Renovabis-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schwartz
Quelle: Renovabis
28.10.2026 – Politischer Umbruch in Serbien:

Renovabis sieht „Ermutigung für Rechtsstaat und Demokratie“

Nach dem Wahlsieg der oppositionellen Studentenliste in Serbien sieht Renovabis die Chance für einen demokratischen Neuanfang. Hilfswerksleiter Thomas Schwartz hofft auf Reformen, die Rechtsstaatlichkeit stärken und jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen.

FREISING. „Mit großer Hoffnung“ blickt Pfarrer Professor Dr. Thomas Schwartz vom Osteuropa-Hilfswerk Renovabis auf die aktuellen politischen Entwicklungen in Serbien. Nach der Parlamentswahl am letzten Sonntag, bei der die oppositionelle „Studentenliste“ die absolute Mehrheit der Stimmen erringen konnte, äußerte sich der Leiter des Hilfswerks erleichtert über den überwiegend reibungslosen Ablauf des Urnengangs. Renovabis fördert seit mehr als 30 Jahren viele Projektpartner in dem Balkanstaat bei der Verwirklichung von Sozial-, Pastoral- und Bildungsprojekten.

Dass der bisherige Präsident Aleksandar Vučić seine Niederlage noch am Wahlabend öffentlich eingestanden hat, wertet Renovabis-Leiter Schwartz als „ein wichtiges und starkes Signal für den demokratischen Prozess in Südosteuropa“. Der friedliche Machtwechsel nähre die Hoffnung auf eine stabile Phase des Übergangs. „Nach Jahren gesellschaftlicher Polarisierung und von Massenprotesten gegen Korruption und zunehmenden Autoritarismus bietet das Wahlergebnis nun die historische Chance für einen echten Neuanfang in Serbien“, ist Schwartz optimistisch.

Wegweisende Reformen gegen die Abwanderung der Jugend

Der Hilfswerks-Chef betont die „Tragweite des Wahlausgangs“ und nimmt insbesondere die künftige Regierungsverantwortung in den Blick: „Wichtig wird sein, dass die nun in die Regierung kommende Studentenliste den Rechtsstaat stärkt und sowohl in den Medien wie auch in Verwaltung und Justiz glaubwürdige Reformschritte einleitet. Nur so werden die jungen Menschen eine Zukunft in ihrem Heimatland sehen und die Demokratie weiter aktiv gestalten“, so Thomas Schwartz.

Nach Einschätzung von Renovabis leidet das Land seit langem unter einer massiven Abwanderung gut ausgebildeter Nachwuchskräfte („Brain Drain“). Der bisherige Mangel an beruflichen Perspektiven, eine eingeschränkte Medienfreiheit sowie Defizite im Justizwesen hatten zu einer spürbaren Resignation in Teilen der serbischen Bevölkerung geführt. Dass die neue, aus Protesten hervorgegangene Bewegung vor allem auf Rechtsstaatlichkeit und Antikorruption setzt, wird bei Renovabis als Schlüssel gewertet, um das Vertrauen der Jugend in die eigenen staatlichen Institutionen wiederherzustellen.

Partner auf dem Weg nach Europa

Renovabis unterstützt seit Jahrzehnten soziale, kirchliche und bildungsbezogene Projekte in Serbien. Das Hilfswerk sieht sich auch in Zukunft als verlässlicher Partner an der Seite der Zivilgesellschaft. Ein stabiles, demokratisches und transparentes Serbien sei nicht nur für die Menschen vor Ort von herausragender Bedeutung, sondern bilde auch das Fundament für eine Annäherung an die Europäische Union. Renovabis wird die kommenden Entwicklungen und die anstehende Regierungsbildung weiterhin aufmerksam begleiten und stärken.

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Inhalt erstellt: 28.10.2026, zuletzt geändert: 28.10.2026

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