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Länderübersicht
Landesflagge
Länderinfo

Kirgisistan

Übersicht

Basisinfo

Der Ala-Too-Platz in der Hauptstadt Bischkek
Der Ala-Too-Platz mit dem Freiheits-Monument in der Hauptstadt Bischkek
Source: Vmenkov, CC BY-SA 3.0
Ein Berg im Tian Shan Gebirge
Der „Ochsenkopf" im Tian Shan Gebirge
Source: Christoph Schaaf, CC BY-SA 3.0

Religion und Kirche

In Kirgisistan leben ca. 90% Muslime (mehrheitlich Sunniten) und rd. 7% Christen (davon 3% russisch-orthodox). Weitere Religionsgruppen können mit einem Bevölkerungsanteil von ca. 3% beziffert werden. Das Christentum ist heute die zweitstärkste Religionsgruppe. Erste Christen gab es schon im 7. Jahrhundert. Diese gehörten der nestorianischen Kirche an, die heute nur noch im Irak, Iran und in Syrien besteht. In Ak-Besim und in Navekat grub man zwei Gotteshäuser aus.

Russisch-orthodoxe Kirche

Die Russisch-Orthodoxe Kirche gibt es in Kirgisistan seit dem 19. Jahrhundert. Unter dem Gouverneur Kaufmann ließen sich seit 1868 viele russische und ukrainische Kolonisten nieder. Diese bauten russische Kirchen. Einige der alten Gebäude werden heute wieder zum Gottesdienst genutzt. Heute bezeichnen sich noch lediglich 3 Prozent der Bevölkerung als russisch-orthodox.

Evangelische Kirche

Das evangelische Christentum gelangte durch deutsche Siedler (Kirgisistandeutsche) bzw. durch die Zwangsumsiedlung Russlanddeutscher in den 1940er Jahren nach Kirgisistan. Die Gläubigen lassen sich v.a. unterteilen in Mennoniten (heute nur noch in der deutschen Siedlung Bergtal) und Lutheraner. Seit der Wende sind vermehrt auch Freikirchen, hauptsächlich Baptisten und Siebenten-Tags-Adventisten, in Kirgisistan tätig.

Römisch-katholische Kirche

Die Römisch-Katholische Kirche zählt in Kirgisistan rd. 500 Anhänger, die in sechs Pfarreien betreut werden. Seit 2007 wurde die Kirche von Kirgisistan zur Apostolischen Administratur, der Pater Anthony Corcoran SJ vorsteht.

Religionsfreiheit in Kirgistan

Länderberichte Religionsfreiheit: Kirgisistan

Länderberichte Religionsfreiheit: Kirgisistan (PDF, 597 kB)

Aus dem Vorwort: Das zunehmend autoritär geführte Regime in Kirgisistan macht auch vor der Einschüchterung der freien Presse nicht halt. Der radikale Islam ist für die Vertreter der Regierung ein willkommenes Schreckgespenst, und dies umso mehr, je häufiger der Krieg in Syrien Nachrichten von aus Zentralasien stammenden Kämpfern – auch aus Kirgisistan – in den Reihen des „IS“ produziert. Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Wirtschaft und endemischer Korruption unter den politischen Eliten droht der autoritäre Zug des Regimes am Ende das zu befördern, was er nach eigenen Angaben zu verhindern sucht: die Radikalisierung einer über weite Strecken enttäuschten und perspektivlosen Jugend im Land. Auf der Grundlage dieser Dynamik setzt sich der Bericht, der von missio und Renovabis gemeinsam herausgegeben wird, mit dem Verhältnis zwischen Politik und Religion in Kirgisistan auseinander. Im Zentrum steht dabei der Konflikt zwischen dem an größtmöglicher Kontrolle interessierten Staat und den Glaubensgemeinschaften mit ihrer Forderung nach religiöser Freiheit.

2017, 24 Seiten

Landschaft in den Bergen
In Kirgisistan gibt es nur sehr wenige römisch-katholische Gemeinden, der Großteil der Bevölkerung sind Muslime.
Source: Damian Wojciechowski SJ
Gruppe von Jugendlichen auf einem Boot
Dank der Unterstützung von Renovabis konnten in den vergangenen Jahren auch einige Schulprogramme umgesetzt werden.
Source: Damian Wojciechowski SJ
Mehrere Priester
Priester und Ordensfrauen benötigen Existenzhilfen und Hilfe zum Lebensunterhalt.
Source: Damian Wojciechowski SJ

Projektförderung durch Renovabis

In Kirgisistan wurde u.a. ein Kulturzentrum in Bischkek und die Schwesternwohnung in Talas finanziell unterstützt. Des Weiteren begleitet Renovabis den Prozess der Apostolischen Administratur Kirgisistan bei pastoralen und caritativen Initiativen und stellt Existenzhilfen für Priester sowie Hilfe zum Lebensunterhalt für Franziskanerinnen in Bischkek und Talas bereit.

Hintergrundartikel

Kirgisistan in der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven

Diesen Artikel können Sie im Volltext lesen:

Ansprechpartner

  • Referent: Herbert Schedler, Kontakt
  • Sachbearbeitung: Marina Babijtschuk, Kontakt
Content created: 03.08.2016, last modified: 20.10.2020