Projektbeispiele
Ein alter Mann wärmt sich an einem Ofen die Hände.
Länderinfo
Armenien
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Winterhilfe für bedürftige Menschen in Nordwest-Armenien

Der harte Winter ist für bedürftige und alte Menschen in Armenien eine gefürchtete Jahreszeit, die viele in notdürftigen Unterkünften verbringen müssen. Die Caritas Armenia hilft, unterstützt von Renovabis, mit Heizmaterial, Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln.

Ein Projekt im Nordwesten Armeniens

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Projektpartner
Caritas Armenien
Bewilligungsjahr
2019
Dauer
3 Jahre
Fördersumme
79.000
Förderbereich
Soziale Aufgaben
Übersicht

Ausgangslage

In den letzten Jahrzehnten wurde Armenien immer wieder durch Katastrophen, politische Veränderungen und Kriege in seiner Entwicklung zurückgeworfen: Erst das Erdbeben von 1988, dann der Zerfall der Sowjetunion mit dem Unabhängigkeitskampf, schließlich der Krieg mit Aserbeidschan, der 2020 mit einem labilen Frieden endete und wieder aufflammen kann. Dazu die wirtschaftlichen Probleme, die viele Menschen arbeitslos gemacht haben. Besonders hart trifft es die alten Menschen und die Familien mit vielen Kindern: Sie sind den Unbilden des harten Winters in ihren provisorischen Unterkünften fast schutzlos ausgeliefert. Vor allem brauchen sie Wärme und Essen, damit sie im Frühling wieder neue Hoffnung schöpfen können.

Projektbeschreibung

Die Caritas Armenia kennt die Notsituation alter und kinderreicher Familien im harten Winter der Kaukasusrepublik seit Jahren und versucht, ihnen – so gut es geht – über diese bedrohliche Jahreszeit zu helfen. Die hungernden und frierenden Menschen werden mit Heizmaterial versorgt bzw. ihre Heizkosten übernommen; sie erhalten Artikel des täglichen Hygienebedarfs, notwendige Medikamente und Essenspakete, damit ihr schlimmster Hunger gestillt wird. Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt und sichert das Leben der Schwächsten in der armenischen Gesellschaft während des eisigen Winters.

Portrait einer alten Frau mit Strickmütze und warmer Kleidung in ihrer Wohnung.
Wärme tut gut. Sie spendet Geborgenheit und tut der Seele gut.
Quelle: Caritas Armenia
Eine Frau schürt Feuer in einem Holzofen in ihrem Zimmer.
Im harten armenischen Winter mit zweistelligen Minusgraden ist Wärme überlebenswichtig.
Quelle: Caritas Armenia

Der Winter ist in Armenien die am meisten gefürchtete Jahreszeit. Viele Menschen wie Haykanush Khachatryan (Name geändert) leben in provisorischen Unterkünften. „Letzte Woche war es so kalt, dass in meiner Kammer das Wasser in den Flaschen gefroren ist“, sagt die 81-Jährige. Für die gehbehinderte Frau, die sich mit Krücke und Schneeschieber einen Weg zu ihrer Hütte bahnt, fühlt sich der Winter an wie ein Leben in einem Eiskeller. Die Schicksale der Menschen sind vielfältig: Da gibt es Seniorinnen und Senioren mit einer sehr geringen Rente (von ca. 80€ bis 90€ monatlich), die ganz auf sich allein gestellt sind. Da gibt es Familien, die aus der Kriegsregion Bergkarabach fliehen mussten und nun vor dem Nichts stehen. Da gibt es Frauen, deren Männer in den Konflikten ums Leben kamen und die
allein für ihre Kinder sorgen müssen. Sie alle brauchen jetzt vor allem ein warmes Zuhause und ausreichend Nahrung.

Familie freut sich über Nahrungsmittel
Gerade Familien, die aus der Kriegsregion Bergkarabach fliehen mussten, sind jetzt auf die Unterstützung von außen angewiesen.
Quelle: Caritas Armenia

Projektwirkung

Ohne die Hilfe der Caritas würden viele sozial schwache und alte Menschen in Armenien den rauhen Winter nicht unbeschadet überstehen. Die Notmaßnahmen für 700 besonders bedürftige Haushalte ist vorbildlich und setzt ein Hoffnungszeichen in einem Land, das von wirtschaftlichen Problemen, den Kriegsfolgen und einer ungewissen Zukunft geprägt ist. Im Rahmen des Programms „Warmer Winter“ erhalten 700 besonders bedürftige Haushalte Hilfe in der Not. Durch unseren Projektpartner Caritas Armenia bekommen sie

  • Heizmaterial (alternativ werden ihre Energiekosten übernommen)
  • Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln
  • dringend benötigte Medikamente nach ärztlicher Absprache

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