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Römisch-Katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche in Tschechien gliedert sich in zwei Kirchenprovinzen, welche im Wesentlichen den historischen Ländern Böhmen und Mähren (mit Mährisch Schlesien) entsprechen. Diese Kirchenprovinzen sind wiederum in insgesamt acht Diözesen untergliedert. Der Sitz der tschechische Bischofskonferenz befindet sich in Prag.

Das Verhältnis Kirche-Staat ist nach wie vor gestört, da das Parlament den Vertrag zwischen dem Vatikan und der Tschechischen Regierung bislang nicht ratifiziert hat. Neuerdings ist man jedoch wieder im Gespräch über dieses Thema. Durch die EU-Gesetzgebung ist kirchliches Leben aber an und für sich geschützt. Ungeklärt ist weiterhin die Finanzierung der Kirche.

Griechisch-katholische Kirche

Weiterhin existiert seit 1996 in Prag ein Apostolisches Exarchat in der Tschechischen Republik für Katholiken der Griechisch-Katholischen Kirche. Die katholische Militärseelsorge ist einem Militärvikariat zugeordnet. Das untergegangene Bistum Leitomischl (Litomyšl) wird heute lediglich als Titularbistum verwendet.

Orthodoxe Christen

Eine Besonderheit stellt die orthodoxe Kirche der Tschechen und Slowaken dar, da diese nach der Auflösung der Tschechoslowakei bis heute eine binationale Glaubensgemeinschaft bildet. Ein wichtiger Feiertag für Christen ist der 5. Juli, der an die Ankunft der Slawenapostel Kyrill und Method in Großmähren im Jahr 862 erinnert.

Projektförderung

Die kirchliche Situation in Tschechien seit der Samtenen Revolution ist im Ganzen gesehen gut: Die Priester erhalten staatliche Löhne, die Bischöfe einen Zuschuss zum Unterhalt ihrer Behörden. Die laufenden Kosten von Schulen und caritativen Einrichtungen werden vom Staat bzw. den so­zialen Sicherungssystemen getragen. Lediglich in den westböhmischen Diözesen, die einen wesentlich geringeren Anteil an Katholiken aufweisen, ist die wirtschaftliche Lage der Kirche nicht immer ganz spannungsfrei.

Auch das relativ junge griechisch-katholische Exarchat kämpft trotz prosperierender aktiver Gemeinden und einer sehr guten Berufungssituation mit historisch bedingen Strukturdefiziten.

Neben pastoralen Projekten werden von Renovabis auch soziale Projekte, wie etwa Hospiz- und Pflegeeinrichtungen oder auch Einrichtungen zur Jugendbetreuung, mit großem Erfolg in der Anlaufphase gefördert. Die weitere Finanzierung wird dann fast ausnahmslos mit staatlichen Mitteln weitergeführt.

Essenziell wichtig ist auch der Bildungsbereich, den Renovabis auch in Tschechien im Rahmen einer Schulprogrammfinanzierung für die katholischen Schulen und verschiedener Projekte in Zusammenarbeit mit den katholischen Hochschulen unterstützt.

Darüber hinaus stellen auch die Ordensgemeinschaften sowie katholische Laienverbände wichtige Partner für Renovabis dar, deren Arbeit immer wieder an wichtigen Stellen gefördert werden kann.

Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 18.05.2017