Eine Frau sitzt in einem dunklen Raum und hält ein kleines Baby in ihren Armen. Erhellt werden beide nur vom Schein einer Kerze.
Nur eine Kerze erhellt die Wohnung von Mariana Matlo und ihrer kleinen Tochter.
Quelle: Mariana Matlo
27.01.2026 – Extremer Kriegswinter in der Ukraine

„Frostiger Kälte mit Wärme unserer Herzen begegnen“

Hilfswerk Renovabis reagiert mit Nothilfe-Projekten

FREISING. „Ich versuche, mein Baby ganz nah bei mir zu halten, damit es sich an meinem Körper wärmt. Ich wickle es in eine Decke, darunter zwei oder drei Schichten Kleider. Ich habe ständig Angst, dass sich meine Kleine erkältet.“ Mariana Matlo lebt mit ihrer drei Monate alten Tochter in Kyjiw. Regelmäßig ist ihr Wohnhaus für sieben Stunden vom Strom getrennt. Dann schalten die Gasboiler ab, die Betonwände kühlen zügig aus. Die Temperatur in der Wohnung sinkt auf 13 Grad. „Wenn der Strom schließlich für zwei Stunden wieder da ist, reicht die Zeit einfach nicht aus, um die Wohnung aufzuheizen – höchstens auf etwa 15 Grad. Für ein kleines Baby ist das eine kritisch niedrige Temperatur.“

Die Ukraine ist dem härtesten Winter seit Kriegsbeginn ausgesetzt. Nachts fallen die Temperaturen auf Minus 20 Grad. Gleichzeitig zielen jeden Tag Wellen massiver russischer Angriffe auf das Stromnetz. Der Winter wird zur Waffe. Und die ukrainischen Großstädte versinken in Dunkelheit und Kälte. „Die Bedingungen, unter denen die Menschen in den ukrainischen Städten leben, sind unmenschlich, sie sind lebensbedrohlich“, erklärt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz. „Angesichts dieser Lage müssen wir umgehend handeln.“

Um den Ukrainerinnen und Ukrainern zu helfen, richtet das Hilfswerk eine sofortige Winternothilfe ein. Dazu zählen etwa Wärmestuben, die im Großraum Kyjiw entstehen: Große aufblasbare Zelte, die mit Hilfe von Notstromgeneratoren beheizt werden. Mehr als 5.000 Menschen können sich dort aufwärmen, heißen Tee trinken und seelsorgerische Hilfe durch die örtlichen Pfarrer annehmen. In Zhytomyr im Westen von Kyjiw sollen für Senioren, Großfamilien und Binnenvertriebene warme Mahlzeiten in einer Sozialküche bereitstehen. Und in Charkiw, das jeden Tag besonders starkem Beschuss ausgesetzt ist, verteilen Renovabis-Partner Lebensmittel und Hygieneartikel. Um diese und weitere Hilfsprojekte zu ermöglichen, plant das Hilfswerk derzeit 500.000 Euro ein.

„Dabei sind wir auch auf Unterstützung durch unsere Spenderinnen und Spender angewiesen“, erklärt Schwartz. „Der Kälte des Winters müssen wir die Wärme unserer Herzen entgegensetzen.“ Durch die Winternothilfe ergänzt Renovabis seine umfangreiche Unterstützung von Projekten in der Ukraine, für die das Hilfswerk seit Kriegsbeginn bereits mehr als 20 Millionen Euro aufgewendet hat.

Noch ist nicht absehbar, ob sich das Stromnetz in den nächsten Wochen stabilisieren kann. Mariana Matlo, die sich selbst für die Caritas-Spes engagiert, hätte heute eigentlich dreieinhalb Stunden lang Strom bekommen sollen, doch der blieb aus. Wieder gab es Angriffe und wieder einen Defekt an einer Leitung. „Ich habe Angst, dass das Wasser in den Leitungen gefriert. Bei unseren Nachbarn ist das bereits geschehen.“, erklärt die Mutter und drückt ihre Tochter eng an sich.

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Inhalt erstellt: 27.01.2026, zuletzt geändert: 27.01.2026

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