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Polen

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Religion und Kirche

Katholiken ca. 87,2% (rd. 70% Praktizierende), Polnisch-Orthodoxe etwa 1,3%, Protestanten ca. 0,4%, andere (u.a. Zeugen Jehovas, die Altkatholischen Mariaviten, Pfingstler, Adventisten, Juden und Moslems – u.a. die Tataren bei Białystok) und solche, die keine spezifischen Angaben zur Religionszugehörigkeit machten, rd. 10,8%

Seit dem Zweiten Weltkrieg und der Westverschiebung Polens ist das Land fast einheitlich katholisch. Die heute polnischen Regionen Niederschlesien, Lebus (Ost-Brandenburg), Westpreußen, Hinterpommern und das südliche Ostpreußen waren vor der Vertreibung der ansässigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich evangelisch-lutherisch. Die ab 1945 aus Oberschlesien und dem Ermland ausgesiedelten deutschen Bevölkerungsteile waren demgegenüber ebenso wie die dort neuangesiedelte polnische Bevölkerung mehrheitlich katholisch.

Ein besonders hohes Ansehen in Polen besitzt Papst Johannes Paul II. (1920-2005), der vor seiner Papstwahl als Karol Wojtyła Erzbischof von Krakau war und eine bedeutende politische Rolle während des Zusammenbruchs des Ostblocks inne hatte.

Projektförderung

Die Zusammenarbeit mit Polen liegt im gegenseitigen Interesse. Da Polen unter uns Deutschen während der Weltkriege besonders zu leiden hatte, stellt die deutsch-polnische Versöhnung eine bleibende Herausforderung dar. Renovabis versucht, Interesse für die unterschiedliche geschicht­liche und kulturelle Erfahrung unserer Nachbarn zu wecken.

Förderschwerpunkte sind die katholischen Schulen und Hochschulen, sowie die Erwachsenenbildung. Letztere steht in engem Zusammenhang mit der Unterstützung der katholischen Laienverbände.

Auch nach dem EU-Beitritt Polens profitieren viele Menschen nicht von den Folgen des wirtschaft­lichen und politischen Transformationsprozesses. Gerade in strukturschwachen ländlichen Gebieten gibt es zahlreiche Langzeitarbeitslose und viele Menschen, die an Suchterkrankungen leiden. Kinder haben gerade in diesen Gebieten einen erschwerten Zugang zu Bildung.

Renovabis fördert die Kirche bei ihrem Anliegen, besonders den schwächeren Gliedern der Gesellschaft zu helfen, wie z.B. Menschen ohne Obdach, Häftlinge und Haftentlassene, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt bei der sozialen Sicherung sowie im Bereich der Aus- und Weiterbildung der Ordensfrauen.

Zwar kann Renovabis in Polen grundsätzlich keine Bauprojekte fördern, in besonderen Fällen (z.B. für die kleinen griechisch-katholischen Diaspora-Gemeinden) sind aber Ausnahmen möglich.

Durch Kontakte mit orthodoxen Diözesen versucht Renovabis zudem den ökumenischen Dialog zu fördern.

Hintergrundartikel

Polen in der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven

Diese Artikel können Sie im Volltext lesen:

Polen war Thema der Ausgaben 4/2005, 1/2011 und 3/2016 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP), die vierteljährlich von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben wird.

Inhalt und Beschreibung von Heft 3/2016 (Polen in Europa)

Inhalt, Beschreibung und alle Beiträge von Heft 1/2011 (Polen und Russland - eine schwierige Beziehung)

Inhalt, Beschreibung und alle Beiträge von Heft 4/2005 (Polen und Deutschland – Nachbarn in Europa)

Bestellung der Hefte per E-Mail an owep@renovabis.de bzw. unter +49/(0)8161/5309-71.

Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 21.02.2017