Zahlen und Daten:Länderinfo Lettland

Informationen zu Lettland: Basisdaten, Fotos, kirchliche Strukturen, Projektförderung durch Renovabis, Artikel, weiterführende Webseiten und mehr.

Stand August 2015

Überblickskarte Lettland

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Basisdaten

Allgemein

Offizieller Name: Republik Lettland (Lettisch: Latvijas Republika), Fläche: 64.559 qkm, Einwohner: 1,98 Mio., Hauptstadt: Riga (zurzeit ca. 713.016 Einwohner, bisher fallende Tendenz), Weitere Städte: Daugavpils, Liepāja, Jelgava, Jūrmala (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: Ca. 62% Letten, rd. 27% Russen, 11% andere, Sprache: Lettisch (alleinige Staatssprache); Russisch weit verbreitet. Die staatliche Sprachpolitik hat seit der der Unabhängigkeit Lettlands vielfach zu sozialen Spannungen geführt. Das Bestreben des Lettischen Staates, die lettische Staatsprache auch im täglichen Umgang als vorherrschende Sprache durchzusetzen, steht im Widerspruch zu dem Bestreben der russischen Minderheit ihre kulturelle Identität zu bewahren.

Politik und Wirtschaft

Unabhängigkeit: Am 21. August 1991 wurde Lettland von der Sowjetunion unabhängig; die Verfassung von 1922 wurde wieder in Kraft gesetzt Staats- / Regierungsform: Parlamentarische Demokratie Staatsoberhaupt: Staatspräsident Raimonds Vējonis Regierungschef: Ministerpräsident Laimdota Straujuma (seit Januar 2014), Besonderheiten: Lettland wurde am 01.05.2004 Mitglied der EU und führte am 01.01.2014 den Euro als offizielle Währung ein. Stets aktuell ist der von der russischen Minderheit als Diskriminierung empfundene Umgang der lettischen Regierung mit der Staatsbürgerschaft, der seit Jahren für andauernde Konflikte sorgt, da nach Lettlands Unabhängigkeit nur diejenigen die lettische Staatsbürgerschaft erhielten, die entweder vor 1940 auf lettischem Boden geboren worden waren oder direkte Nachkommen solcher Personen sind. Das für alle Übrigen seit 1. Februar 1995 gültige Einbürgerungsverfahren („Naturalisierung“) besteht aus einem Sprachtest und Examen in lettischer Geschichte und Verfassungskunde. Das gilt auch für Personen, die schon seit Jahrzehnten in Lettland leben oder gar dort geboren wurden., Bruttoinlands-Produkt (BIP): 24,19 Mrd. Euro (2012)

Quelle: Auswärtiges Amt

Fotos aus Lettland

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religion und kirchliche Strukturen

Die wichtigsten Glaubensgemeinschaften in Lettland sind mit etwa 55% Lutheranern, mit ca. 24% Katholiken und mit 9% Russisch-Orthodoxen vertreten. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert dominiert die evangelisch-lutherische Kirche. Desweiteren gibt es in Lettland eine jüdische Synagogengemeinschaft. Die Deutsche evangelisch-lutherische Kirche ist mit 5 Gemeinden vertreten.

Römisch-katholische Kirche

2.4 Katholische Kirche Etwa 24 % der Bevölkerung gehören zur Römisch-Katholischen Kirche. Insgesamt gibt es 269 Pfarreien, in den ca. 430 000 Katholiken von ca. 150 Priestern betreut werden.

In Lettland besteht die historisch bedeutende Kirchenprovinz Riga mit ihren drei Suffraganen Liepaja, Jelgava und Rezekne Aglona mit insgesamt 279 Pfarreien. Es herrscht ein relativ starker Mangel an Priestern . Oftmals fehlt auch die nötige Infrastruktur, sodass ein sehr großer Teil des Engagements durch den Aufbau dieser absorbiert wird. Besonders in wirtschaftlichen Problemgebieten kann sich die Kirche aufgrund ausbleibender Spenden kaum selbst finanzieren.

Eine funktionierende Caritasstruktur fehlt bislang. Allerdings sind in letzter Zeit Ansätze eines Aufbaus erkennbar. Sehr erfreulich ist die zunehmende Aktivität von Ordensgemeinschaften in Lettland, die wichtige Funktionen im pastoralen und sozialen Bereich übernehmen.

Projektförderung durch Renovabis

In Lettland befindet sich die Kirche noch immer in einer Aufbauphase. Die beiden Diözesen Jelgava und Rezekne-Aglona sind Neugründungen aus den 1990er Jahren. Dies gilt u.a. aus Grün­den der extremen Diasporasituation auch für Liepaja. Gerade beim Aufbau der grundlegenden Strukturen der neu gegründeten Diözesen war Renovabis in den ersten Jahren stark mitbeteiligt. An einigen Stellen ist diese Hilfe auch nach wie vor erforderlich.
Renovabis förderte in Lettland in den letzten Jahren immer wieder das katholische Schulwesen, das sich sehr erfreulich entwickelt und zum Großteil auch bereits in der pädagogischen Landschaft Lettlands fest etabliert ist. Ein weiterer Förderschwerpunkt stellt die Stärkung der Katechese dar.

Projektbeispiele aus Lettland

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Lettland

Lettland in der Zeitschrift OWEP

Die baltischen Staaten sind Thema von Ausgabe 1/2006 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP). Die Zeitschrift wird vierteljährlich von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben.

Weiterführende Informationen

Informationen zur katholischen Kirche in Lettland

Broschüre „Katholisch im Baltikum. Estland und Lettland - Wiedergeburt einer Kirche“ (8.2 MB); herausgegeben vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und von Renovabis (2012). Autor der Publikation ist Markus Nowak (Historiker und Journalist), der immer wieder Osteuropa bereist und von dort für verschiedene deutsche Medien berichtet.
Die Printversion der Broschüre ist erhältlich gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro beim: Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, Kamp 22, 33098 Paderborn, Telefon: 0 52 51/29 96-53, E-Mail: bestellungen@bonifatiuswerk.de, www.bonifatiuswerk.de sowie bei dem Vertriebspartner von Renovabis, der ­MVG, unter der Bestellnummer 3 529 12, Telefon: 02 41/4 79 86-2 00, E-Mail: renovabis@eine-welt-mvg.de, www.renovabis.de

Fachartikel / Aufsätze

Artikel aus der Renovabis-Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP):

Sonstige

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie im Renovabis-Linkverzeichnis

Inhalt erstellt: 28. Januar 2009, zuletzt geändert: 17. August 2015