
Der Synodale Weg in Deutschland geht in die Umsetzungsphase. Auch die Weltsynode hat das Thema Synodalität mit dem Abschlussdokument „auf Dauer gestellt“. Wir fragen: Wie kann eine hierarchisch episkopal geprägte Kirche so erneuert werden, dass sie die Berufung aller Gläubigen ernst nimmt und aus der gemeinsamen Taufe lebt? Wie funktioniert kirchliches Leben in geteilter Verantwortung? Wie wird Vielfalt abgebildet? Welche strukturelle Absicherung ist erforderlich?
Eines ist klar: Synodalität – das gemeinsame Unterwegssein von Klerikern und Laien – braucht Erfahrungen auf allen Ebenen, um zu erkennen, wie sie im 21. Jahrhundert gelebt werden kann.
Wir haben drei Akteure eingeladen, die in unterschiedlichen Kontexten daran arbeiten, dass Synodalität konkret wird. Prof. Dr. Klara-Antonia Csiszar wird über aktuelle Forschungsarbeit und ihre Bemühungen in der Diözese Linz mit der „School of Synodality“ informieren. Dr. Noémi Xénia Sereghy hat in der Erzeparchie Hajdúdorog (Ungarn) an der Vorbereitung der Weltsynode mitgewirkt und wird über die Situation in katholischen Ostkirchen und deren synodale Tradition sprechen. Dr. Michael Karger, der seitens der Deutschen Bischofskonferenz den gesamten Synodalen Weg operativ begleitet hat, wird von Erfahrungen aus Deutschland berichten.