Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, spricht an einem Rednerpult auf einer Bühne. Er trägt die für Kardinäle typische schwarze und rote Amtskleidung mit Brustkreuz und gestikuliert während seines Vortrags. Im Hintergrund ist ein Banner des Freisinger Dialogpreises zu sehen, im Vordergrund unscharf das Publikum.
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, spricht beim Freisinger Dialogpreis.
Quelle: Renovabis
17.09.2026 – Dialogpreis

Kardinal Marx: „Schaut auf diese Stiftung“

Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung erhielt am 16. September den ersten Freisinger Dialogpreis. Renovabis, das Erzbistum München und Freising und die Stadt Freising ehren ihre Arbeit für demokratische Bildung und Versöhnung von Ost und West.

FREISING. Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung hat am 16. September in einem feierlichen Festakt in Freising den erstmals vergebenen Freisinger Dialogpreis erhalten. Mit der Auszeichnung würdigen das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis, das Erzbistum München und Freising und die Stadt Freising das herausragende Engagement der Stiftung für demokratische Bildung und Verständigung sowie für die Versöhnung zwischen Ost- und Westeuropa.

Für die Preisträger war es ein besonderer Abend im Asamsaal: Jedes Zeichen der Anerkennung sei wertvoll, „das beflügelt uns“, sagte Dr. Robert Żurek von der Stiftung Kreisau. Er berichtete über die Arbeit der Stiftung in den vergangenen Jahrzehnten – und auch über das historische Erbe des Kreisauer Kreises um Freya und Helmuth James von Moltke. In seiner Laudatio machte Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, deutlich, dass Initiativen wie die Stiftung Kreisau für die Zukunft Europas stehen: „Schaut auf diese Stiftung. Lasst uns uns durch solche Beispiele mobilisieren für unseren Beitrag für ein gutes Europa und eine wirklich verantwortliche gute Demokratie, wo die Kirche ihre Stimme erhebt und wo sie weiß, sie ist allen Menschen verbunden.“

Auch Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind würdigte die Arbeit der Stiftung. Der Preis zeichne Menschen und Initiativen aus, die nicht fragten: „Was trennt uns?“, sondern: „Was verbindet uns?“ Genau dafür stehe die Stiftung Kreisau. Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz appellierte: „Kommen Sie in Dialog miteinander. Besonders dort, wo es unbequem wird. Das ist die einzige Arbeit an Europa, mit der jede und jeder von uns morgen früh beginnen kann und soll.“

Die 1990 gegründete Stiftung Kreisau gehört zu den wichtigen europäischen Zentren der Begegnung und des Austauschs. Dabei kommt eine besondere Bedeutung dem Engagement der Stiftung für die deutsch-polnische Verständigung und die europäische Versöhnungsarbeit zu. Mit internationalen Jugendbegegnungen (allein im Jahr 2025 waren es 93 mit rund 16 000 Teilnehmenden), Bildungsangeboten und Dialogformaten bringt sie Menschen aus unterschiedlichen Ländern und gesellschaftlichen Gruppen zusammen. So verband das Projekt „Music for Future“ junge Menschen aus Polen, Deutschland, der Ukraine und aus Griechenland, die gemeinsam probten und zwei Konzerte auf die Beine stellten.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhielt die Stiftung ein eigens geschaffenes Kunstwerk des georgischen Künstlers Nika Bakhia – eine Skulptur zeigt zwei einander zugewandte Elemente, die gemeinsam einen offenen Bogen bilden – ein Sinnbild für Dialog, Begegnung und die Bereitschaft, einander zuzuhören. Die Verleihung fand am Vorabend des 30. Internationalen Kongresses Renovabis statt. Unter dem Titel „Jenseits der Polarisierung. Perspektiven für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Ost und West" diskutieren in Freising am 17. und 18. September mehr als 200 Teilnehmende aus 26 Nationen über Wege zu mehr Verständigung.

Mehrere Personen stehen auf einer Bühne und präsentieren gemeinsam eine Urkunde sowie eine Skulptur
Bildunterschrift (v. l. n. r.): Kardinal Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising; Dr. Anna Poznańska, Leiterin Kommunikation und strategische Zusammenarbeit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung; Pfr. Prof. Dr. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer von Renovabis; Dr. habil. Robert Żurek, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung; Aleksandra Królak-Wąsowicz, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung; Monika Schwind, Oberbürgermeisterin der Stadt Freising; Markus Ingenlath, Vorsitzender des Kuratoriums des Freisinger Dialogpreises.
Quelle: Renovabis
Originalbild herunterladen
Aleksandra Królak-Wąsowicz steht an einem Rednerpult auf einer Bühne und spricht in ein Handmikrofon. Neben ihr ist ein Banner des Freisinger Dialogpreises zu sehen. Während ihres Vortrags gestikuliert sie mit einer Hand und stellt die Arbeit der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung vor.
Aleksandra Królak-Wąsowicz, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, präsentiert die Arbeit der Stiftung.
Quelle: Renovabis
Originalbild herunterladen

Bildmaterial

Weitere Bilder von der Veranstaltung finden Sie unter dem folgenden Link (Urheber: Renovabis):
drive.google.com

Kontakt zur Pressestelle

Dr. Markus Ingenlath

Matthias Dörr

Leiter der Abteilung Kommunikation und Kooperation
Tel: 08161 5309-17
Portrait Pfarrer Dr. Christian Hartl

Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz

Hauptgeschäftsführer
Tel: 08161 5309-12
Thomas Schumann

Thomas Schumann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen
Tel: 08161 5309-35

Nicolas Riedmiller

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medien
Tel: 08161 5309-14
Inhalt erstellt: 17.09.2026, zuletzt geändert: 17.09.2026

Unsere Newsletter

Die Speicherung und Nutzung Ihrer Daten erfolgt ausschließlich für die Zusendung des Newsletters. Sie können sich jederzeit durch einen Link direkt im Newsletter abmelden und damit Ihre Zustimmung widerrufen. Nach dem Klick auf „Abonnieren“ erhalten Sie eine Mail von Renovabis. Bitte klicken Sie den darin angegebenen Link an, um Ihre Anmeldung zu bestätigen. Leider kann es passieren, dass die Mail im Spam-Ordner landet – schauen Sie ggf. auch dort nach. Lesen Sie auch unsere Hinweise zum Datenschutz.