Elisabeth Heilen sitzt hinter ihrem Stand auf dem Adventsmarkt und hält einen Nikolaus in der Hand.
Seit vielen Jahren verkauft Frau Heilen selbstgemachte Klosterarbeiten auf Weihnachtsmärkten und spendet den Erlös an Renovabis.
Foto: Privat
Testimonial

"Ich mache diese Arbeit, weil es Renovabis hilft"

Mit Begeisterung, Engagement und handgefertigten Klosterarbeiten unterstützt Elisabeth Heilen seit Jahren die Arbeit von Renovabis.

„Die Klosterarbeiten sind für mich wie eine Art Ergotherapie“, erzählt Frau Heilen. „Nach einer schweren Krankheit habe ich mit den Bastelarbeiten angefangen, habe Kurse dazu besucht und bei Helga Sander erste Techniken erlernt.“ Der Ursprung der Klosterarbeiten liegt im Mittelalter. Das Spektrum der Arbeiten ist groß und reicht von Altarpyramiden über Breverl, Taschenkindl, Primizkronen, Paradiesgärtlein bis hin zu Trösterlein. „Hier im Norden von Deutschland und auch in Holland kennt man die Klosterarbeiten kaum. Wenn die Besucher der Märkte, auf denen ich ausstelle, diese Basteleien sehen, sind sie total begeistert und gerührt. Ich spüre ein großes Interesse, vor allem an den Wachstechniken.“

Klosterarbeiten begeistern

Ihre Bastelarbeiten hat die pensionierte Lehrerin für Kunst und Textiles Gestalten zuerst verschenkt, aber nun stellt Frau Heilen schon seit Jahren auf Weihnachts- und Ostermärkten aus und verkauft ihre Produkte. Ihr Spezialgebiet: Sterne mit Goldgarn und in unterschiedlichsten Varianten. Alle Einnahmen der Verkäufe spendet sie an Renovabis. Aber nicht nur das: „Wenn ich den Menschen erzähle, wohin ihr Geld geht, wenn ich ihr Interesse wecke und die Arbeit von Renovabis vorstelle, geben die meisten noch ein bisschen mehr. Die Menschen müssen innerlich berührt sein, um etwas zu spenden. Dann handeln sie. Denn sie möchten etwas Gutes tun und möchten sich auch sicher sein, dass ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird. Das funktioniert bei Renovabis. Ich mache diese Arbeit, weil es Renovabis hilft.“

Den Aufbruch und den Aufbau von Demokratie und Freiheit möchte ich unterstützen.

Warum gerade Osteuropa? „Ich habe 2004 begonnen, Renovabis zu unterstützen, weil ich den Menschen Osteuropas nach so langer Zeit im Kommunismus beim Aufbruch und beim Aufbau von Demokratie und Freiheit helfen wollte“, erzählt Frau Heilen. „Damit sie gut in Europa ankommen.“ Sie ist viel gereist im Osten Europas. Sie hat unter anderem Rumänien, Litauen und Bulgarien besucht. Die besondere Verbundenheit zu den Ländern des Ostens kommt aber auch von ihrer biographischen Geschichte: Im Alter von 2-5 Jahren hat sie in der polnischen Stadt Thorn gelebt, wo ihr Vater als Ingenieur gearbeitet hat. Sie haben im Haus eines reichen Polen gelebt, in einer herrschaftlichen Wohnung. Später hat sich herausgestellt, dass es die Wohnung einer jüdischen Familie war, die im Warschauer Ghetto umgekommen ist. „Es ist nicht leicht, mit diesen Informationen und diesem Wissen umzugehen und es zu verarbeiten.“ Die Orte ihrer Kindheit hat Frau Heilen wieder besucht.

Ich fühle eine enge Verbindung zu den Menschen in Osteuropa und will sie soweit es mir möglich ist, unterstützen – mit Gottes Hilfe: Renovabis faciem terrae –Du wirst das Antlitz der Erde erneuern. - Darauf hoffen wir.

Renovabis dankt Frau Heilen für das Gespräch und von ganzem Herzen für Ihre Hilfe!

Inhalt erstellt: 05.12.2017, zuletzt geändert: 06.12.2017