Länderübersicht
Landesflagge
Länderinfo

Albanien

Übersicht

Basisinfo

Impressionen

Religion und Kirche

Ca. 10% der Bevölkerung Albaniens gehören der römisch-katholischen Kirche an. Die Katholiken leben überwiegend im Norden und Nordwesten des Landes. Bereits im 4. Jahrhundert hatte sich das Christentums im Gebiet des heutigen Albanien ausgebreitet. Die römisch-katholische Kirche besteht aus zwei Kirchenprovinzen mit sechs eigenständigen Jurisdiktionsbezirken.

Metropolie Shkodrë

  • Erzbistum Shkodrë (incl. Bistum Pult), Erzbischof Angelo Massafra ofm
  • Bistum Sape
  • Bistum Lezhe

Metropolie Tirana-Durrës

  • Erzbistum Tirana-Durrës, Erzbischof-Metropolit Rrok Mirdita
  • Bistum Rreshen
  • Apostolische Administratur Südalbanien

Seit 2007 gibt es ein Abkommen zwischen Kirche und Staat; allerdings kam es bis heute nicht zu einer erforderlichen Präzisierung der darin enthaltenen Absichtserklärungen, so dass Regelungen insbesondere hinsichtlich finanzieller Engagements des Staates bei kirchlichen Initiativen im Sozial- und Bildungsbereich immer noch offen sind. Aufgrund des Verbots religiöser Betätigung (bis 1990 unter Strafe gestellt) herrschte in Albanien im kirchlichen Bereich materieller und insbesondere personeller Nachholbedarf.

Die Mehrzahl der in Albanien tätigen Welt- und Ordenspriester stammt aus dem Ausland; die erst nach der Fertigstellung des Interdiözesanen Priesterseminars geweihten jungen, albanischen Priester decken den Bedarf der Kirche bei Weitem nicht. Ein Großteil der seelsorgerischen, besonders aber der sozialen Arbeit wird von Ordensschwestern geleistet. Über deren genaue Anzahl liegen jedoch keine Angaben vor. Innerhalb des Klerus lässt sich eine bisweilen starke Fraktionierung in Albaner, Ausländer (v.a. Italiener) und Kosovaren feststellen.

Projektförderung

Neben Projekten zur Stärkung der pastoralen Situation ist der Bildungsbereich – sowohl formal als auch berufsbildend und außerschulisch – ebenso ein Kernbereich der Projektförderung von Renovabis und machte einen wesentlichen Teil der jährlichen Förderbeträge aus. Renovabis engagiert sich zunehmend im Sozialbereich, da die staatlichen Strukturen immer noch nicht in der Lage sind, die ihnen zufallenden Aufgaben anzunehmen. Die Kirche tritt hier als wesentlicher Träger sozialer Arbeit für alle Bevölkerungsgruppen auf; der dazu erforderliche Finanzierungaufwand muss nahezu gänzlich durch Finanzierung aus dem Ausland, d.h. auch durch Renovabis, aufgebracht werden.

Projektbeispiele

Albanerin hält zwei Ferkel im Arm
Ländliche Entwicklung

Zukunft schenken - Regionalentwicklung in Albanien

Entwicklung braucht Bildung: 20 Jahre Projektförderung durch Renovabis und die KZE in Mittel- und Osteuropa

Diese Broschüre stellt u.a. zwei Projekte aus Albanien vor, die aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wurden:

  • Preca College (S. 15-16)
  • Berufsbildungszentrum Annibale di Francia, S. 20-21)
Entwicklung braucht Bildung: 20 Jahre Projektförderung durch Renovabis und die KZE in Mittel- und Osteuropa

Entwicklung braucht Bildung: 20 Jahre Projektförderung durch Renovabis und die KZE in Mittel- und Osteuropa(PDF, 5 MB)

Im Jahr 1962 vereinbarten das damalige Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland eine Kooperation in der Entwicklungszusammenarbeit. Seitdem erhalten beide Kirchen öffentliche Gelder des BMZ. Für die Verwaltung und Weitergabe der zur Verfügung gestellten Bundesmittel wurde auf katholischer Seite die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE) gegründet. Renovabis erhält seit 1993 öffentliche Mittel über die KZE. Beispiele der Projektförderung der vergangenen 20 Jahre finden sich in der Dokumentation.

Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 22.02.2017