Christoph Fuhrbach startet erneut beim "Transcontinental Race 2018" - auch mit Logo von Renovabis auf dem Trikot.
Christoph Fuhrbach startet erneut beim "Transcontinental Race 2018" - auch mit Logo von Renovabis auf dem Trikot.
Foto: Collage, Karte Google Maps, Foto privat
23.07.2018 – Transcontinental Race 2018

„Top 10“ als Ziel

Knapp 4000 Kilometer, von Belgien nach Griechenland: Am 29. Juli startet Christoph Fuhrbach erneut beim längsten Radrennen Europas mit Renovabis-Logo, um für die Einheit Europas und für den Klimaschutz zu werben.

Radrennen quer durch Europa: Christoph Fuhrbach fährt für Renovabis

Solidarisches Handeln und sportlichen Ehrgeiz kann man durchaus miteinander verbinden. Wie, das zeigt Christoph Fuhrbach mit seiner Teilnahme am Ultradistanzrennen, dem Transcontinental Race quer durch Europa. 2018 nimmt er zum zweiten Mal an diesem rund 3700 Kilometer langen Rennen teil, das von Belgien bis Griechenland führt. Christoph Fuhrbach trägt auf dem Trikot die Logos von Renovabis, der Klimakollekte, dem Bistum Speyerund des Ökumenischen Prozess 'Umkehr zum Leben und wirbt damit für Dialog, Solidarität und Nachhaltigkeit. Als Weltkirche-Referent des Bistums Speyer ist er Renovabis seit Jahren eng verbunden.

Christoph Fuhrbach über das Rennen:

Die Idee, mit dem Rad einmal quer durch unseren wunderbaren Kontinent zu fahren, ist so genial, dass sie erfunden werden müsste, wenn es sie noch nicht gäbe. Wir kommen durch ca. 14 Länder - in wenigen Tagen. Mit eigener Muskelkraft - sauberer Energie. Wir erleben unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Menschen. Wir treffen überall sehr viele hilfsbereite Menschen. Wir erleben, was uns alles verbindet. Wir bekommen in ganz kurzer Zeit ein Gefühl für Europa. Lernen Europa dadurch häufig noch mehr schätzen - und lieben. Dazu gehört, dass wir unser Europa noch weiter entwickeln möchten, hin zu einem Kontinent, der aus seinen zahlreichen (häufig auch sehr schwierigen) Erfahrungen lernt, seine Erfahrungen in den Dialog mit anderen Weltregionen einbringen möchte, um unsere EINE Welt immer friedlicher, gerechter, liebevoller und nachhaltiger zu gestalten, auf dass Leben noch lange überall auf unserem wunderbaren Planeten lebenswert bleibt oder auch wieder lebenswert wird.

Christoph Fuhrbach hat die Teilnahme am TCR genutzt, um zu Spenden für Renovabis aufzurufen

„Durch Renovabis habe ich die Lebensrealitäten in Osteuropa deutlich besser kennen gelernt. Aus ehemals „grauen“ Staaten, über die ich nicht sehr viel und zum Teil auch nur Halbwahrheiten aus westlichen Medien wusste, sind für mich bunte Länder mit wunderbaren Landschaften, interessanten und vielfältigen Kulturen und nicht zuletzt tollen Menschen entstanden. Ich durfte Menschen und deren oft spannende Lebensgeschichten kennen lernen. Ihr bewundernswertes Engagement für ein gerechtes und besseres Lebens besonders für bislang Benachteiligte bewegen mich stark. Zudem habe ich Projektarbeit von Renovabis kennen und schätzen gelernt, zumal dieses Engagement oft in einem sehr schwierigen Kontext von staatlicher Gängelung oder zumindest staatlicher Lethargie stattfindet. Ich bin tief beeindruckt, wie die Projekte an den oft schwierigen Rahmenbedingungen im Leben der Menschen ansetzen und versuchen, zumindest exemplarisch Lebensbedingungen von (meist besonders benachteiligten) Menschen entscheidend zu verbessern.
Gerade in der aktuellen Situation ist es entscheidend für das weitere Zusammenwachsen von Europa, dass die Gräben zwischen Ost und West nicht tiefer werden. Dafür ist Dialog notwendig, ein sich gegenseitiges Verstehen. Renovabis fördert dies stark.“

So hilft Renovabis: Projektbeispiele

Pferd mit Anhänger zur Müllsammlung
Projektbeispiel
Förderung der Gemeinwesenarbeit
Müllabfuhr? Selbstorganisiert! Die Schwestern vom Orden der Spirituellen Weggemeinschaft arbeiten mit marginalisierten Menschen in einer illegalen Siedlung bei Shkodra an einer Verbesserung der Infrastrukur, der Gesundheitsversorgung und Bildung.
Arbeit mit Jugendlichen
Stärkung von Kinder- und Jugendarbeit in Albanien
Armut, Korruption, Arbeitslosigkeit, ein geringer Verdienst und vergleichsweise hohe Lebenskosten beschäftigen die Menschen in Albanien. Die Kinder- und Jugendarbeit ist ein wesentlicher Teil der Seelsorge in den Gemeinden vor Ort. Unterstützung ist dabei dringend notwendig.
Perspektiven schaffen
Ausbildung und Job-Perspektiven im heimischen Handwerk
Die schwierige wirtschaftliche Situation in vielen Ländern Osteuropas macht Jugendlichen den Berufseinstieg schwer. Renovabis hilft mit der Unterstützung von Ausbildungsprojekten.

