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Rumänien

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Kirche

Römisch katholische Kirche

Die Katholiken Rumäniens gehören vorwiegend drei verschiedenen Riten an: dem lateinischen, dem byzantinischen und dem armenischen Ritus. Es bestehen sechs römisch-katholische (Bukarest, Iasi, Alba Iulia, Satu-Mare, Oradea und Timisoara) und fünf griechisch-katholische (Alba Iulia und Fagaras, Cluj-Gherla, Mara-mures, Oradea Mare und Lugoj) Diözesen. Die zahlenmäßig größte Diözese ist die römisch-katholische Erzdiözese Alba Iulia unter der Leitung von Erzbischof György Jakubinyi. Die übrigen Diözesen gehören zur Kirchenprovinz Bukarest, der Erzbischof Ioan Robu vorsteht. Die fünf griechisch-katholischen Diözesen bilden die Metropolie Alba Iulia - Fagaras unter der Leitung von Großerzbischof Lucian Mureşan. Die römisch-katholischen und die griechisch-katholischen Diözesen haben eine gemeinsame Bischofskonferenz. Die römisch-katholische Kirche bildet ihre Priester in zwei Priesterseminaren in Alba Iulia (für die vier un-garisch-sprachigen Diözesen) und Iasi (auch für die Erzdiözese Bukarest) aus.

Griechisch-katholische Kirche

Die mit Rom unierte Griechisch-katholische Kirche hat offiziell nur noch wenige Gläubige, weil der starke Druck seitens der Kommunisten ab 1945 viele zum Übertritt zur „orthodoxen Konfession“ veranlasste. Auffällig für ein lange von der Kommunistischen Partei (KP) regiertes Land ist hingegen der mit nur 0,1 bis 0,2% geringe Anteil an formalen Atheisten und Konfessionslosen. Die unierte Kirche hat noch etwa 195.000 Gläubige, darunter etwa 160.000 Rumänen.

Orthodoxe Kirche

Der Großteil der Rumänen gehört der rumänisch-orthodoxen Kirche an. Die von Patriarch Daniel geleitete rumänisch-orthodoxe Kirche gliedert sich in insgesamt 30 Eparchien, davon drei außerhalb der Staatsgrenzen. 20 Millionen Gläubige, darunter etwa 11 000 Priester und Diakone, leben in 13 630 Gemeinden. Zudem gibt es über 500 Klöster mit über 7 000 Ordensleuten. Die Partizipation der Gläubigen ist hoch, es gibt zahlreiche geistliche Berufungen.

Protestantische Kirchen

Den protestantischen Kirchen gehören ca. 1,5 Millionen Gläubige an. Seit 1990 wanderten zahlreiche seit Jahrhunderten in Rumänien lebende reformierte Sachsen und evangelische Schwaben nach Deutschland aus. Ähnlich verhält es sich mit den calvinistischen Ungarn. Andererseits siedeln sich viele neue protestantische Bewegungen im ganzen Land an, so dass die Zahl der Protestanten, die der Katholiken, welche ebenfalls durch die Auswanderung immer mehr reduziert wird, mittlerweile überholt hat.

Projektförderung

Renovabis orientierte sich bei der Förderung sozialer und pastoraler Projekte in Rumänien an der Komplexität der Situation in Rumänien mit seinen verschiedenen Ethnien und Konfessionen sowie der weiterhin großen Armut.

Der Förderschwerpunkt im pastoralen Bereich lag beispielsweise in der Finanzierung von Kirchen- und Klosterbauten, Pfarrhäusern, Autos für Pfarrer, Priesterseminaren, katholischen Fakultäten, Schulen und Kindergärten. Insgesamt wurde durch Ausbildungen, Konferenzen und Projekte ver­sucht, die Laien-, Medien- und Jugendarbeit zu unterstützen.

Bei den sozialen Projekten ging es Renovabis vor allem um die Minderung der allgemeinen Armut und der Hilfe für ausgegrenzte Gruppen. Als Projektträger dienten in diesen Fällen meist Orden, die Caritas oder auch (kirchliche) Stiftungen und Vereinigungen. In der überwiegenden Mehrzahl der Förderungen handelte es sich bei den Projekten um den Bau bzw. die Renovierung von Gebäuden für soziale Tätigkeiten. Das inhaltliche Konzept wurde meist den Partnern vor Ort überlassen. Als Zielgruppen können vor allem Kinder und Jugendliche (Straßen- bzw. Waisenkinder) genannt werden, aber auch alte Menschen, Flüchtlinge oder Roma. Querschnittsthemen waren vor allem Bildung (Kindergärten, Schulen, berufliche Ausbildung etc.), Betreuung und Beratung.

Projektbeispiele

Krankenschwester besucht pflegebedürftige Frau in Rumänien
Hauskrankenpflege

In Würde alt werden: Hauskrankenpflege in Rumänien

alte Menschen
Armut
Gesundheit
Mädchen sitzt im Rollstuhl vor einem Gartenzaun.
Eigenständig leben lernen

Unterstützung für Menschen mit Behinderung und ihre Familien

junge Menschen
Menschen mit Behinderung
Familie
Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 21.02.2017