Zahlen und Daten:Länderinfo Albanien

Informationen zu Albanien: Basisdaten, Fotos, kirchliche Strukturen, Projektförderung durch Renovabis, Artikel, weiterführende Webseiten und mehr.

Stand Februar 2016

Überblickskarte Albanien

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Basisdaten

Allgemein

Offizieller Name: Republik Albanien (Albanisch: Republika e Shqipërisë), Fläche: 28.748 qkm, Einwohner:3,659,616 Einwohner Hauptstadt: Tirana (624.642 Einwohner, ca. 1 Mio. einschließlich Vororte), weitere Städte: Durrës, Elbasan, Vlora, Shkodrë, Korça (beginnend mit der höchsten Einwohnerzahl), Volksgruppen: rd. 95% Albaner, rd. 3% Griechen, rd. 2% andere (u.a. Serben, Roma, Mazedonier, Bulgaren), Religionszugehörigkeit: muslimisch: 70%, orthodox: 20%, katholisch: 10%, Sprachen: Albanisch, Griechisch (im Süden), Vlach, Romani, slawische Dialekte

Politik und Wirtschaft

Regierungsform: Parlamentarische Republik, Staatsoberhaupt: Staatspräsident Bujar Nishani, Regierungschef: Edi Rama (SP) seit 16.09.2013 Bruttoinlandsprodukt (BIP): 9,1 Milliarden Euro (albanisches Finanzministerium, Stand Juni 2013), Besonderheiten: Albanien wurde 1988 von dem zur OECD gehörenden DAC (Development Assistance Committee) als Entwicklungsland anerkannt.

Fotos aus Albanien

Diese Bilder sind auf Reportage- oder Projektreisen entstanden oder wurden uns von Projektpartnern und Freiwilligen zugeschickt. Besuchen Sie auch unser Bildarchiv, hier können Sie Fotos nach Themen und Ländern durchsuchen.

Religion und kirchliche Strukturen

Islam

70% der Albaner bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl der Muslime in Albanien zählt zu der synkretistischen Gruppe der Bektashiden, die in Albanien ihre größte Konzentration haben (s. dazu auch http://www.beyond-the-pale.co.uk/albanian4.htm und http://www.hermetics.org/bektashi.html. Die arabischen Ölstaaten sowie Malaysia und Indonesien unternahmen zum Teil massive Versuche, ihren Islam auf Albanien zu übertragen – insbesondere die Wahabiten aus Saudi Arabien. Unterstützt werden diese Versuche durch Investitionen in Moscheen und auch in Sozialprogramme, die jedoch seitens der Bevölkerung auf große Skepsis treffen.

Orthodoxe Kirche

Mit einem Anteil von ca. 20% an der Bevölkerung ist die orthodoxe Kirche die zweitstärkste Glaubensgemeinschaft. Oberhaupt ist Erzbischof Anastasios Iannolaitis. Mehr zur orthodoxen Kirche in Albanien: http://www.pro-oriente.at/?site=ok20041123201000.

Protestantische Denominationen

Zahlreiche protestantische Gruppierungen, besonders Pfingstkirchen aus dem anglo-amerikanischen Bereich, sind in Albanien aktiv und verzeichnen insbesondere im Süden relativ hohen Zulauf.

Römisch-katholische Kirche

Seit 2007 gibt es ein Abkommen zwischen Kirche und Staat; allerdings kam es bis heute nicht zu einer erforderlichen Präzisierung der darin enthaltenen Absichtserklärungen, sodass Regelungen insbesondere hinsichtlich finanzieller Engagements des Staates bei kirchlichen Initiativen im Sozial- und Bildungsbereich immer noch offen sind.

Metropolie Shkodrë

  • Erzbistum Shkodrë (incl. Bistum Pult), Erzbischof Angelo Massafra ofm
  • Bistum Sape, Bischof Lukijan Augustini
  • Bistum Lezhe, Bischof Ottavio Vitale crj

Metropolie Tirana-Durrës

  • Erzbistum Tirana-Durrës, Erzbischof-Metropolit Rrok Mirdita
  • Bistum Rreshen, Bischof Cristoforo Palmieri cm
  • Apostolische Administratur Südalbanien, Bischof Hil Kabashi ofm

Welt- und Ordenspriester

Die Mehrzahl der in Albanien tätigen Welt- und Ordenspriester stammt aus dem Ausland; die erst nach der Fertigstellung des Interdiözesanen Priesterseminars geweihten jungen, albanischen Priester decken den Bedarf der Kirche bei Weitem nicht. Ein Großteil der seelsorgerischen, besonders aber der sozialen Arbeit wird von Ordensschwestern geleistet. Über deren genaue Anzahl liegen jedoch keine Angaben vor. Innerhalb des Klerus lässt sich eine bisweilen starke Fraktionierung in Albaner, Ausländer (v.a. Italiener) und Kosovaren feststellen.

Projektförderung durch Renovabis

Aufgrund des Verbots religiöser Betätigung (bis 1990 unter Strafe gestellt) herrschte in Albanien materieller und insbesondere personeller Nachholbedarf. Dies konnte in den Jahren 1991 bis dato weitestgehend durch ausländische Hilfe nachgeholt werden. Renovabis war dabei seit 1993 in nicht unerheblichem Ausmaß beteiligt. Zu nennen ist hierbei die Co-Finanzierung für das Priesterseminar in Shkodrë, die Erzdiözesankurie in Tirana und verschiedene Zuschüsse für Ordinariate in den meisten Bistümern. Zudem wurde ein von der italienischen Bischofskonferenz initiiertes Programm zum Bau von Sozialpastoralen Zentren aufgegriffen und entweder durch Abschlussfinanzierungen vollendet oder durch weitere gleichartige Projekte ergänzt.

Der Bildungsbereich – sowohl formal als auch berufsbildend und außerschulisch – ist ebenso ein Kernbereich der Projektförderung von Renovabis und machte einen wesentlichen Teil der jährlichen Förderbeträge aus.

Renovabis engagiert sich zunehmend im Sozialbereich, da die staatlichen Strukturen immer noch nicht in der Lage sind, die ihnen zufallenden Aufgaben anzunehmen. Die Kirche tritt hier als wesentlicher Träger sozialer Arbeit für alle Bevölkerungsgruppen auf; der dazu erforderliche Finanzierungaufwand muss nahezu gänzlich durch Finanzierung aus dem Ausland , d.h. auch durch Renovabis, aufgebracht werden.

Projektbeispiele aus Albanien

Nachrichten, Artikel und Reportagen zu Albanien

Albanien in der Zeitschrift OWEP

Albanien ist Thema von Ausgabe 4/2010 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP). Die Zeitschrift wird vierteljährlich von Renovabis und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken herausgegeben.

Weiterführende Informationen im Internet

Fachartikel / Aufsätze

Artikel aus der Renovabis-Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven:

Ausführlichere Informationen zur Katholischen und Orthodoxen Kirche in Albanien:

Sonstiges

Nützliche Links zu verschiedenen Themen finden Sie auch im Renovabis-Linkverzeichnis

Inhalt erstellt: 22. Januar 2009, zuletzt geändert: 17. Mai 2016