Zahlen und Daten:Länderinfo Georgien

Informationen zu Georgien: Basisdaten, Fotos, kirchliche Strukturen, Projektförderung durch Renovabis, Artikel, weiterführende Webseiten und mehr.

Stand August 2015

Überblickskarte Georgien

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Basisdaten

Allgemein

Offizieller Name: Georgien (Georgisch: Sakartwelo) Fläche: 69.700 qkm Einwohner: 4,5 Mio. Hauptstadt: Tiflis (rd. 1,2 Mio. Einwohner) Weitere Städte: Kutaissi, Batumi, Rustawi, Sochumi (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl) Volksgruppen: 84% Georgier, 6,5% Aseris, 6% Armenier, 1,5% Russen, 2% andere Volksgruppen Religionszugehörigkeit: 84% Georgische Orthodoxe Apostelkirche, 9,9% Muslime, 6.1% Andere (ca. 0,8 % katholisch)

Sprachen: Georgisch ca. 71% (Amtssprache), Russisch rd. 9%, Armenisch rd. 7%, Aseri (Turksprache) ca. 6% und andere rd. 7%. Abchasisch ist Amtssprache in Abchasien.

Politik und Wirtschaft

Staats-/Regierungsform: Parlamentarische Demokratie Staatsoberhaupt: Staatspräsident Giorgi Margwelaschwili, (seit 17.11.2013) Regierungschef: Premierminister Irakli Garibaschwili Bruttoinlandsprodukt (BIP): 14,25 Milliarden Euro (2011, geschätzt) Besonderheiten: Nach dem türkisch-sowjetischen Vertrag von Kars 1921 wurde Adscharien der Sowjetunion eingegliedert. Es wurde als Adscharische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Teil der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Die Ursachen der Gründung einer Autonomen Republik sind nicht ethnischer Natur, da Georgier und Adscharen der gleichen Volksgruppe entstammen. Es wird vielmehr angenommen, dass die Moskauer Zentralregierung verhindern wollte, dass Georgien eine vollständige Kontrolle über die wichtigen Schwarzmeerhäfen gewinnt. Zudem wurde versucht, die kommunistischen Tendenzen unter den in der Türkei lebenden ethnischen georgischen Muslimen zu verstärken.

Fotos aus Georgien

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religion und kirchliche Strukturen

In den 1990er Jahren wurden Kirchenbauten religiöser Minderheiten, unter anderem der Katholiken, enteignet und der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche übergeben. Immer wieder kam es zu religiös motivierten Ausschreitungen gegen Minderheiten, darunter gegen die Zeugen Jehovas und gegen die Baptisten. Georgien stand bis 2004 auf einer Liste der US-Kommission zur Religionsfreiheit in der Welt (USCIRF), die jene Länder nennt, in denen die Religionsfreiheit am wenigsten gewährleistet ist. Erst nachdem Georgiens Strafverfolgungsbehörden handelten, ließ die Zahl der Überfälle nach und Georgien wurde aus der Liste entfernt. Georgien ist heute noch ein christlich geprägtes Land. Seit dem Mittelalter ist die Orthodoxie ein Symbol der Nation. 84% der Bevölkerung gehören der autokephalen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an.

Römisch-katholische Kirche

Für die wenigen römisch-katholischen Gläubigen in den drei Kaukasusländern Armenien, Aserbaidschan und Georgien besteht eine Apostolische Administratur mit Sitz in der Hauptstadt Georgiens, Tiflis. Die unierte armenisch-katholische Kirche hat ihren Bischofssitz in Guymri, Armenien. Dominierend sind die jeweiligen autokephalen orthodoxen Kirchen.

Nähere Informationen zur Struktur der katholischen Kirche in Georgien www.catholic-hierarchy.org

Projektförderung durch Renovabis

Der Schwerpunkt lag in der Förderung der pastoraler, sozialer und zivilgesellschaftlicher Projekte. Renovabis unterstützte zusammen mit Caritas Georgien unter anderem ein Hospiz und ein Jugendzentrum mit Ausbildungswerkstätten in Tbilisi und ein Ambulatorium in den Bergdörfern.

Für die Apostolische Administratur wurden Ausbildungseinrichtungen gefördert, an denen Laien und Priesteramtskandidaten studieren können. Ein Priesterseminar mit Exerzitienhaus, sowie die Fertigstellung der bischöflichen Kurie wurde unter anderem von Renovabis finanziell unterstützt.

Projektbeispiele aus Georgien

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Georgien

Georgien in der Zeitschrift OWEP

Die Kaukasusregion ist Thema von Ausgabe 4/2003 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP). Die Zeitschrift wird vierteljährlich von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben.

Informationen im Internet

Informationen zur Armenisch-katholischen Kirche

Fachartikel / Aufsätze

Artikel aus der Renovabis-Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP):

Sonstiges

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Inhalt erstellt: 27. Januar 2009, zuletzt geändert: 17. August 2015