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Lettland

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Wunderschon und touristisch nicht überlaufen: Liepāja zeichnet sich durch lange, schöne Sandstrände aus. Manchmal findet man auch Bernstein.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Markus Nowak</small>
Wunderschon und touristisch nicht überlaufen: Liepāja zeichnet sich durch lange, schöne Sandstrände aus. Manchmal findet man auch Bernstein.
Foto: Markus Nowak
Das Schwarzhäupterhaus in Lettlands Hauptstadt Riga<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Roland Struwe, CC BY-SA 3.0</small>
Das Schwarzhäupterhaus in Lettlands Hauptstadt Riga
Foto: Roland Struwe, CC BY-SA 3.0

Religion und Kirche

Die wichtigsten Glaubensgemeinschaften in Lettland sind die evangelisch-lutherische Kirche Lettlands, die katholische Kirche und die russisch-orthodoxe Kirche. In Lettland gibt es auch eine jüdische Synagogengemeinschaft.

Protestantismus und Orthodoxie

Seit der Reformation im 16. Jahrhundert dominiert die evangelisch-lutherische Kirche, die im evangelischen Kontext als sehr konservativ gilt. Die deutsche evangelisch-lutherische Kirche ist mit fünf Gemeinden vertreten. Außerdem gibt es den Baptistenbund, die evangelisch-methodistische Kirche und eine kleine Gemeinschaft von Adventisten.

Etwa 380.000 bis 400.000 der russischsprachigen Bevölkerung gehören der Russischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) an. In Lettland gibt es daneben ca. 70 altorthodoxe (altgläubige) Gemeinden.

Das ökumenische Klima in Lettland ist sehr freundlich bzw. gilt sogar als beispielhaft, da sich die Vertreter sowohl der katholische wie auch der protestantischen und die orthodoxen Kirche aufgrund ihrer weltanschaulich ähnlichen Ansichten sehr gut verstehen.

Römisch-katholische Kirche

Insgesamt gibt es 269 Pfarreien, in denen die Katholiken von ca. 150 Priestern betreut werden. Zur Kirchenprovinz Riga gehören die drei Suffraganbistümer Liepaja, Jelgava und Rezekne-Aglona. In der Diözese Liepaja, die den Südwesten Lettlands umfasst, machen die Katholiken eine Minderheit von nur 10% aus. Auf dem Gebiet der Erzdiözese Riga sind 18% katholisch, im Süden des Landes (Diözese Jelgava) 24,4%. Nur in der Region Lettgallen im Osten des Landes sind die Katholiken wirklich tief verwurzelt. Die Regionalsprache Lettgallisch ist eng mit der Kirche verbunden. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist dort katholisch.

Russisch-orthodoxe Kirche

Die Erzeparchie Riga und Lettland besteht aus den Bischöflichen Vikariaten Daugavpils und Jelgava.

"Ferien mit Gott" - ein ganz besonderes Erlebnis, das dank der Hilfe von Renovabis für viele Kinder erst möglich wurde.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Markus Nowak</small>
"Ferien mit Gott" - ein ganz besonderes Erlebnis, das dank der Hilfe von Renovabis für viele Kinder erst möglich wurde.
Foto: Markus Nowak
Die Kinder genießen gemeinsam die unbeschwerten Stunden draußen in der Natur.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Markus Nowak</small>
Die Kinder genießen gemeinsam die unbeschwerten Stunden draußen in der Natur.
Foto: Markus Nowak

Projektförderung

In den Anfangsjahren hat Renovabis in Lettland viel Aufbauhilfe geleistet, um die katholischen Strukturen wiederherzustellen. Pastorale Bauprojekte, insbesondere Kirchbauten, werden inzwischen nur noch in Ausnahmefällen gefördert. In Lettland gibt es relativ wenige Orden, die aber oft für Innovation in der Pastoral stehen und darin unterstützt werden. In den letzten Jahren engagieren sich zunehmend Laien in sozialen oder sozial-pastoralen Bereichen wie Suchthilfe und Familienförderung. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, da die Kirche in Lettland klerikal geprägt ist. Mit den Sozialprojekten reicht die Kirche in die Gesellschaft hinein. Nach einer Starthilfe sind die Chancen auf staatliche Unterstützung gut. Im Bildungsbereich gibt es in Lettland drei katholische Schulen und eine theologische Hochschule. Auch hier geht es nach Starthilfen zum Aufbau der Infrastruktur nun vermehrt um die inhaltliche Weiterentwicklung wie zum Beispiel um die Schärfung des katholischen Profils der Schulen.

Hintergrundartikel

Lettland in der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven

Diese Artikel können Sie im Volltext lesen:

Die baltischen Staaten waren Thema von Ausgabe 1/2006 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP), die vierteljährlich von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben wird. Inhalt, Beschreibung und alle Beiträge des Heftes, Bestellung des Heftes per E-Mail an owep@renovabis.de bzw. unter +49/(0)8161/5309-71.

Publikation "Katholisch im Baltikum" herunterladen

Katholisch im Baltikum. Estland und Lettland – Wiedergeburt einer Kirche

Katholisch im Baltikum. Estland und Lettland – Wiedergeburt einer Kirche (PDF, 8 MB)

Anhand von Reportagen, Interviews und eindrucksvollen Fotos gibt die neue Publikation auf 100 Seiten einen Einblick in das Leben der katholischen Kirche in Estland und Lettland. Die gedruckte Broschüre können Sie gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei unserem Vertriebspartner, der ­­MVG, bestellen. Bestellnummer 3 529 12, Telefon: 0241 47986-200, E-Mail: renovabis@eine-welt-mvg.de

Herausgeber: Bonifatiuswerk und Renovabis im März 2012, Texte und Fotos: Markus Nowak

Ansprechpartner

  • Referentin: Dr. Angelika Schmähling, Kontakt
  • Sachbearbeitung: Mihaela Radulescu, Kontakt
Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 17.07.2019