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Kosovo
Landesflagge

Schule der Freundschaft

Das Projekt "Schule der Freundschaft" aus einem der ärmsten Länder Europas kann Vorbild dafür sein, wie Brücken zwischen Bevölkerungsmehrheit und Minderheiten entstehen, und wo das Ich zum Wir wird.

Ein Projekt im Kosovo

Projektpartner
Asociation "Loyolo-Gymnasium"
Bewilligungsjahr
2018
Fördersumme
250.000
Förderbereich
Soziale Aufgaben
Übersicht

Gebannt schauen die Mädchen und Jungen auf den Schlüssel, den die junge Frau vor ihnen in das Schloss einer Glastür steckt. Die Kinder können es kaum erwarten, bis die Tür aufspringt und sie endlich den Raum betreten können, in dem sie gleich zu Papier und Stiften greifen dürfen. Das Besondere: sie werden selbst von einer Schülerin unterrichtet. Die 15-Jährige Alessandra* (Name geändert) vom Loyola-Gymnasium in Prizren, bringt den Kinder aus dem Viertel „Tranzit“, lesen und schreiben bei.

„Tranzit“ ist der Name eines ehemaligen Flüchtlingslagers, benannt nach der Ausfallstraße in Richtung Albanien, an der es liegt. Es besteht auch 20 Jahre nach dem Ende des letzten Krieges im ehemaligen Jugoslawien fort. In ihm leben die Ärmsten der Armen, von der Gesellschaft ausgegrenzte, mit Vorurteilen behaftete Roma und Ashkali.

Verantwortung gemeinsam tragen

Kindergarten, ABC-Klasse und Musikgruppe: Das stellten die Schülerinnen und Schüler des Loyola- Gymnasiums vor zwei Jahren auf die Beine. Angefangen hatten sie auf einem Teppich auf einer Wiese in der Barackensiedlung, um den benachteiligten Kindern im „Tranzit“ das ABC beizubringen. Von der Wiese, wo man nicht nur gemeinsam lernte, sondern auch musizierte, zogen die Kinder in einen kleinen Raum. Immer mehr schlossen sich dem Projekt an, das auf fünf Säulen basiert: der Schule der Kleinsten, der Schüler, der Musik, des Zusammenlebens und der Verantwortung. Mittlerweile helfen mehr als 25 Schülerinnen und Schüler nachmittags im Kindergarten und abends bei der Hausaufgabenbetreuung freiwillig mit. „Mit ihnen statt für sie“ – das ist das Motto der Brückenbauer aus dem Loyola-Gymnasium.

Das Schulprojekt der Jesuiten in Prizren

Lesen, Rechnen, Schreiben, Englisch lernen und Latein: Für die Schülerinnen und Schüler des Loyola-Gymnasiums in Prizren ist dies Alltag. Es zählt zu den besten Schulen des Landes, in der Mädchen und Jungen unter der Leitung des deutschen Jesuitenpaters Axel Bödefeld für ihr Abitur lernen. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben sich dazu entschlossen, gemäß der Lebensphilosophie des Gründers des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola (1491-1556), „Menschen für andere“ zu sein.

Renovabis unterstützt den Bau des sozialpädagogischen Zentrums „Qendra edukative Loyola Tranzit“. Ziel ist es, dass alle ein festes Dach über dem Kopf bekommen. Nachdem dies lange Zeit nur unter erschwerten Bedingungen – unter freiem Himmel oder in Notbehelfen – möglich war, gibt es jetzt die Chance auf eine dauerhafte Bleibe. Bitte helfen Sie mit, Bildung für alle zu ermöglichen, und unterstützen Sie den Bau des sozialpädagogischen Zentrums „Qendra edukative Loyola Tranzit“ durch Ihre Spende.

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