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Slowakei

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Blick vom Gipfel des Lomnický štít - mit 2634 Metern der dritthöchste Berg der Hohen Tatra und der Slowakei.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Doris Breitsameter</small>
Blick vom Gipfel des Lomnický štít - mit 2634 Metern der dritthöchste Berg der Hohen Tatra und der Slowakei.
Foto: Doris Breitsameter
Die römisch-katholische St.Elisabeth-Kirche in Bratislava, erbaut nach den Plänen von Ödön Lechner, wird wegen der Farbe des Majolika-Mosaiks an der Fassade auch die "Blaue Kirche" genannt.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0</small>
Die römisch-katholische St.Elisabeth-Kirche in Bratislava, erbaut nach den Plänen von Ödön Lechner, wird wegen der Farbe des Majolika-Mosaiks an der Fassade auch die "Blaue Kirche" genannt.
Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0

Kirche

Römisch-katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche in der Slowakei gliedert sich in acht römisch-katholische Diözesen: Bratislava, Trnvava, Nitra, Zilina, Banska-Bystrica (zusammen in der westlichen Kirchenprovinz, mit dem Sitz in Pressburg/Bratislava) und Kosice, Spis, Roznava (zusammen in der östlichen Kirchenprovinz, mit dem Sitz in Kaschau/Košice). Ergänzend dazu besteht ein slowakisches Militärordinariat mit Sitz in Bratislava. Als kirchlicher Nationalfeiertag der Slowakei werden Sieben Schmerzen Mariens am 15. September verehrt (gesetzlicher Feiertag).

Griechisch-katholische Kirche

Die Bistümer der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei sind mit Rom unierte Kirchen des byzantinischen Ritus. Es bestehen drei Bistümer: die Erzeparchie von Presov (Gründung 1816/1818), die aus dem von 1997 bis 2008 bestehenden Apostolischen Exarchat von Košice entstandene Eparchie Kosice und die 2008 neu gegründete Eparchie von Bratislava. Die Mehrheit der Mitglieder der slowakisch griechisch-katholischen Kirche lebt in der Ostslowakei. Die Diözesen unterstehen direkt dem Heiligen Stuhl (Kongregation für die Ostkirchen).

Die römisch-katholischen und die griechisch-katholischen Bischöfe sind in einer Bischofskonferenz zusammengefasst. Ausserdem gibt es den „Rat der Hierarchen“ für die griechisch-katholischen Bischöfe.

Projektförderung

Die slowakische Kirche ist mit fast 70% Katholiken und relativer wirtschaftlicher Prosperität finanziell fast unabhängig. Das gilt eingeschränkt für die ostslowakischen Diözesen, die durchaus mit gewissen finanziellen Schwierigkeiten kämpfen. Auch die griechisch-katholische Kirche hat oftmals aufgrund ihrer wechsel- und leidvollen Geschichte gewisse Strukturdefizite.

In den letzten Jahren rückten zunehmend soziale Projekte in den Vordergrund der Förderung. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang etwa der Hospizbau in Nitra und mehrere Projekte für betreutes Wohnen in der Mittelslowakei.

Die universitäre Landschaft wird seit 2000 durch die katholische Universität in Ruzomberok bereichert, die Renovabis immer wieder unterstützen konnte. Daneben ist Renovabis seit 2005 auch verstärkt im Bildungsbereich durch die dreijährige Unterstützung eines Schulfinanzierungsprojekts für die katholischen Schulen in der Slowakei aktiv.

Weiterhin wichtig ist die Förderung des Laienapostolats, dessen Entwicklung als sehr positiv zu bewerten ist. Einen weiteren Schwerpunkt der Förderung wird auch in Zukunft die soziale und pastorale Integration der Roma-Minderheit darstellen.

Hintergrundartikel

Die Slowakei in der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven

Diese Artikel können Sie im Volltext lesen:

Die Slowakei war Thema von Ausgabe 4/2006 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP). Inhalt, Beschreibung und alle Beiträge des Heftes. Bestellung des Heftes per E-Mail an owep@renovabis.de bzw. unter +49/(0)8161/5309-71.

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Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 08.10.2019