09.10.2017 – Asabaidschan

Fr. Radoslav Schudich

Fr. Radoslav Schudich ist Priester in Asabaidschan und brichtet: „Die katholische Kirche ist hier wirklich eine sehr kleine Gruppe, es gibt fast keine staatliche Unterstützung ... Viele der Projekte und Ideen können nur mit Unterstützung der Weltkirche angegangen werden. ..."

Die Situation in der Gemeinde beschreibt Frater Schudich als „sehr gesegnet“. Es gibt viele Ideen und Aufbrüche an unterschiedlichen Orten. Die Seelsorge sei momentan aufgeteilt in drei Gruppen: Es gibt die ausländischen Gläubigen, die meist englischsprachig sind, die russischsprachigen Gläubigen und die aserbaidschanische Gruppe. Aufgrund dieser Situation beherrschen die Priester vor Ort meist mehrere Fremdsprachen. „Das kann oft sehr anstrengend sein, wenn man sich in einem Gespräch, oder in kurzer Abfolge auf Englisch, Russisch und Aserbaidschanisch unterhalten muss“, erzählt der Geistliche, „aber nur so können wir häufig einen Dialog begleiten und anregen.“

Radoslav Schudich SDB ist einer von fünf Salesianern in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. In diesem ganz überwiegend islamischen Land gibt es auch eine kleine Minderheit von Christen. Die christliche Geschichte reicht sehr weit zurück. Allerdings zählte die katholische Gemeinde im Jahr 2000, als die Salesianer nach Aserbaidschan kamen, nur rund 150 Gläubige. Dennoch hatte die katholische Kirche das Land im Blick: 2002 war Papst Johannes Paul II. zu Besuch und Papst Franziskus war im Oktober 2016 zu Gast. Mittlerweile wächst die Gemeinde und am 7. Mai 2017 konnte der erste katholische Priester geweiht werden, der gebürtig aus Aserbaidschan stammt.

Die Situation in der Gemeinde beschreibt Frater Schudich als „sehr gesegnet“. Es gibt viele Ideen und Aufbrüche an unterschiedlichen Orten. Die Seelsorge sei momentan aufgeteilt in drei Gruppen: Es gibt die ausländischen Gläubigen, die meist englischsprachig sind, die russischsprachigen Gläubigen und die aserbaidschanische Gruppe. Aufgrund dieser Situation beherrschen die Priester vor Ort meist mehrere Fremdsprachen. „Das kann oft sehr anstrengend sein, wenn man sich in einem Gespräch, oder in kurzer Abfolge auf Englisch, Russisch und Aserbaidschanisch unterhalten muss“, erzählt der Geistliche, „aber nur so können wir häufig einen Dialog begleiten und anregen.“

Die erste römisch-katholische Kirche in Baku wurde im Jahr 2007 eröffnet. Es gibt mittlerweile viele katechetische Angebote für die Gläubigen, darüber hinaus sind die Priester eigentlich jeden Nachmittag in der Kirche zur Beichte oder für persönliche Glaubensgespräche eingeteilt. Die Nachfrage nach seelsorglicher Begleitung ist sehr groß, sagt Schudich. Die Salesianer betreiben zudem noch das „Maryam-Zentrum“, eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Hier wird nach der Schule eine Betreuung angeboten, darüber hinaus gibt es auch verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Ein wichtiger Bestandteil sind auch die Ferienfreizeiten, die für viele Kinder ein Höhepunkt im Jahr sind. „In den Sommerlagern können junge Menschen neue Freunde finden, sie sind viel in der Natur und es gibt viele christliche Impulse, die die Kinder auf ihrem Lebensweg bereichern sollen“, erklärt Schudich, der auch selbst regelmäßig die Jugendlichen bei den Sommerlagern begleitet.

Im Bereich der Jugendarbeit, aber auch in anderen Bereichen, sei allerdings durch die erste Priesterweihe eines Aserbaidschaners etwas Unruhe aufgekommen. „Da die Bevölkerung im Land fast nur aus Muslimen besteht, hat diese Nachricht zu Verwirrung und Spannungen geführt“, berichtet Schudich. Momentan sei man darum bemüht, ganz nach dem Willen Gottes zu leben und mit offenen Augen und Ohren auf die Anfragen und Vorwürfe aus der muslimischen Bevölkerung zu reagieren.

Als wichtige Ermutigung und Stütze hat Radoslav Schudich den Besuch von Papst Franziskus im Oktober 2016 erlebt: „Er war unglaublich nett und hat sich hier in Baku bei uns wohlgefühlt. Wir sind sehr dankbar für die Gnade und den Segen, den dieser Besuch uns gebracht hat.“ Auch die Kontakte und die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen seien sehr gut gewesen und hätten auch längerfristig positive Auswirkungen für die Arbeit in Baku.

Die finanzielle Situation der Kirche in Aserbaidschan beschreibt Frater Schudich folgendermaßen: „Die katholische Kirche ist hier wirklich eine sehr kleine Gruppe, es gibt fast keine staatliche Unterstützung und die Mittel der Gläubigen sind sehr begrenzt. Viele der Projekte und Ideen können nur mit Unterstützung der Weltkirche angegangen werden. Die Existenzhilfen sind dabei ein wichtiger Beitrag, der unsere Aktivitäten wirklich sehr erleichtert. Vielen Dank dafür!“

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Inhalt erstellt: 09.10.2017, zuletzt geändert: 12.02.2019