Eine Gruppe Menschen steht nebeneinander. Im Hintergrund ist ein Plakat der Renovabis-Jahresaktion zu sehen.
Renovabis organisiert regelmäßig Stipendiatentreffen für die Geförderten im deutschsprachigen Raum sowie in Italien.
Quelle: Ana Gjorgjievska
26.11.2025 – Renovabis-Stipendiatentreffen in Freising

Die Zukunft im ländlichen Raum in Mittel- und Osteuropa

Vom 21. bis 23. November fand im Pallotti Haus in Freising das diesjährige Stipendiatentreffen zum Thema „Kirchliche Ansätze zur Zukunft im ländlichen Raum“ statt.

Elf Stipendiatinnen und Stipendiaten aus der Ukraine, Georgien und Kroatien, die aktuell von Renovabis für ihre Studien im deutschsprachigen Raum unterstützt werden, nahmen daran teil. Sie nutzten die Gelegenheit sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und Renovabis kennenzulernen. Das diesjährige Thema spiegelte einen Schwerpunkt der Renovabis-Projektförderung wider, wo es häufig darum geht, ökonomische und soziale Perspektiven für Menschen in abgelegenen ländlichen Gebieten zu schaffen und gleichzeitig auch passende pastorale Ansätze zu finden für Situationen, wo Pfarrgemeinden auf dem Land durch Abwanderung schrumpfen.

Impressionen

Geschäftsführer Dr. Markus Ingenlath begrüßte die Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Der erste Abend war dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten studieren und promovieren an verschiedenen Hochschulorten in Deutschland und Österreich.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Im Gespräch entdeckten die Teilnehmenden Gemeinsamkeiten, etwa die Liebe zur Musik, …
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
… und notierten diese, bis sich ein großes Netz ergab.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Katharina Ebel, neue Renovabis-Länderreferentin für die Ukraine seit 2025, nutzte die Gelegenheit, sich den Geförderten vorzustellen: Viele Stipendiatinnen und Stipendiaten werden nach ihrer Rückkehr ins Heimatland zu Projektpartnern von Renovabis.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Freising, der Ort der Renovabis-Geschäftsstelle, ist nicht nur eine kirchengeschichtlich bedeutsame Domstadt, sondern heutzutage auch als Hochschul- und Forschungsstandort für Agrarwissenschaften und verwandte Fächer bekannt. Zum Thema „ländlicher Raum“ gehörte deshalb auch eine Stadtführung zum Weihenstephaner Berg.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Donika Palokaj von der Fondacioni Drita im Kosovo stellte als Best-Practice-Beispiel ein Programm zur Regionalentwicklung in der Region Zllakuqan vor. Bei diesem aktuell von Renovabis und der KZE geförderten Projekt in der Diözese Prizren-Pristina geht es um die Verbesserung der Lebenssituation von Kleinbauern durch den Aufbau einer Genossenschaft zum Anbau und Vertrieb von Haselnüssen und begleitende Maßnahmen zur Weiterbildung und Stärkung der Menschen vor Ort. Gleichzeitig zielt es auf die nachhaltige Finanzierung der Diözese vor Ort ab, der ein Teil des Landes gehört.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Erfahrungsaustausch steht stets im Zentrum des Treffens: Wie sind die Lebensbedingungen im ländlichen Raum in den jeweiligen Heimatländern? Wie wirken sich aktuelle Ereignisse, wie der Großangriff auf die Ukraine, darauf aus? Was können die Kirchen tun, um Perspektiven zu schaffen?
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Georg Schmidtner, Leiter der Abteilung Stadt- und Landpastoral im Ordinariat der Erzdiözese München und Freising , ging auf das Beispiel Oberbayern ein und stellte sozialräumliches Arbeiten als Ansatz und Ziel in der Landpastoral vor: „Kirche muss hinausgehen, dorthin, wo die Menschen sind, muss in ihren Lebenswelten präsent sein.“
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis
Die Präsentation eigener Forschungsthemen ist ein fester Bestandteil der Stipendiatentreffen.
Quelle: Christiana Hägele, Renovabis
Gottesdienste und Gebete in verschiedenen Traditionen rundeten das Stipendiatentreffen ab: Die Teilnehmenden gehörten verschiedenen katholischen und orthodoxen Kirchen an.
Quelle: Ana Gjorgjievska, Renovabis

Über die Stipendienvergabe

Renovabis vergibt Stipendien als Studien- und Ausbildungsbeihilfen für Priester, Priesteramtskandidaten, Ordensleute und Laien aus den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Ein Stipendium können alle Frauen und Männer (Priester, Priesteramtskandidaten, Ordensleute und Laien) aus den Partnerländern von Renovabis erhalten (Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus und aus Zentralasien), die sich durch ein Auslandsstudium auf einen Dienst in der Kirche in ihrem Heimatland vorbereiten oder sich dafür weiterqualifizieren möchten. Voraussetzung ist der Vorschlag durch den Bischof der Heimatdiözese oder bei Ordensleuten durch die Provinzoberin oder den Provinzoberen.

Antragsberechtigt sind auch Mitglieder anderer christlicher Konfessionen und anderer Religionen, soweit sie im Bereich der Ökumene bzw. des interreligiösen Dialogs forschen und tätig werden wollen. Sie benötigen ebenfalls eine Empfehlung ihres Bischofs (bzw. bei nicht-christlichen Bewerbern die Empfehlung des katholischen Bischofs der Heimatregion).
Mehr über Stipendienförderung bei Renovabis

Inhalt erstellt: 26.11.2025, zuletzt geändert: 26.11.2025

Unsere Newsletter

Die Speicherung und Nutzung Ihrer Daten erfolgt ausschließlich für die Zusendung des Newsletters. Sie können sich jederzeit durch einen Link direkt im Newsletter abmelden und damit Ihre Zustimmung widerrufen. Nach dem Klick auf „Abonnieren“ erhalten Sie eine Mail von Renovabis. Bitte klicken Sie den darin angegebenen Link an, um Ihre Anmeldung zu bestätigen. Leider kann es passieren, dass die Mail im Spam-Ordner landet – schauen Sie ggf. auch dort nach. Lesen Sie auch unsere Hinweise zum Datenschutz.