Ein Projekt in Chişinău und anderen Orten der Republik Moldau
- Projektpartner
- Caritas Moldova, Direktor Edward Lucaci
- Bewilligungsjahr
- 2025
- Dauer
- 12 Monate
- Fördersumme
- 82.000
- Förderbereich
- Soziale Aufgaben
Ausgangslage
Kaum ein Land in Europa hat in den vergangenen drei Jahrzehnten so viele Menschen verloren wie die Republik Moldau: Seit 1991 ist die Bevölkerung um rund 40 Prozent geschrumpft. Wer geht, ist meist jung. Wer bleibt, gerade auf dem Land, ist oft alt, allein und von Armut betroffen. Verlässliche Unterstützung durch staatliche Systeme gibt es kaum. Caritas Moldova hilft seit 1993 bedürftigen Seniorinnen und Senioren ambulant in Tageszentren und mobil zu Hause – unter anderem in Chişinău, Stîrcea, Raşcov und Rîbniţa.
In kaum einem Land Europas hat die Arbeitsmigration so tiefe Spuren hinterlassen: Rund ein Drittel der Moldauerinnen und Moldauer lebt zeitweise oder dauerhaft im Ausland. Zurück bleiben die Alten – oft ohne Familie in der Nähe, ohne Besuch, ohne Ansprechpartner. Wenn die Mitarbeitenden von Caritas Moldova an die Tür klopfen, ist das für viele der einzige menschliche Kontakt in der Woche.
Was wird getan?
Das Projekt ergänzt ein bereits laufendes Fürsorgeprogramm und erreicht an vier Standorten rund 200 ältere Menschen, ausgewählt nach klaren sozialen und gesundheitlichen Kriterien. Sie bekommen Hygiene- und Pflegematerialien, warme Mahlzeiten und Lebensmittel sowie dringend benötigte Hilfsmittel. Dazu gibt es telemedizinische Fachkonsultationen. Außerdem muss ein Pflegezentrum renoviert werden – und die Mitarbeitenden werden geschult, etwa in digitaler Dokumentation.
Warum ist das wichtig?
Altersarmut ist eines der größten sozialen Probleme in der Republik Moldau; insbesondere im ländlichen Raum fehlt es sogar an Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Die ergänzenden Maßnahmen sind nötig, um Grundbedürfnisse zu decken und die Qualität der Arbeit von Caritas Moldova nachhaltig zu sichern.
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