Projektbeispiele
Gruppenbild mit Männer und Frauen, die eine Katechetenausbildung absolvieren
Bunt gemischt ist die Gruppe aus ehrenamtlich arbeitenden Katecheten, die ihren Glauben weitergeben wollen.
Foto: Renovabis-Projektpartner
Länderinfo
Russland
Landesflagge

Katechetenausbildung in Russland

Diaspora-Gemeinden in Russland brauchen gute Katecheten: Als „Wegbereiter des Glaubens“ wirken sie segensreich in ihren Pfarrgemeinden.

Ein Projekt in Russland

Projektpartner
P. Nikolaj Dubinin OFMConv, Leiter der katechetisch-liturgischen Kommission der Erzdiözese Mutter Gottes in Moskau
Bewilligungsjahr
2018
Fördersumme
75.000
Förderbereich
Kirchlich-pastorale Aufgaben
Übersicht

Ausgangslage

Römisch-katholische Christen sind in Russland eine kleine Minderheit, nur zwei Millionen Menschen von circa 142 Millionen Russinnen und Russen sind katholisch getauft. Diese extreme Diasporasituation bringt viele Herausforderungen mit sich. So haben nicht alle Pfarreien eine Kirche oder Kapelle; Gottesdienste müssen häufig in Privatwohnungen gefeiert werden. Es gibt nur wenige Priester und Ordensleute, die in der Regel weit entfernt voneinander tätig sind. Katholischen Religionsunterricht in der Schule gibt es in Russland nicht.
Umso mehr hängt das Gemeindeleben und die Weitergabe des Glaubens stark vom Engagement ehrenamtlicher Katecheten ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Katechetenkursen lernen, wie sie ihren Glauben weitergeben können.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Renovabis-Projektpartner</small>
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Katechetenkursen lernen, wie sie ihren Glauben weitergeben können.
Foto: Renovabis-Projektpartner
Wie kann ich meinen Glauben in die Gemeinde tragen? Damit setzen sich die angehenden Katecheten auseinander.<br><small class='stackrow__imagesource'>Foto: Renovabis-Projektpartner</small>
Wie kann ich meinen Glauben in die Gemeinde tragen? Damit setzen sich die angehenden Katecheten auseinander.
Foto: Renovabis-Projektpartner

Projektbeschreibung

Die katechetisch-liturgische Kommission der Erzdiözese hat sich das Ziel gesetzt, die Ausbildung der Katecheten zu professionalisieren. Dazu wurden die katechetischen Strukturen und Aktivitäten der Erzdiözese durch Renovabis überprüft.
Bislang gab es in Moskau und St. Petersburg Kurse für Katecheten. Dabei wurde festgestellt, dass die Präsenzkurse an Wochenenden für die Teilnehmer sehr aufwändig waren. Bei weit entfernten Regionen wie Kaliningrad oder dem Ural war die Teilnahme für Berufstätige kaum leistbar. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass sich gerade in Moskau Bibelschule und Katechetenschule mischten. Im Lauf der Zeit überwogen Teilnehmer mit allgemeinem Interesse an Glaubensfragen, während die Zahl der Absolventen abnahm.

Nach einer erfolgreichen Testphase in St. Petersburg hat sich die katechetische Kommission entschieden, den Katechetenkurs als Fernlernkurs anzubieten. Der dreijährige Kurs umfasst sechs Stunden wöchentlich und wird über das Internet abgerufen. Zudem finden drei Veranstaltungen statt, an denen alle angehenden Katechetinnen und Katechteten gemeinsam teilnehmen: am Einführungskurs zu Beginn des Studienjahres, an den Exerzitien in der Fastenzeit und schließlich an den Abschlussprüfungen.

Unter den Seminarteilnehmern sind auch Natalja und Andrej. Sie sind verheiratet und wollen ihren Glauben weitergeben und anderen Paaren von Gott und seiner Kraft erzählen:

In Krisenzeiten unserer Ehe hat der Glaube in uns das Feuer der Liebe neu entfacht.
Die Ausbildung zu Katecheten ist für uns persönlich sehr wertvoll. Ich kann es kaum erwarten, andere in Krisen zu begleiten oder auch junge Paare auf die Ehe vorzubereiten, sagt Natalja.

Projektwirkung

Da nicht alle Gemeinden einen eigenen Priester haben und die in Russland lebenden Priester und Ordensleute zahlreiche Aufgaben übernehmen müssen, ist das Laienengagement von großer Bedeutung für die Verbreitung der Glaubensgrundlagen und die Aufrechterhaltung des Gemeindelebens.
Viele Menschen in Russland brauchen dringend seelsorgliche Unterstützung. Dafür setzen sich die ehrenamtlichen Katecheten unermüdlich ein. Nach ihrer Ausbildung sind sie persönlich im Glauben gewachsen und können ihn mit anderen teilen – so wie Schwester Hyazintha. Die Ordensfrau lebt das Wort Gottes auch, indem sie sich um sozial benachteiligte Menschen kümmert. Außerdem gibt es in ihrer Gemeinde nun vier Katechesegruppen:

  • eine für Kinder,
  • eine zur Kommunionvorbereitung,
  • eine für Erwachsene und
  • eine Gruppe für die, die katholisch werden wollen.

Wichtig ist, dass die Laienkatecheten gut ausgebildet und in ihrer Tätigkeit begleitet werden. Dies ist die Hauptaufgabe der Pastoralzentren in Moskau und St. Petersburg.

Franziskanerpater Nikolay Dubinin, Leiter der katechetisch-liturgischen Kommission der Erzdiözese Mutter Gottes in Moskau bittet um Unterstützung:

Bitte helfen Sie uns, damit der Glaube bei den Menschen in Russland eine Flamme entfacht. Wir brauchen dringend Ihre finanzielle Hilfe, um Ehrenamtliche zu Katechetinnen und Katecheten auszubilden. Nur so können sie in unseren Pfarrgemeinden im ganzen Land segensreich wirken. Jede Spende trägt dazu bei, dass wir unseren Glauben leben und weitertragen können. Vielen Dank.

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