31.03.2017 – Vergabesitzung

15 Millionen Euro für 272 Projekte im Osten Europas bereitgestellt

Knapp 15 Millionen Euro Fördermittel hat der Aktionsrat von Renovabis jetzt für 272 neue soziale und pastorale Projekte sowie konkrete Bildungsvorhaben oder Initiativen zur Landesentwicklung im Osten Europas bereitgestellt.

Freising. Weiterhin mit nachhaltiger Unterstützung können die mittel-, ost- und südosteuropäischen Partner des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis rechnen. Knapp 15 Millionen Euro Fördermittel hat der Aktionsrat von Renovabis jetzt für 272 neue soziale und pastorale Projekte sowie konkrete Bildungsvorhaben oder Initiativen zur Landesentwicklung im Osten Europas bereitgestellt.

Der neue Aktionsrat, der erstmals nach einer Verschlankung der Renovabis-Gremienstruktur getagt hat, beschloss für das Jubiläumsjahr 2018 eine weitere Neuerung: Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens von Renovabis soll es nach den Worten des Aktionsrats-Vorsitzenden Erzbischof Heiner Koch eine erste „Renovabis-Wallfahrt“ geben. Mit dieser, eventuell auch als regelmäßige Aktivität geplanten Initiative solle, so Koch, „der lebendige Austausch und die Begegnung mit den Ortskirchen in Mittel- und Osteuropa intensiviert werden“. Neben dem Pilgerprogramm könnten auch Besuche von Renovabis-Projekten in die Wallfahrten einbezogen werden.

Unter den jetzt bewilligten konkreten Vorhaben der Renovabis-Partner sind 44 Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von gut 9,7 Millionen Euro in 14 der insgesamt 29 Projektländer. Es handelt sich um Hilfsmaßnahmen im kirchlich-pastoralen und im sozialen Bereich sowie für die Bildungsarbeit in den Kirchen und Gesellschaften. Unterstützt werden damit Menschen, die nach einer Perspektive für ein menschenwürdiges Leben suchen. Das sind vor allem Familien, Kinder und Jugendliche, Alte und Kranke, aber auch Binnenmigranten und Flüchtlinge in der vom Krieg noch immer betroffenen Ukraine.

Im Kontext des Renovabis-Jahresthemas „Menschen im Osten Europas brauchen Perspektiven“, sind unter anderem drei neue Projekte bemerkenswert: Im Südwesten Georgiens werden vier Dörfer dabei unterstützt, aus den kaukasischen Bergen fließendes Wasser als Kooperative der ländlichen Entwicklung gemeinschaftlich zu nutzen; ein bislang marodes Bewässerungssystem wird saniert und ausgebaut. Im moldawischen Chișinău werden die lokalen Seelsorgestrukturen und damit die pastorale und soziale Arbeit der vor Ort tätigen Priester und Ordensleute unterstützt. Und in Lviv in der Ukraine ermöglichen es die Mittel von Renovabis, ein Berufsbildungszentrum mit einer Kfz-Lehrwerkstatt zu errichten. Dort können dann bis zu 28 Automechaniker ausgebildet werden, denen sich in einer Region, in der die Automobilindustrie neue Fabriken errichtet hat, gute berufliche Perspektiven eröffnen.

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Inhalt erstellt: 31.03.2017, zuletzt geändert: 04.04.2017