Papiertüte mit Aufdruck „Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt“
Papiertüten stehen im Mittelpunkt der Kunstaktion „FRIEDEN LEBEN“, die Menschen einlädt, sich Gedanken über ihren eigenen Beitrag zum Frieden zu machen. Bei der Präsentation mit dabei Claudia Gawrich, Bildungsreferentin des Osteuropahilfswerks Renovabis. Sie betonte, dass „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ untrennbar miteinander verbunden sind.
Quelle: Simon Korbella
25.05.2021 – Frieden leben

„Was trage ich bei?“ – Start des Kunstprojektes für eine friedliche Welt

Mit einer Kunstinstallation auf dem Münchner Odeonsplatz ist das Projekt „FRIEDEN LEBEN“ gestartet. Bis Frühjahr 2022 sind Menschen weltweit dazu eingeladen, ihr Nachdenken über und den Einsatz für den Frieden sichtbar zu machen - dazu dienen die Papiertüten, die schließlich ausgestellt werden.

Sie bildet den Mittelpunkt der Kunstinstallation: Eine dreieinhalb Meter hohe Tüte, bedruckt mit der Frage: „Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt“. Um sie verteilt stehen 150 weitere, kleinere Papiertüten. Sie sind noch weiß und leer. Doch im Laufe des Jahres sollen sie gestaltet werden, ganz individuell, gemalt, beklebt oder mit Gedanken zum Thema „Frieden“ versehen werden.

Erwachsen ist das Kunstprojekt aus dem 2020 erstmalig gemeinsam gesetzten Jahresthema „Frieden leben“ der katholischen Hilfswerke und der Diözesen Deutschlands. Zur Auftaktveranstaltung auf dem Münchener Odeonsplatz hatten die drei katholischen Hilfswerke MISEREOR in Bayern, Renovabis und missio München, gemeinsam mit der der Domberg-Akademie der Erzdiözese München und Freising, der Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München und Freising und der Künstler Johannes Volkmann, Künstler und Gründer des Nürnberger Papiertheaters eingeladen.

„Frieden“ ist das Thema, mit dem sich nicht nur Politik und Wirtschaft auseinandersetzen sollen, sondern jeder Mensch, der eine solche bedruckte Tüte sieht oder sie in die Hand bekommt, so der Gedanke des Vorbereitungsteams. „Dass nun der Startschuss für diese weltweite Aktion gefallen ist, sei für die Veranstalter ein wichtiger Moment,“ so Tabea Janson, Projektleitung und Referentin für gesellschaftspolitische Bildung an der Domberg-Akademie Freising.

Die Projektgruppe von FRIEDEN LEBEN beim Auftakt in München/Odeonsplatz am 26. Mai 2021. Bildbeschreibung von links nach rechts:
Margot Rodriquez (MISEREOR in Bayern),
Dr. Patrizia Wackers (Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München und Freising),
Dr. Christian Mazenik (missio München),
Johannes Volkmann (Das Papiertheater Nürnberg),
Dr. Claudia Pfrang (Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung München und Freising), Barbara Schmidt (MISEREOR in Bayern), Claudia Gawrich (Renovabis), Tabea Janson (Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung München und Freising),
Monsignore Wolfgang Huber (missio München),
Tanja Scheller (missio München).
Die Projektgruppe von FRIEDEN LEBEN beim Auftakt in München/Odeonsplatz am 26. Mai 2021. Bildbeschreibung von links nach rechts: Margot Rodriquez (MISEREOR in Bayern), Dr. Patrizia Wackers (Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München und Freising), Dr. Christian Mazenik (missio München), Johannes Volkmann (Das Papiertheater Nürnberg), Dr. Claudia Pfrang (Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung München und Freising), Barbara Schmidt (MISEREOR in Bayern), Claudia Gawrich (Renovabis), Tabea Janson (Domberg-Akademie. Stiftung Erwachsenenbildung München und Freising), Monsignore Wolfgang Huber (missio München), Tanja Scheller (missio München).
Ein Jahr lang werden die bedruckten Papiertüten mit der Frage nach dem Frieden nun auf die Reise gehen. Die Hilfswerke wollen sie auch an ihre Projektpartner und Projektpartnerinnen schicken: nach Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa. Der Wunsch ist, dass sie gestaltet und mit „einer erlebten Geschichte des Friedens“ zurückgeschickt wird.
Ein Jahr lang werden die bedruckten Papiertüten mit der Frage nach dem Frieden nun auf die Reise gehen. Die Hilfswerke wollen sie auch an ihre Projektpartner und Projektpartnerinnen schicken: nach Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa. Der Wunsch ist, dass sie gestaltet und mit „einer erlebten Geschichte des Friedens“ zurückgeschickt wird.
Quelle: Simon Korbella

Wie wichtig der Frieden gerade in dieser Zeit ist, erläutert Monsignore Wolfgang Huber, der Präsident von missio: „Die Kunstaktion ‚Frieden leben‘ liegt uns von missio München und den katholischen Hilfswerken sehr am Herzen. Gemeinsam mit Projektpartnerinnen und -partnern setzen wir uns weltweit für Versöhnung und Frieden ein. In Regionen, in denen Ethnien verfeindet sind, in denen Extremisten die Menschen gegeneinander aufbringen und Christinnen und Christen um ihr Leben fürchten müssen. Wir stehen dafür, Grenzen zu überwinden und aus dem eigenen Glauben heraus den fremden Glauben zu achten: Indem wir das Gemeinsame suchen, machen wir eine Welt möglich, in der wir einander die Hand reichen. Wir hoffen, dass durch die Kunstaktion und das Beschäftigen mit der Frage ‚Was trägst Du zum Frieden bei?‘ viele Menschen dazu animiert werden, über die Bedeutung und den Wert von gelebtem Frieden nachzudenken. Denn nur dort wo Frieden herrscht, haben die Menschen die Chance auf eine lebenswerte Zukunft.“

„Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ sind untrennbar miteinander verbunden, erläutert Claudia Gawrich, Bildungsreferentin des Osteuropahilfswerks Renovabis. Gerade deshalb ist auch die diesjährige Kampagne, die Pfingstaktion, unter das Leitwort „DU erneuerst das Angesicht der Erde – Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“ gestellt. Wir erhoffen uns eine große öffentliche Resonanz, über die auch die Kirchen und die weltkirchlichen Werke als Friedensakteure neu sichtbar werden. Wir wollen Menschen, in dieser von der weltweiten Pandemie geprägten und verunsichernden Zeit ermutigen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Frieden im persönlichen und gemeinsamen Handeln gelebt und erfahren werden kann“.

„Friede ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden heißt Verantwortung übernehmen, Versöhnung wagen, für Gerechtigkeit und Vielfalt streiten“, so Barbara Schmidt, Leiterin von MISEREOR in Bayern und führt aus: „Allein 2017 gab es weltweit rund 222 gewalttätige Konflikte, 20 davon als ausgewachsene Kriege, führt sie aus. „Sie traumatisieren Menschen, säen Misstrauen, rauben Generationen von Kindern ihre Jugend und Bildungschancen."

Ein Jahr lang werden die bedruckten Papiertüten mit der Frage nach dem Frieden nun auf die Reise gehen. Die Hilfswerke wollen sie auch an ihre Projektpartner und Projektpartnerinnen schicken: nach Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa. Der Wunsch ist, dass sie gestaltet und mit „einer erlebten Geschichte des Friedens“ zurückgeschickt wird. Dafür haben die Hilfswerke 10.000 Tüten bedruckt, die kostenlos über die Homepage www.frieden-leben.de bezogen werden können.

Die Papiertüte bietet dabei Platz auf der Vorder- und Rückseite, um persönliche Gedanken aufzuschreiben und die Tüte ganz individuell zu gestalten, so der Künstler Johannes Volkmann. Durch das Weitergeben der Tüten, z.B. an Freunde oder Bekannte, kommen Menschen miteinander ins Gespräch und werden selbst zu Botschafter*innen des Friedens.

„Wir möchten uns künstlerisch dem Thema nähern: Im Zentrum unserer Aktion steht eine einfache Papiertüte. Sie eröffnet den Raum zum Nachdenken, Diskutieren und Kreativ werden, um Antworten zu finden auf die Frage, was jeder und jede für ein friedlicheres Zusammenleben beitragen kann“, so die Initiatorin dieser Kunstinstallation und Direktorin der Domberg-Akademie, Claudia Pfrang.

Die gestalteten Papiertüten oder Fotos davon, sollen Teil einer Ausstellung und Theaterperfomance zum Abschluss der Kunstinstallation im Jahr 2022 werden. So gibt es die Möglichkeit, in Schulworkshops mit den Tüten zu arbeiten oder einen Abend in der Gemeinde zu gestalten, so Patrizia Wackers, Leiterin für den Bereich globales Lernen und Entwicklung der Erzdiözese München und Freising. Sollte die Münchner Sicherheitskonferenz im Frühjahr 2022 wieder in Präsenz stattfinden, wird es ein Ökumenisches Friedensgebet, verbunden mit der Kunstinstallation, geben.

Auftakt

Das Kunstprojekt „FRIEDEN LEBEN“ ist am 26. Mai mit einer Kunstinstallation auf dem Odeonsplatz München gestartet: Dort wurde eine 3,5m große Papiertüte auf dem Odeonsplatz aufgebaut, umgeben von vielen kleinen Papiertüten, alle mit der Frage bedruckt „Was trage ich bei? Für eine friedliche Welt“. Die Tüten können nun kostenlos bestellt werden (www.frieden-leben.de) und sollen dazu anregen, sich Gedanken über die eigenen Möglichkeiten zu machen, mehr Frieden in die Welt zu bringen.

Wanderausstellung

Nach dem Auftakt auf dem Odeonsplatz in München wird die Kunstinstallation als Wanderausstellung an verschiedenen Orten in München aufgebaut. Die erste Station ist vom 30. Mai bis 31. Juli die evangelisch-lutherische Nazareth-Kirche in Bogenhausen. Dort wird ab Juni auch die Initiative „Haus der Kulturen und Religionen München“ einen vorläufigen Raum finden. Begleitend finden Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen statt. Nach dem 31. Juli wird die Kunstinstallation weiter wandern, wohin ist derzeit noch offen. Religionsgemeinschaften, öffentliche Einrichtungen oder Schulen sind ausdrücklich dazu eingeladen, die Kunstinstallation für einen bestimmten Zeitraum zu beherbergen. Dazu können Sie sich gerne Kontakt aufnehmen, unter: www.frieden-leben.de

Abschlussveranstaltung

Im Vorfeld der Münchern Sicherkeitskonferenz im Frühjahr 2022 ist auf dem Odeonsplatz im Jahr 2022 eine Kunstinstallation mit gestalteten Papiertüten aus der ganzen Welt geplant. Tausende Geschichten des Friedens werden so sichtbar.

Kontakt

Presseanfragen

Dr. Patrizia Wackers
Erzbischöfliches Ordinariat München, Abteilung Weltkirche
PWackers@eomuc.de

Projektleitung

Tabea Janson
Referentin für gesellschaftspolitische Bildung
Domberg-Akademie
tjanson@domberg-akademie.de

Inhalt erstellt: 25.05.2021, zuletzt geändert: 27.05.2021

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