zweifel

  • Überblick über das Heft
    Was gibt dem Leben von Menschen Sinn? Diese Frage steht im Mittelpunkt des aktuellen Heftes der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven – eine Frage, auf die es viele Antworten gibt, nicht nur religiöse. Die Planungen zu diesem Heft wurden wie vieles andere in den letzten Monaten von den aktuellen Ereignissen in der Ukraine überholt. Glaube und sein Pendant Zweifel, Sinn und Sinnlosigkeit treffen Menschen in der Situation des Krieges noch viel stärker als in scheinbar „normalen“ Zeiten, was in den Texten mehr oder weniger deutlich wird. Endgültige Antworten will und kann das Heft nicht bieten, vielleicht aber doch Gedankenanstöße.

Zwei grundlegende Beiträge eröffnen das Heft. Prof. Dr. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer des Osteuropahilfswerks Renovabis, bietet eine religionsphilosophische Einführung in die Frage nach dem Sinn des Lebens. Der christliche Glaube kann eine Antwort auf die Sinnfrage geben, freilich muss man sich darauf einlassen. Prof. Dr. Heinz-Günther Stobbe, einer der bedeutendsten deutschen Friedensforscher, befasst sich konkret mit der Frage von Sinn und Glaube angesichts des Ukraine-Krieges, besonders mit dem uralten Theodizee-Dilemma: Wie lässt sich die Vorstellung von Gott als Schöpfer der Welt („und er sah, dass alles gut war“) mit dem Leid von Kriegsopfern, etwa Frauen und Kindern, vereinbaren? Eine Antwort vermag nur der Blick auf den gekreuzigten Jesus vermitteln, der selbst Leid und Tod erfahren hat – möglicherweise für viele ein schwacher Trost, aber doch auch so etwas wie „Hoffnung wider alle Hoffnung“.

In den beiden nächsten Texten des Heftes richtet sich der Blick direkt auf die Vorgeschichte des Krieges und die aktuelle Situation. Der in Berlin und Tbilissi lehrende Literaturwissenschaftler Dr. Zaal Andronikashvili zeichnet Leben und Werk seines georgischen Landsmanns, des Philosophen Merab Mamardaschwili nach, der in der Sowjetunion seit den 1960er Jahren die gesellschaftlichen Zustände kritisch analysierte und in der Gorbatschow-Ära frühzeitig darauf hinwies, dass ein rein politisch-wirtschaftlicher Umbruch der Gesellschaft ohne tiefgreifende geistige Veränderungen zu einer Wiederkehr der alten autoritären Strukturen führen werde. Die Entwicklung in einigen Staaten des ehemaligen Ostblocks, besonders aber in Russland, hat ihm leider Recht gegeben.

Eine große Rolle bei der Bewertung der Kriegsgeschehnisse kommt den Medien zu. Entscheidend ist die Anwesenheit von Journalisten vor Ort, um soweit wie möglich Manipulationen und Fake News zu verhindern, wie OWEP-Chefredakteurin Gemma Pörzgen in ihrem Beitrag darlegt.

Es gibt viele Ansätze, ein Leben sinnvoll oder Sinn-erfüllt zu gestalten. Der Aspekt „Glück“ spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle, allerdings gilt auch die Aussage „Glück allein macht nicht glücklich“. Gemma Pörzgen hat dazu den Glücksforscher Dr. Nico Rose interviewt. Im Gespräch geht es um Glückshormone, „Helferglück“ und vieles mehr.

Die zweite Hälfte des Heftes besteht aus Beiträgen, in denen acht Personen ihren individuellen Zugang zu den Grundfragen oder auch Grunderfahrungen „Sinn“, „Glaube“, „Zweifel“ und „Glück“ beschreiben. Es handelt sich um ganz unterschiedliche Schicksale, die nicht den Anspruch des Repräsentativen erfüllen, wohl aber zum Nachdenken anregen. Manche Leserin und mancher Leser wird Parallelen zum eigenen Leben erkennen. Autoren der Beiträge sind die Kulturwissenschaftlerin Lidija Losowa (Ukraine), die z. Zt. im Exil in Deutschland lebt, die ebenfalls in Deutschland lebende Schriftstellerin Volha Hapeyeva aus Belarus, dann – ihr Bericht aus Odessa ist ein dramatisches Zeitdokument – die Lehrerin Karina Beigelzimer (Ukraine), die Fotografin und Therapeutin Beata Frysztacka (Polen), die Germanistin Violeta Kyoseva (Bulgarien), der Historiker Dr. Matěj Spurný (Tschechien), der Priester und Theologiedozent Prof. Dr. Anton Tamarut (Kroatien) und die Dozentin für Rechtswissenschaften Prof. Dr. Andrea Zakar (Ungarn/Rumänien).

Abgeschlossen wird das Heft mit Hinweisen zu weiterführender Lektüre.

Ein Ausblick auf Heft 3/2022, das im August erscheinen wird: Unter dem Titel „Zeitenwende in Europa: Das Ende der Nachkriegsordnung“ wird es sich mit den politischen und gesellschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges befassen.

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Inhalt erstellt: 31.01.2017, zuletzt geändert: 17.05.2022

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