Hefte der Zeitschrift "OST-WEST. Europäische Perspektiven".
Hefte der Zeitschrift "OST-WEST. Europäische Perspektiven".
Foto: Daniela Schulz, Renovabis
Zeitschrift

OST-WEST. Europäische Perspektiven

Die Zeitschrift OST-WEST berichtet vierteljährlich über gesellschaftliche Entwicklungen, politische Trends, kirchliches Leben und soziale Fragen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Was ist OWEP?

Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird gemeinsam von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben und erscheint vierteljährlich mit einem neuen Themenschwerpunkt. Alle Beiträge in „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ stammen von renommierten Autorinnen und Autoren, die für einen hohen Informationsgehalt und eine anspruchsvolle Darstellung bürgen. Neben westlichen Autoren kommen zunehmend auch Schriftsteller, Kirchenvertreter und Wissenschaftler aus den östlichen Nachbarländern zu Wort. Sie vermitteln Vorgänge und Probleme aus „Insider-Sicht“ und ermöglichen dem Leser neue Einblicke; so bildet jedes Heft eine solide und vielseitige Informationsbasis für alle, die aktuelle Entwicklungen besser verstehen und als Christen das neue Europa mitgestalten wollen.
OWEP berichtet über Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, bietet fundierte und kompetente Informationen jenseits der Schlagzeilen und erscheint 4 mal jährlich.

OWEP im Internet

Auf der Internetseite www.owep.de haben Sie die Möglichkeit, gezielt einzelne Hefte zu bestellen oder ein Abo einzurichten. Außerdem gibt es viele Artikel im Volltext zu lesen.

Aktuelles Heft

Ausgabe Nr. 1/2019: Meere im Osten und Südosten Europas

„Das Meer“ – oder die Meere sind uns selbstverständlich geworden. Sie gehören einfach dazu. – Zu was? – Zu unserer Erde. Zu unseren Urbildern, die wir in uns tragen. Es gibt ja auch das „Meer in uns“.

Es ist aber gar nicht selbstverständlich, dass es „das Meer“ gibt. Wir wissen – trotz jahrhundertelanger naturwissenschaftlicher Forschungen – nicht wirklich, was das Meer „ist“, wie die Meere entstanden sind, wie ihre Zukunft sein wird. Das Meer ist kein Rätsel. Es ist und bleibt ein Geheimnis. Rätsel können wir – fast immer – lösen. Ein Geheimnis ist nicht lösbar.

Die Mythen der Menschheit konnten folglich auf das Meer nicht verzichten. Seit Menschengedenken, seit Urzeiten handeln sie davon. Dort ist das Meer vielfach besetzt: positiv wie negativ und dazwischen. Mal ist es dort das Bild für Sehnsucht „nach me(e)hr“, Für Weite und Ferne. Mal ist es die Verkörperung, die Verstofflichung der alles verschlingenden Abgründe in uns und des unberechenbaren Bösen, das plötzlich aus dem Herzen des Menschen aufsteigt. Alle heiligen Schriften aller Religionen berichten davon und beziehen sich auf das Meer.

Das Meer ist ein Symbol für Licht und Dunkel, für Leben und Tod, für Werden und Vergehen, Stille und Sturm, für Zeit und Ewigkeit. Das wird es auch bleiben. Weil es letztlich unfassbar ist.

Natürlich versucht sich der Mensch auch der unlösbaren Geheimnisse zu bemächtigen, sie in den Griff zu bekommen, sie sich, wörtlich verstanden, untertan zu machen. So wurde und wird das Meer zum Handelsplatz, zum Marktplatz, zum Kampfplatz, zum Kriegsschauplatz. Aber auch zum Ort menschlicher Träume und Alpträume. Kaum ein Roman in der Literaturgeschichte kommt ohne „des Meeres und der Liebe Wellen“ (Grillparzer) aus.

Der endliche Mensch steht fasziniert und erschrocken vor „dem Meer“. Faszination und Erschrecken sind die beiden Urkonstituanten der Religion. Ist es dann ein Wunder, dass das Meer zu den Urbildern unserer Existenz gehört? Es ist kein Wunder! Und doch ein Wunder!

Wenn man in die grundlegenden Texte aller Religionen einsteigt, eintaucht, aus ihnen wieder aufsteigt und auftaucht, wird einem klar, dass das Meer etwas „ohne Anfang und Ende“ ist.

In dieser Ausgabe von OST-WEST. Europäische Perspektiven nehmen wir europäische Meere in den Blick. Das ist schon Stoff genug. Würden wir weiter schauen, wir verlören uns in der Unendlichkeit der Weltmeere. Konkret heißt das: Nach einem einführenden Überblick geht es unter verschiedenen Hinsichten um einzelne Meere in der Perspektive auf ihre Geschichte und ihre Geschichten, auf die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen Auseinandersetzungen, in denen sie eine wichtige, manchmal auch eine entscheidende Rolle spielten.

Vorgestellt werden – in alphabetischer Reihenfolge – die Adria, das Asowsche Meer, das jüngst wieder zum Brennpunkt einer Auseinandersetzung geworden ist, das Kaspische Meer, bedroht von den Folgen einer raubbaumäßigen Umweltpolitik, das Marmarameer, die Ostsee – Platz vieler Kriege –, das Schwarze Meer und das Weiße Meer.

Wie gesagt: Wir haben eine Auswahl getroffen. Das mussten wir. Sonst wären wir in der Fülle der Meere und ihrer Fakten untergegangen. Aber Appetit machen wollten wir unseren Leserinnen und Lesern schon, sich mit dem Thema selbst und intensiver zu beschäftigen, einzutauchen in ein endlich-unendliches Thema, das, bei Licht und bei Dunkelheit betrachtet, über alle politischen, kulturellen oder sonstigen Gesichtspunkte hinaus, uns vor grundlegende Fragen unseres Lebens, ja unserer menschlichen Existenz führen und uns Hunger nach Me(e)hr machen kann.

Oder, um es mit einem nüchternen Satz aus dem einführenden Artikel dieser Ausgabe zu sagen: „Aber die Rolle der Meere geht weit über die eines Transportmediums hinaus.“

Meere bleiben Fakten und Geheimnisse zugleich.

Lesen Sie auch

Zeitschrift

OST-WEST. Europäische Perspektiven

Die Zeitschrift OST-WEST berichtet vierteljährlich über gesellschaftliche Entwicklungen, politische Trends, kirchliches Leben und soziale Fragen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.
Rundbrief

Renovabis-Info

Renovabis-Info ist der Rundbrief von Renovabis und erscheint 2-3 mal im Jahr.
Inhalt erstellt: 31.01.2017, zuletzt geändert: 11.03.2019