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Usbekistan

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Religion und Kirche

Offiziell ist in Usbekistan Religionsfreiheit verfassungsmäßig gesichert und trotz des hohen Anteils vorrangig sunnitischer Moslems ist Usbekistan ein weltlicher Staat. Das Religionsgesetz ist aber ziemlich restriktiv und es gibt immer wieder Berichte über Einschränkungen vor allem für neue protestantische religiöse Bewegungen.
Circa 88% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, ca. 9% russisch-orthodox (meist Angehörige der russischen Minderheit). Darüber hinaus gibt es schiitische Muslime (vor allem in Buchara und Samarkand) sowie Angehörige christlicher Konfessionen (Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche und diverser protestantischer Gemeinden). Die orthodoxe Kirche ist Bestandteil der Russisch-Orthodoxen Kirche, es gibt nur eine Diözese Taschkent mit ca. 45 russisch-orthodoxen Gemeinden in Usbekistan. Die orthodoxe Kathedrale in Taschkent ist zugleich die Bischofskathedrale der Russisch-Orthodoxen Kirche für ganz Zentralasien.

Katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche ist in Usbekistan eine absolute Minderheitenkirche. Die Gesamtzahl der aktiven Katholiken (regelmäßige Kirchgänger) in Usbekistan wird auf etwa 600-700 geschätzt. Es gibt derzeit 5 Pfarreien in folgenden Städten: Taschkent (Kathedralpfarrei Herz Jesu), Samarkand (Johannes der Täufer, 360 km von Taschkent entfernt), Fergana (Pfarrei der Hl. Jungfrau Maria, 450 km entfernt), Buchara (Pfarrei St. Andreas, 680 km entfernt) und Urgentsch (Pfarrei zur Mutter der Barmherzigkeit, 1.000 km entfernt). Die Entfernung zwischen den beiden Pfarreien in Urgentsch und Fergana beträgt etwa 1.400 km. Am 1. April 2005 hat Papst Johannes Paul II. die missio sui iuris Usbekistan zu einer Apostolischen Administratur erhoben und als ersten Bischof Jerzy Maculewicz OFM Conv. ernannt.

Projektförderung

Von 1993 bis Sommer 2011 hat Renovabis in Usbekistan 62 Projekte im Umfang von rund 806.000 EUR in Usbekistan gefördert. Dabei handelte es sich vor allem um Projekte zum Aufbau der kirchlichen Infrastruktur (Wiederaufbau der Kirche in Taschkent, Kapellen, Autos) und im Bereich der pastoralen Arbeit. Seit 2003 fördert Renovabis zudem die jährlichen dreitägigen Katholikentreffen in Taschkent, an dem Gläubige aus allen Pfarreien teilnehmen. Für die Diasporasituation in Usbekistan sind diese Treffen äußerst wichtig, da durch das gemeinsame Gebet und den gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den einzelnen weit voneinander entfernt liegenden Diaspora-Gemeinden und damit der Zusammenhalt der römisch-katholischen Kirche in Usbekistan gefördert werden.

Ansprechpartner

  • Referent: Herbert Schedler, Kontakt
  • Sachbearbeitung: Adela Kalniczky, Kontakt
Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 28.11.2018