Ausschnitt aus dem Cover des neues OWEP-Heftes: Das Bild zeigt die Statue eines Hafenarbeiters an der Frankfurter Friedensbrücke, gekleidet in den Farben der ukrainischen Flagge.
Ausschnitt aus dem Cover des neues OWEP-Heftes: Das Bild zeigt die Statue eines Hafenarbeiters an der Frankfurter Friedensbrücke, gekleidet in den Farben der ukrainischen Flagge.
Quelle: picture alliance /Daniel Kubirski. Gesamtgestaltung des Umschlags: Martin Veicht
09.02.2024 – Neues OWEP-Heft

„Kämpfen für den Frieden“

Überall auf der Welt wünschen sich die Menschen Frieden. Doch wie können Kriege enden? Welche Wege können und müssen Konfliktparteien beschreiten, damit der Wunsch nach Frieden Wirklichkeit wird? Das neue OWEP-Heft geht dem diskursiven Ringen um Frieden nach.

FREISING. Endlich wieder Frieden auf der Welt – ein Wunsch vieler Menschen in diesen Zeiten voller Krisen und Kriege weltweit. Doch wenn es konkret wird? Welche Wege können und müssen Konfliktparteien beschreiten, damit der Wunsch Wirklichkeit wird – und welche sind vielleicht schon gescheitert? Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ geht dem diskursiven Ringen um Frieden nach, insbesondere in der Ukraine, in Zentralasien, auf dem Balkan und in Bergkarabach.

Die Theologieprofessorin Regina Elsner ist neues Redaktionsmitglied der Zeitschrift OWEP und analysiert in ihrem Eröffnungsbeitrag detailliert und kritisch die Frage, warum die vatikanische Diplomatie trotz großer Erwartungen bisher keinen Beitrag für eine Friedenslösung oder wenigstens eine Verbesserung der Situation im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine leisten konnte. Ein Grund, so Regina Elsner, „ist der gescheiterte Versuch, Religion und Politik auf der internationalen kirchlichen Ebene voneinander zu trennen.“

Im Interview mit OWEP-Chefredakteurin Gemma Pörzgen berichtet der kolumbianische Friedensvermittler Sergio Jaramillo Caro von seinen Erfahrungen in Vermittlungsprozessen und seiner Skepsis, ob mit Russland ein Verhandlungsfrieden überhaupt möglich ist. Dem stimmt auch der Bonner Politologe Andreas Heinemann-Grüder zu. Er gibt im Heft einen Überblick über mögliche Szenarien, wie Russlands Krieg gegen die Ukraine enden könnte und erläutert die Voraussetzungen für Friedensabkommen, die nicht auf einem militärischen Sieg basieren. Der ukrainische Publizist Juri Durkot setzt sich kritisch mit dem deutschen Pazifismus auseinander und konfrontiert ihn mit der alltäglichen Erfahrung des Krieges.

„Stell dir vor, es ist Krieg und du willst nicht hin,“ so hat die Journalistin Tamina Kutscher ihren Beitrag überschrieben: „Wer im Ukraine-Krieg den Dienst mit der Waffe verweigert, hat es auf beiden Seiten schwer. In Russland existiert das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nur auf dem Papier. In der Ukraine ist es nach dem 24. Februar 2022 ausgesetzt worden.“ Genaue Zahlen gebe es nicht, schreibt die Autorin, Schätzungen gingen davon aus, dass mehr als 250.000 Männer im wehrdienstfähigen Alter Russland verlassen hätten – und dass mehr als 175.000 ukrainische Männer im wehrdienstpflichtigen Alter in die EU gekommen seien. Wie viele davon illegal eingereist seien, sei unklar.

Weitere Beiträge im Heft: Die Journalistin Silvia Stöber widmet sich dem Konflikt um Bergkarabach zwischen Armenien und Aserbaidschan, der Politikwissenschafter Vedran Džihić untersucht die Lage auf dem Balkan, die Publizistin Alexandra Sitenko analysiert die Bedeutung Zentralasiens in der globalen Sicherheitsarchitektur und OWEP-Redakteur Matthias Kneip war auf Reisen im Suwałki-Korridor: Im Grenzgebiet zwischen Belarus, Polen, dem Baltikum und der russischen Exklave Kaliningrad beschreibt er die durchaus erstaunlichen Gründe für Stacheldraht-Absperrungen in der Region rund um den 65 Kilometer schmalen Landstreifen.

Den Artikel des ukrainischen Autors Juri Durkot mit dem Titel „Die Antiwelt - Nachdenken über Pazifismus" können Sie im Volltext lesen. Weitere Informationen zur aktuellen Ausgabe des OWEP-Heftes

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Inhalt erstellt: 01.02.2024, zuletzt geändert: 28.02.2024

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