Projektbeispiele
Mädchen sitzt im Rollstuhl vor einem Gartenzaun.
Iulia und ihre Familie freuen sich über die Unterstützung durch das Therapiezentrum.
Foto: Caritas Satu Mare
Länderinfo
Rumänien
Landesflagge

Unterstützung für Menschen mit Behinderung und ihre Familien

Im Haus Perla im rumänischen Satu Mare werden junge Menschen mit Behinderung gefördert. Eine wichtige Aufgabe, denn noch heute gibt es in Rumänien kaum staatliche Unterstützung für sie und ihre Familien.

Ein Projekt in Norden Rumäniens

Projektpartner
Caritas Satu Mare
Bewilligungsjahr
2017
Fördersumme
102.600 Euro
Förderbereich
Soziale Aufgaben
Übersicht

Ausgrenzung und Isolation überwinden

In Rumänien sind Familien mit behinderten Familienmitgliedern in der Regel auf sich allein gestellt. Isolation und Ausgrenzung bestimmen ihr Leben. Eine geeignete Schulbildung mit Fördermöglichkeiten sowie Therapie- und Betreuungseinrichtungen fehlen fast völlig. Auch die staatliche Unterstützung hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Belastend ist zudem die schlechte Infrastruktur für behinderte Menschen: öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel sind oft nicht zugänglich.

Ozana kämpfte jeden Tag mit solchen Hürden. Ihre Tochter Iulia sitzt im Rollstuhl. Sie leidet unter einer Lähmung aller vier Gliedmaßen. Um ihre Tochter zu betreuen, musste Ozana ihre Arbeit aufgeben. Von staatlicher Seite gab es keine Unterstützung. Auch ein Schulbesuch wurde nur möglich, weil Ozana lange nach einer Lehrerin gesucht hat, die Iulia aufnahm – obwohl die Schuldirektorin dagegen war.

Entlastung und Förderung

Die Caritas Satu Mare hat mit dem Haus Perla ein angesehenes Therapie- und Rehazentrum aufgebaut. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 45 Jahren lernen, möglichst selbstständig durchs Leben zu kommen.

Zentrale Punkte sind das Erlernen von Alltagsfertigkeiten und die individuelle Förderung: Manche lernen kochen, andere arbeiten lieber im Garten oder nehmen an Ausbildungsprogrammen teil. Das Angebot ist vielfältig und reicht von einer Ferienwoche bis hin zu langjähriger Begleitung. Bei Bedarf erhalten die Familien auch rechtliche Beratung oder Lebensmittelpaketen.

Iulia und ihre Mutter Ozana tut die Unterstützung richtig gut: Iulia hat durch die Ferienaufenthalte im Haus Perla Freunde gefunden und fühlt sich angenommen. Ozana ist erleichtert, dass ihre Tochter glücklich ist und individuell betreut wird.

Dario hat es geschafft

Für Dario ist das Haus Perla längst ein Zuhause geworden. Von Geburt an leidet der junge Mann, der unter sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist, unter schweren Gehörschäden. Da seine Mutter selbst schwer krank war, konnte sie ihn nicht fördern. Obwohl er die siebte Klasse in der Sonderschule Satu Mare beendet hat, kann er nicht schreiben. Durch die Unterstützung der Mitarbeiter des Haus Perla hat er es geschafft, eine Sozialwohnung und eine Arbeit im Garten einer Firma zu finden.

Jede Spende hilft dabei, dass die Menschen mit Behinderung im Haus Perla unterstützt werden und lernen, möglichst selbstständig zu leben.

Projektbewertung

Das Haus Perla ist in ihrer Ausrichtung für die Menschen mit Behinderungen einzigartig für Rumänien. Das individuelle Programm fördert die Selbstständigkeit der Personen, entlastet die Familien und gibt wichtige Impulse für den Alltag. Zudem helfen die Mitarbeiter dabei, dass Grundfähigkeiten erlernt werden. Durch Ausbildungsprogramme konnten schon einige Teilnehmer eine Arbeit finden. Das Haus Perla deckt eine wichtige Lücke und ist eine Anlaufstelle für junge Menschen mit Behinderungen.

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