Blick auf die bergige Küstenlandschaft Südalbaniens
Im Süden des Landes ist die Küstenlandschaft bergig.
Foto: Carolin Starz
27.07.2017 – Reisetipp

Drei Gründe für eine Reise nach Albanien

Sie sind noch auf der Suche nach einem Urlaubsziel? Wir empfehlen Albanien: Dort können Sie Kultur, Natur und Abenteuer verbinden.

Für Geschichts-Interessierte: Apollonia und Butrint

Die antike Stadt Apollonia liegt nahe der Stadt Fier in Mittelalbanien. Sie wurde 588 v. Chr. als griechische Kolonie gegründet. Fast tausend Jahre war Apollonia ein wichtiges städtisches Zentrum und bietet eindrucksvolle Reste einer einst florierenden Hafenstadt.
Die Griechen haben die Stadt Butrint im Süden Albaniens gegründet, aber heute entdeckt man in der antiken Ruinenstätte ebenfalls Spuren der Byzantiner, der Venezianer und der Osmanen. Denn die Lage hatte vor allem für die Seefahrer jahrhundertelang eine strategische Bedeutung. So präsentiert die Stadt heute eindrucksvolle Denkmäler und Ruinen der einzelnen Kulturkreise.

Für Bade-Freudige: Strände im Süden Albanien

Fährt man von Nord nach Süd entlang der albanischen Küstenstraße, wird man südlich von Vlora mit einem atemberaubenden Blick auf Berge und Meer belohnt. Das südliche Albanien ist touristisch am meisten erschlossen und es gibt wunderbare Strände, z.B. in Himara oder den Sandstrand in Ksamil.

Für Fans schöner Städte: Berat und Gjirokastra

Die Stadt der 1000 Fenster – so wird Berat auch genannt. Es lohnt sich, den Stadtteil Gorica auf der anderen Seite des Flusses Osum zu besuchen. Wenn man Glück hat, laden einen Hausbesitzer auf ihre Terrasse, um den Blick auf die Altstadt und die Festung auf dem Berg zu genießen. Man kann sich durchaus verständigen, mit Händen und Füßen, oft auch auf italienisch, englisch oder deutsch. Gjirokastra, „die Stadt der 1000 Stufen“, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe und eine der Museumsstädte Albaniens.

Verkehr in Albanien

Einige Straßen und Wege sind durchaus abenteuerlich und ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist empfehlenswert. Der Zustand vieler Straßen in Albanien ist verbesserungswürdig - daran wird auch gearbeitet. Kleinere Straßen sind oft nur mit Geländewagen passierbar. Baustellen sind oft unzureichend gesichert bzw. schlecht oder gar nicht beschildert. Am Rande der Autobahn werden mancherorts Hühner oder Hasen verkauft - es kann dann auch vorkommen, dass der Fahrer vor einem plötzlich hält. Ein Highlight ist auch eine Brücke bei Vlora: hier fahren die Autos und LKWs in Schrittgeschwindigkeit - sie wackelt spürbar...

Ein Projekt in den Bergen Albaniens

Renovabis fördert in Albanien ein Modellprojekt für die Entwicklung der unwirtlichen Bergregion der Diözese Sape im Norden des Landes. Hier hat sich der Staat aus seiner Aufgabe zurückgezogen. Die Kirche ist eine der wenigen Institutionen, die für die Menschen da ist und die Armut bekämpft – mit finanzieller und fachlicher Unterstützung. Experten vermitteln den Bauern das nötige Know-How, um sich auf den Anbau bestimmter Produkten zu spezialisieren, mit denen auch auf kleinen Flächen ausreichendes Einkommen erzielt werden kann. Dazu gehören zum Beispiel Honig, Obst oder Wein. Wo dies nicht möglich ist, rücken Erwerbszweige in den Mittelpunkt, die keine Flächen im Eigenbesitz benötigen, wie etwa die Haltung von Ziegen, Schafen oder Schweinen auf gemeinschaftlichen Flächen. Beeren, Kräuter und Pilze sind ebenfalls Produkte, die vor Ort vermarktet werden können. Auch dabei werden die Menschen unterstützt.

Überall im Land sieht man noch Bunker, die Enver Hoxha zwischen 1972 und 1984 zum Schutz der Bevölkerung des Landes errichten ließ.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Carolin Starz</small>
Überall im Land sieht man noch Bunker, die Enver Hoxha zwischen 1972 und 1984 zum Schutz der Bevölkerung des Landes errichten ließ.
Foto: Carolin Starz
Die Burg und das historische Zentrum Gjirokastras zählen zum UNESCO-Welterbe.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Carolin Starz</small>
Die Burg und das historische Zentrum Gjirokastras zählen zum UNESCO-Welterbe.
Foto: Carolin Starz
Andere Länder, andere Fahrgewohnheiten.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Carolin Starz</small>
Andere Länder, andere Fahrgewohnheiten.
Foto: Carolin Starz

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Pater Andreas Waltermann OFMCap

Pater Andreas Waltermann ist Kapuziner und als Pfarrer in den nordöstlichen Bergregionen des Bistums Sape in Albanien tätig. Er begeistert Menschen wieder für den Glauben.
Inhalt erstellt: 27.07.2017, zuletzt geändert: 12.02.2019