Projektbeispiele
Eine alte Frau mit Kopftuch vor ihrem Ofen.
Seit vielen Jahren fördert Renovabis bereits Suppenküchen in Osteuropa, sowie weitere Projekte im Bereich der Winterhilfe. Unerlässlich sind Freiwillige, die Besuchsdienste auch im ländlichen Bereich organisieren.
Quelle: Br. Korneliusz Konsek SVD
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Belarus
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Wärme rettet Leben

Seit vielen Jahren fördert Renovabis bereits Suppenküchen in Osteuropa, sowie weitere Projekte im Bereich der Winterhilfe. Unerlässlich sind Freiwillige, die Besuchsdienste auch im ländlichen Bereich organisieren.

Ein Projekt in Weißrussland

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Hilfe für alte und kranke Menschen

Die Caritas Minsk-Mohilev hat sich in den letzten Jahren stark auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konzentriert. Nun erweitert sie ihr Angebot auch um die Hilfe für alte Menschen, chronisch kranke und behinderte Erwachsene. Mit einer Gruppe von Freiwilligen hat die Caritas begonnen, Hausbesuche zu organisieren. Diese Tätigkeit soll nun professionalisiert werden. Zielgruppe sind alte Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen und Sterbende, die zu Hause leben und Unterstützung im Alltag brauchen, sowie ihre Angehörigen, die bei der Pflege entlastet werden.
Die Mitarbeiter und Freiwilligen leisten je nach Qualifikation Unterstützung bei der häuslichen Pflege wie z.B. Hilfe beim Aufstehen und Zubettgehen sowie bei der Hygiene. Außerdem stehen sie als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Für die Freiwilligen werden zudem Aus- und Weiterbildungskurse in Fragen der Pflege und Palliativbegleitung angeboten.

Materielle Hilfen und Beratungsangebote

Bedürftige erhalten vom Staat finanzielle Unterstützung, oft zweckgebunden oder in Form von Sachleistungen, die aber kaum zum Überleben reicht. Viele Medikamente und Pflegemittel werden nicht staatlich subventioniert. Die Caritas leistet außerdem bei Bedarf materielle Hilfe in Form von Nahrung, Kleidung oder Pflegemitteln.

Eine Frau in Winterkleidung steht neben einer Lieferung Brennholz, sie lächelt und winkt.
Wo nötig, unterstützt die Caritas Bedürftige auch mit Heizmaterial wie Kohle oder Brennholz.
Quelle: Br. Korneliusz Konsek SVD
Zwei Männer gehen durch eine verschneite Landschaft zu einem Haus.
Ohne Freiwillige geht es nicht: ehrenamtlich engagierte Menschen kümmern um den Besuch von Menschen auf dem Land.
Quelle: Br. Korneliusz Konsek SVD

Flucht in den Alkohol

Viele Menschen suchen einen Ausweg aus Kälte, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit im Alkohol. Alkoholabhängigkeit ist in Belarus weit verbreitet. Die katholische Kirche nimmt sich in verschiedener Form des Problems an. Es gibt Enthaltsamkeitsbewegungen, Gruppen Anonymer Alkoholiker und kleinere Rehabilitationszentren.

In der Diözese Grodno hat sich eine Initiative gegründet, die ein Suchthilfezentrum eröffnen möchte. Standort des Zentrums ist das Dorf Iščalna. Das Projekt wird geleitet von Jurij Gaponik und zwei polnischen Mitarbeitern. Sie alle sind ausgebildete Sozialarbeiter oder Psychologen, sind erfahren in der Alkoholismus-Therapie nach den Alcoholics Anonymous (Minnesota-Modell).

Gemeinsam gegen die Alkoholsucht

Spirituelle und psychologische Begleitung werden dabei kombiniert. Im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen, die nur 28 Tage Rehabilitation vorsehen, ist ein Aufenthalt von sechs Monaten nach Entzug möglich. Das Haus kann 15 bis 20 Patienten aufnehmen - so können jährlich bis zu 80 Menschen begleitet werden. Wie im Minnesota-Modell vorgesehen, gibt es auch Angebote für Angehörige geben sowie gemeinsame Treffen mit den Anonymen Alkoholikern aus den Städten Lida und Ščučyn.

Ohne Heizung kann das Zentrum nicht betrieben werden

In Sichtweite der Kirche von Iščalna gibt es ein etwas heruntergekommenes Häuschen, das ursprünglich Pfarrhaus war und später für Sommerfreizeiten genutzt wurde. Bischof Kaszkiewicz hat es der Initiative zur Verfügung gestellt, um es als Suchthilfeeinrichtung zu verwenden. Dafür muss das Haus umfassend saniert werden.

Die Arbeit am Gebäude gehört zur Therapie

Da körperliche Arbeit zum Therapiekonzept gehört, soll die Renovierung des Hauses weitgehend in Eigenarbeit erfolgen. Bei Renovabis wurde um eine Förderung für die Sanierung der Heizung und den Warmwasseranschluss gebeten, weil diese aufwändigen Arbeiten nicht komplett in Eigenleistung getragen werden können.

Gebet, Arbeit und Gemeinschaft helfen beim Ausstieg

Das Projekt steht in der Tradition christlicher Initiativen wie Cenacolo oder Fazenda da Esperança. Sie setzen auf Gebet, Arbeit und Gemeinschaft, um Abhängigkeit zu überwinden. Bewusst werden solche Zentren im ländlichen Raum angesiedelt, um ein einfaches Leben mit körperlicher Arbeit zu ermöglichen und räumliche Distanz zum städtischen Umfeld mit seinen vielen Ablenkungen zu schaffen. Auch das Zentrum in Iščalna setzt auf solche Elemente, bietet aber auch psychologische Begleitung an.

Ihre Spende hilft

  • bedürftige Menschen durch Lebensmittel, Brennholz und warme Kleidung zu unterstützen
  • alte und kranke Menschen mit Medikamenten und Pflegematerial zu versorgen
  • eine Heizungsanlage für das neue Suchthilfezentrum zu kaufen