Das Umschlagbild der Ausgabe 1/2020 der Zeitschrift OWEP (OST-WEST. Europäische Perspektiven) zeigt das Portal des Klosters in Cetinje (Montenegro)
Das Umschlagbild der Ausgabe 1/2020 der Zeitschrift OWEP (OST-WEST. Europäische Perspektiven) zeigt das Portal des Klosters in Cetinje (Montenegro)
Quelle: Markus Ingenlath
27.02.2020 – Zeitschrift OST-WEST

Zwischen Offenheit und Weltabgewandtheit: Klöster in Mittel- und Osteuropa

In der Regel verbindet man Klöster mit innerem Frieden, mit gemeinschaftlicher, aber auch abgeschotteter Ausübung des Glaubens. Doch die Reduzierung auf die religiöse Bedeutung der Klöster greift zu kurz. Die Zeitschrift "OST-WEST. Europäische Perspektive" beleuchtet ein breiteres Spektrum.

Klöster und Ordensgemeinschaften: Viele Menschen verbinden damit Abgeschiedenheit von der Welt, Ruhe, innere Einkehr und eine besondere Form des religiösen Lebens. Doch Klöster sind häufig sehr viel mehr als religiöse Zentren. Sie verfügen über eine ganz eigene Anziehungskraft, unabhängig davon, ob man selbst gläubig ist oder nicht: Mal ist es die historische oder kulturelle Bedeutung, die Besucher in den Bann zieht, mal eine atemberaubende Lage oder eine Architektur, die staunen lässt. Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) widmet ihre neue Ausgabe ganz den Klöstern und Ordensgemeinschaften in Mittel- und Osteuropa.

In einer allgemeinen Einführung skizziert Abt Marianus Bieber OSB (Kloster Niederaltaich) die unterschiedliche Entwicklung monastischen Lebens im katholischen und orthodoxen Raum und weist auf neue Formen in der Gegenwart hin. In den folgenden Beiträgen stellen die Autoren neun Klöster im Osten Europas vor – manche sehr bekannt und häufig besucht, manche eher ein „Geheimtipp“. Eine Skizze zu Beginn verzeichnet deren Lage.
Das Kloster in Tschenstochau mit seiner berühmten „Schwarzen Madonna“ etwa wird von der Philologin und Germanistin Joanna Szymańska-Bica nicht nur aus der Perspektive des größten Wallfahrtsorts Polens beleuchtet, sondern auch seine Rolle als nationales Heiligtum von politischer und historischer Bedeutung dargestellt – was eine Instrumentalisierung für politische Zwecke nicht ausschließt. Die Klöster in Pannonhalma (Ungarn) und Rila (Bulgarien) gelten als wichtige Statthalter nationaler Identität und waren Zufluchtsorte während der Zeiten der Fremdherrschaft. Dem Kloster in Cetinje (Montenegro) gebührt eine wichtige Rolle bei der Bewahrung der montenegrinischen Sprache.

Pfarrer Ionel Popescu, Bischofsvikar der orthodoxen Erzdiözese Timișoara, widmet seinen Beitrag den sogenannten „Moldau-Klöstern“: Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe, die teilweise sehr gut erhaltenen Freskomalereien ziehen Besucher aus aller Welt an. Die Klöster spielen darüber hinaus aber bis heute eine wichtige Rolle als geistliches und kulturelles Erbe Rumäniens.
Es ist die Vielfalt ihrer Ausrichtungen und unterschiedlichen historischen Funktionen, die die Klöster, die im Heft vorgestellt werden, zu besonderen religiösen Orten machen.

  • Mehr Informationen zur Ausgabe 1/2020 auf www.owep.de
  • Artikel "Orte der Kultur, der Kunst und des Glaubens: Klöster im Norden der rumänischen Region Moldau" von Ionel Popescu im Volltext.

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Inhalt erstellt: 27.02.2020, zuletzt geändert: 26.05.2020