Hintergrundinfos zum Transcontinental Race

Start und Ziel

Start ist am 29. Juli 2018 um 22.00 Uhr in Geraardsbergen in Belgien, gestoppt wird die Zeit erst am Ziel, dem Ort Meteora in Griechenland.

Karte: ungefährer Verlauf der Route beim "Transcontinental Race 2018".<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Collage Google Maps</small>
Karte: ungefährer Verlauf der Route beim "Transcontinental Race 2018".
Foto: Collage Google Maps

Was zeichnet das Transcontinental Race aus?

Das Transcontinental Race ist "self-supported", d.h. die Fahrerinnen und Fahrer sind ohne Unterstützung von außen unterwegs. Sie planen ihre Route selbst, ebenso wie die Verpflegung und die Unterkunft. Die Fahrer müssen folgende Kontrollpunkte auf der Strecke anfahren:

  • die Bielerhöhe in Österreich,
  • der Mangartpass in Slowenien,
  • der Spindlerpass (Przełęcz Karkonoska) in Polen
  • und die Bjelašnica, ein Gebirgszug in Bosnien und Herzegowina

Ausstattung und Vorbereitung

Christoph Fuhrbach schreibt: „Ich bin sehr motiviert. Habe gut trainiert, seit 1.1.2018 knapp über 16.000 km mit rund 240.000 Höhenmeter, und bin weite Teile der Strecke abgefahren. Ich komme mit der Navigation deutlich besser zurecht als im letzten Jahr und meine nun viel genauer zu wissen, welche Anforderungen ein solches Ultraradrennen stellt. Mein sportliches Ziel bleibt gleich bzw. ich hebe es noch leicht an: ich wäre gerne nach 9 Tagen, 23 Stunden und 59 min. im Ziel... - nebenbei wäre ich damit sicher in den Top 10, vielleicht auch in den Top 5.
Am liebsten wäre ich in diesem Jahr mit einem Bambusrad (Rahmen und Gabel aus Bambus) gefahren. Hatte auch eine passende Firma, Drehmoment-bikes, aus der Schweiz gefunden - und war sehr angetan von deren Engagement auch in sozialen und ökologischen Fragen. Ihre Räder sind aber mehr für den Alltag hergestellt, daher wäre ein Bambusrahmen ein zu großer Kompromiss gewesen, des höheren Gewichts wegen, aber auch weil die Übersetzung etwas eingeschränkt gewesen wäre. So habe ich mich schweren Herzens entschieden, doch ein herkömmliches Rennrad zu fahren. Ein guter Bekannter hat mir eines seiner Rennräder nun für diesen Sommer geliehen: es ist ein leichtes Carbonrad (Focus), das selbst mit Aerolenker, Beleuchtung und Nabendynamo nur 8,6kg wiegt. Mit (gefüllten) Gepäcktaschen und Trinkflaschen werde ich dann vielleicht auf ca. 14 kg kommen.
Ich werde mit zwei Kettenblättern (46-30) und einem Standard-Ritzelpaket (11-25) fahren. Noch fahre ich Felgenbremsen, werde aber bei nächster Gelegenheit gerne auf Scheibenbremsen umsteigen. Das Fahren auf dem Aerolenker ist für mich neu. Aber auf flachen oder leicht abschüssigen Terrain finde ich es sehr angenehm und möchte es nicht mehr missen. Das Radsportgeschäft Stiller in Speyer hat mich sehr bei der Abstimmung des Rades auf die Anforderungen eines Ultralangstreckenradrennens unterstützt.“

Wo steckt Christoph Fuhrbach?

Wer mitfährt, wird mit einem GPS-Tracker ausgestattet, so dass seine/ihre Position während des Rennens verfolgt werden kann. Über die Seiten Trackleaders und Free Route kann man die Position der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer live verfolgen. Christoph Fuhrbach hat die Startnummer 146.

Durch welche Renovabis-Länder geht das Rennen?

Slowenien, Tschechien, Polen, Ungarn, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien. Ein Klick auf die Länder führt zu unseren Länderinformationen.

Das Transcontinental Race im Internet

Webseite, Facebook, Instagram, Youtube

Die Hashtags '#tcrno6' und '#tcrno6cap146' (Zahl=Startnummer des Fahrer/der Fahrerin) helfen, Updates zum Transcontinental Race in den Social Media zu finden.

Berichte zur Teilnahme von Christoph Fuhrbach am Transcontinental Race 2017

Transcontinental Race 2017

Christoph Fuhrbach fährt im Renovabis-Trikot

3.844 Kilometer, von Belgien nach Griechenland - Christoph Fuhrbach fährt das längste Radrennen Europas im Renovabis-Trikot und kommt dabei durch Projektländer wie die Slowakei, Rumänien und Mazedonien.
Ziel erreicht

Herzlichen Glückwunsch!

Christoph Fuhrbach ist angekommen: am 10. August erreichte er Meteora in Griechenland. Die knapp 4000 km lange Strecke legte er im Renovabis-Trikot zurück, um für ein solidarisches Europa zu werben.
Inhalt erstellt: 23.07.2018, zuletzt geändert: 19.10.2018