Quelle: Nicolas Riedmiller
Freising / Antalya. Am 31. Oktober starteten die Radsportler Christoph Fuhrbach und Christian Englert von Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz zur UN-Weltklimakonferenz in Antalya. Ihre Reise verstehen sie als Zeichen für einen ernsthaften Umgang mit der ökologischen Krise und für eine gerechtere und nachhaltigere Welt: „Wir wollen zeigen, dass die ökologische Krise und die Frage nach globaler Gerechtigkeit zusammengehören. Unterwegs wollen wir vor allem Menschen begegnen, die sich ganz konkret für Veränderungen einsetzen“, sagt Christoph Fuhrbach, der als Weltkirche-Referent beim Bistum Speyer arbeitet.
Auf dem Weg besuchen die beiden auch fünf Projekte, die das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis fördert. Dazu gehören ein Schulgartenprojekt im ungarischen Zsámbék, durch das Schülerinnen und Schüler lernen, Gemüse anzubauen und Naturkreisläufe zu verstehen. In Serbien begleiten Fuhrbach und Englert Jugendliche, die ihre Gemeinden von Müll befreien und in Bulgarien erhalten sie Einblicke in die Arbeit mit Roma-Gemeinden. „Wir möchten erfahren, welche Antworten Menschen vor Ort auf ökologische und soziale Herausforderungen finden“, so Fuhrbach.
Die Radreise knüpft an die Aktion „Road2COP31“ von Misereor und Eine Erde an, die vom 25. Oktober bis zum 3. November von Aachen nach Passau führte. In München schlossen sich Fuhrbach und Englert der Aktion an. Ab Passau trennen sich die Wege: Misereor-Klimaexpertin Madeleine Wörner setzt ihre Reise zur Weltklimakonferenz mit Zug und Bus fort, Fuhrbach und Englert reisen mit dem Rad weiter Richtung Ungarn, Serbien und Bulgarien.
Renovabis-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schwartz wünscht Fuhrbach und Englert eine gute Reise und betont, dass diese zeige, „wie die Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa Verantwortung für ihre Mitmenschen und ihre natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen.“ Sie lieferten dadurch konkrete Antworten auf manche der Fragen, die auf der COP31 gestellt würden.
Am 15. November wollen Fuhrbach und Englert Antalya erreichen und dort auch Veranstaltungen rund um die COP31 besuchen. Die UN-Weltklimakonferenz findet vom 9. bis 20. November statt.