


FREISING. Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt. Unter dem Leitwort „Voll der Würde. Menschen stärken im Osten Europas“ stand die Arbeit von Renovabis im vergangenen Jahr im Zeichen der Menschenwürde – angesichts von Krieg, Flucht und sozialer Ausbeutung in vielen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
Der Jahresbericht gibt Einblick in die Projektarbeit von Renovabis, informiert über inhaltliche Schwerpunkte und macht die Verwendung der anvertrauten Mittel transparent. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 506 Projekte in 29 Ländern gefördert werden. Hierfür stellte Renovabis 23,3 Millionen Euro bereit.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar – gerade dort, wo sie durch Krieg, Armut, Diskriminierung oder Ausbeutung konkret verletzt wird, muss sie mit Nachdruck verteidigt werden“, betont Renovabis Hauptgeschäftsführer Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz. „Unsere Partnerinnen und Partner vor Ort setzen genau hier an: Sie begleiten traumatisierte Menschen in der Ukraine, unterstützen Pflegebedürftige in großer Armut oder fördern Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung, denen gesellschaftliche Teilhabe sonst verwehrt bleibt.“
Neben der Projektarbeit bleibt der Dialog zwischen Ost und West ein zentrales Anliegen von Renovabis. Internationale Begegnungen, Bildungsarbeit und kirchliche Netzwerke stärkten gegenseitiges Verständnis und Solidarität – etwa im Rahmen des Internationalen Kongresses Renovabis, der sich 2025 in Berlin mit der Frage der Menschenwürde in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche beschäftigte.
Die Pfingstaktion 2025, eröffnet im Erzbistum Berlin, griff das Jahresthema auf und machte öffentlich sichtbar, wo Menschenwürde bedroht ist: durch Krieg in der Ukraine, durch Diskriminierung ethnischer Minderheiten wie der Roma oder durch Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die bundesweite Pfingstkollekte trug wesentlich zur Finanzierung der Projektarbeit bei.
Der Jahresbericht zeigt zugleich: Die Arbeit von Renovabis wäre ohne das Vertrauen der Spenderinnen und Spender sowie ohne die institutionelle Unterstützung der deutschen (Erz-)Diözesen nicht möglich. So konnte Renovabis seine Arbeit trotz rückläufiger öffentlicher Mittel auch 2025 verlässlich fortsetzen.
Der Jahresbericht 2025 ist online abrufbar unter www.renovabis.de/jahresbericht



