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Kirgisistan

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Basisinfo

Der Ala-Too-Platz in der Hauptstadt Bischkek
Der Ala-Too-Platz mit dem Freiheits-Monument in der Hauptstadt Bischkek
Quelle: Vmenkov, CC BY-SA 3.0
Ein Berg im Tian Shan Gebirge
Der „Ochsenkopf" im Tian Shan Gebirge
Quelle: Christoph Schaaf, CC BY-SA 3.0

Religion und Kirche

In Kirgisistan leben ca. 75% Muslime, rd. 20% gehören der Russisch-orthodoxen Kirche an. Weitere Religionsgruppen können mit einem Bevölkerungsanteil von ca. 5% beziffert werden. Das Christentum ist heute die zweitstärkste Religionsgruppe. Erste Christen gab es schon im 7. Jahrhundert. Diese gehörten der nestorianischen Kirche an, die heute nur noch im Irak, Iran und in Syrien besteht. In Ak-Besim und in Navekat grub man zwei Gotteshäuser aus.

Russisch-orthodoxe Kirche

Die Russisch-Orthodoxe Kirche gibt es in Kirgisistan seit dem 19. Jahrhundert. Unter dem Gouverneur Kaufmann ließen sich seit 1868 viele russische und ukrainische Kolonisten nieder. Diese bauten russische Kirchen. Einige der alten Gebäude werden heute wieder zum Gottesdienst genutzt. 20 Prozent der Bevölkerung sind russisch-orthodox.

Evangelische Kirche

Das evangelische Christentum gelangte durch deutsche Siedler (Kirgisistandeutsche) bzw. durch die Zwangsumsiedlung Russlanddeutscher in den 1940er Jahren nach Kirgisistan. Die Gläubigen lassen sich v.a. unterteilen in Mennoniten (heute nur noch in der deutschen Siedlung Bergtal) und Lutheraner. Seit der Wende sind vermehrt auch Freikirchen, hauptsächlich Baptisten und Siebenten-Tags-Adventisten, in Kirgisistan tätig.

Römisch-katholische Kirche

Die Römisch-Katholische Kirche zählt in Kirgisistan 500 Anhänger, die in sechs Pfarreien betreut werden. Seit 2007 wurde die Kirche von Kirgisistan zur Apostolischen Administratur, der Bischof Nikolaus Messmer vorsteht.

Landschaft in den Bergen
In Kirgisistan gibt es nur sehr wenige römisch-katholische Gemeinden, der Großteil der Bevölkerung sind Muslime.
Quelle: Damian Wojciechowski SJ
Gruppe von Jugendlichen auf einem Boot
Dank der Unterstützung von Renovabis konnten in den vergangenen Jahren auch einige Schulprogramme umgesetzt werden.
Quelle: Damian Wojciechowski SJ
Mehrere Priester
Priester und Ordensfrauen benötigen Existenzhilfen und Hilfe zum Lebensunterhalt.
Quelle: Damian Wojciechowski SJ

Projektförderung durch Renovabis

In Kirgisistan wurde u.a. ein Kulturzentrum in Bischkek und die Schwesternwohnung in Talas finanziell unterstützt. Des Weiteren begleitet Renovabis den Prozess der Apostolischen Administratur Kirgisistan bei pastoralen und caritativen Initiativen und stellt Existenzhilfen für Priester sowie Hilfe zum Lebensunterhalt für Franziskanerinnen in Bischkek und Talas bereit.

Ansprechpartner

  • Referent: Herbert Schedler, Kontakt
  • Sachbearbeitung: Marina Babijtschuk, Kontakt
Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 04.11.2019