Motiv des Aktionsplakates zur Pfingstaktion von Renovabis im Jahr 2023. Auf einem grünen Hintergrund befinden sich zwei Tangram-Puzzles in Herzform aus Holz. Beiden fehlt ein dreiechkiges Element, um vollständig zu sein. Es gibt nur ein passendes dreieckiges Puzzleteil, es befindet sich zwischen beiden Herzen. Dazu der Schriftzug: Sie fehlen. Immer. Irgendwo. Die Unterzeile lautet: Arbeitsmigration aus Osteuropa.
Motiv des Aktionsplakates zur Renovabis-Jahreskampagne 2023
Quelle: Renovabis
Jahreskampagne

Pfingstaktion 2023

„Sie fehlen. Immer. Irgendwo. Arbeitsmigration aus Osteuropa" - Das ist das Leitwort der Renovabis-Pfingstaktion im Jahr 2023. Sie wird vom 10. bis 14. Mai im Bistum Hildesheim mit Veranstaltungen und Gästen aus Albanien, Kosovo, Kroatien, Serbien und Rumänien eröffnet.

Infos zur Pfingstaktion 2023

„Sie fehlen. Immer. Irgendwo. Arbeitsmigration aus Osteuropa.“

Es ist eine schwere Entscheidung, das eigene Heimatland zu verlassen, um im Ausland den Lebensunterhalt zu verdienen. Gehen? Bleiben? Mit welchen Konsequenzen? Eine Entscheidung, die über den persönlichen Bereich hinaus große Auswirkungen hat sowohl für die Herkunfts- als auch die Zielländer. Dem komplexen Thema Arbeitsmigration aus Osteuropa widmet sich in diesem Jahr die Pfingstaktion des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Das Leitwort für die Kampagnenzeit rund um Pfingsten: „Sie fehlen. Immer. Irgendwo“.

Renovabis hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema von vielen Seiten zu beleuchten. Da ist zum einen die Situation in den Herkunftsländern: Menschen, die ihr Heimatland verlassen, tun dies häufig auf Grund von Perspektivlosigkeit und in der Hoffnung auf ein besseres Leben im Ausland. In der Folge fehlen sie in ihrem eigenen Land - nicht nur als Arbeitskräfte, sondern auch als Mütter und Väter, als Unterstützung für die eigenen alten Eltern, als Freunde, als Sportpartner, als aktive Elemente der Zivilgesellschaft…

Auf der anderen Seite ist schon lange klar, dass in Deutschland ohne Arbeitskräfte aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa zentrale Bereiche der öffentlichen Versorgung zusammenbrechen würden. Fachleute gehen derzeit davon aus, dass weitere 400 000 Arbeitskräfte gebraucht werden. Doch die Arbeitsbedingungen für diese Menschen sind häufig alles andere als fair: Sie werden schlecht bezahlt, erfahren keine Wertschätzung, werden ausgebeutet oder leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das gilt es zu ändern. Deshalb hat sich bereits der Renovabis-Kongress 2022 mit dem Thema „Arbeitsmigration“ beschäftigt und in einem „Münchner Appell“ sieben konkrete Forderungen an Politik, Gesellschaft und Kirchen formuliert, um Arbeitsmigration fairer zu gestalten.

Renovabis-Hauptgeschäftsführer Professor Thomas Schwartz:

„Arbeitsmigration war und ist ein selbstverständlicher Teil einer jeden mobilen Gesellschaft. Das gilt insbesondere innerhalb der EU mit der vertraglich verankerten Freizügigkeit aller ihrer Bürger. Aber: Niemand sollte aus Not oder Perspektivlosigkeit sein Heimatland verlassen müssen, um im Ausland den Lebensunterhalt zu verdienen. Dafür setzen wir uns als Christinnen und Christen ein – ebenso wie für faire und gerechte Arbeitsbedingungen für die Frauen und Männer in Deutschland.“

Das wollen wir mit dem Thema der Pfingstaktion erreichen :

  • Wir informieren über die Folgen der Arbeitsmigration aus den Renovabis-Partnerländern und machen deutlich, welche gravierenden Auswirkungen das Fehlen der Arbeitskräfte dort hat. Zahlreiche Renovabis-Projekte tragen dazu bei, diese Folgen vor Ort abzumildern – einige dieser Projekte will Renovabis während der Aktion vorstellen.
  • Wir zeigen an konkreten Beispielen, wie Renovabis hilft, neue Perspektiven in den Herkunftsländern zu schaffen, um ein Bleiben zu ermöglichen. Dazu haben wir Gäste und Projektpartner aus Osteuropa zur Eröffnung der Pfingstaktion ins Bistum Hildesheim eingeladen, um aus erster Hand über ihre Erfahrungen zu berichten.
  • Wir weisen auf die große Bedeutung von Arbeitskräften aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa in Deutschland hin. Renovabis fordert deshalb nicht nur faire Arbeitsbedingungen, sondern auch Anerkennung, Wertschätzung und Respekt für diese Frauen und Männer.
Inhalt erstellt: 20.09.2016, zuletzt geändert: 02.02.2023

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