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Weißrussland

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Religion und Kirche

Die größte Konfessionsgruppe in Weißrussland ist das orthodoxe Christentum - vor allem Weißrussen, Ukrainer, Moldauer und Russen, ferner Gruppen orthodoxer Ruthenen. Römisch-katholisch sind die meisten Polen und Litauer, sowie die Weißrussen im Westen und Norden des Landes. Insgesamt umfasst die katholische Kirche etwa 7% der Bevölkerung.

Die Letten und Jerli (auch Sinti, Lowara, Manusch, Roma und Calderasch) bekennen sich vorwiegend zur evangelisch-lutherischen Kirche, ebenso eine slowakische Minderheit, deren Vorfahren nach dem Dreißigjährigen Krieg nach Weißrussland flohen. Insgesamt sind 2,6% der Menschen evangelisch-lutherisch. Die meisten Deutschen sind evangelisch-reformiert und die Selonen hauptsäch­lich Waldenser. Weißrussland war eines der Länder, in denen durch den Holocaust eine große jüdische Bevölkerungsgruppe vernichtet wurde.

Es gibt in Weißrussland vier Diözesen, die Erzdiözese Minsk-Mogilew und die Diözesen Grodno, Pinsk und Witebsk.

Die offiziellen Kirchensprachen sind Weißrussisch und Polnisch.

Projektförderung

Wie in allen Teilen der ehemaligen Sowjetunion war erst nach 1990 ein über in sehr begrenztem Umfang geduldete liturgische Vollzüge hinausgehendes kirchliches Leben mit Sozialdienst, Jugendpastoral und Mitwirkung der Laien überhaupt möglich. In den vergangenen Jahren hat Renovabis daher zunächst zahlreiche Projekte zum Aufbau der materiellen Infrastruktur in Weißrussland gefördert: Errichtung von Kirchen und Gemeindezentren, sowie Gruppenräume für Jugendarbeit und Katechese. Zudem wurden zahlreiche zurückerlangte Kirchengebäude restauriert oder wiederaufgebaut. Seit Abschluss der Synode der Diözesen Minsk, Pinsk und Witebsk gewinnen pastorale Projekte zunehmend an Bedeutung.

Renovabis fördert zudem die Tätigkeit der katholischen Medien, der Laienverbände und die Jugendarbeit. Besonders verdienstvoll ist die entbehrungsreiche Tätigkeit der Ordensschwestern, denen es u.a. zu verdanken ist, dass die Kirche die Zeit der sowjetischen Verfolgung überdauern konnte. Da es noch nicht ausreichend inländische pastorale Mitarbeiter gibt, arbeiten zahlreiche Priester und Ordensleute aus Polen in der Seelsorge mit. Durch die Wahl der belarussischen Sprache als neben Polnisch gleichberechtigter Amtssprache leistet die katholische Kirche einen wichtigen Beitrag zur Förderung der belarussischen Identität und zur Stärkung der belarussischen Sprache und Kultur.

Aufgrund der sozialen Situation gibt es zudem zahlreiche sozial-caritative Pilotprojekte, u.a. zum Schutz des ungeborenen Lebens, zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs, Projekte für Heimkinder, Menschen mit Behinderungen, Häftlinge sowie für bedürftige und ältere Menschen. Außerdem fördert Renovabis jedes Jahr geistliche Ferienaufenthalte für mehrere Tausend Kinder im atomar unverstrahlten Norden des Landes.
Renovabis unterstützt und begleitet außerdem den ökumenischen Dialog.

Projektbeispiele

Ordensschwester verteilt in einer Winterlandschaft eine Suppe an eine bedürftige Frau
Hilfe für bedürftige Menschen

Hunger, Kälte, Einsamkeit

Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 21.02.2017