Gremiensitzung per Videokonferenz
Die Sitzung musste – Corona-bedingt – als Videokonferenz stattfinden.
Quelle: Renovabis
28.10.2020 – Pressemeldung

Ernste Sorge um Partner und Projektarbeit im Osten Europas

Die rasant angestiegene Zahl der Corona-Infizierten in Osteuropa hat auch die turnusgemäße Sitzung des Aktionsrates von Renovabis, des Osteuropa-Hilfswerks der deutschen Katholiken, bestimmt. Am Donnerstag diskutierte und befürwortete das Gremium Projektvorschläge aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Corona bedroht Menschen in den 29 Partnerländern existentiell - Kirchliches Leben von COVID-19-Virus gelähmt - Renovabis hilft mit 800.000 Euro Soforthilfe -
Aktionsrat bewilligt 17 Millionen Euro zur Förderung neuer Projekte

BERLIN / FREISING. Die rasant angestiegene Zahl der Corona-Infizierten in Osteuropa hat auch die turnusgemäße Sitzung des Aktionsrates von Renovabis, des Osteuropa-Hilfswerks der deutschen Katholiken, bestimmt. Projektpartner aus den meisten der 29 mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder hatten in den letzten Wochen über existentielle Sorgen durch die Pandemie berichtet: Infektions-Zunahmen, Kontaktsperren und die Erlahmung des kirchlichen Lebens. „Wir müssen unseren Partnern dort verbunden bleiben und ihnen helfen, dass sie den Kontakt zu den Menschen in ihren Städten, Dörfern und Kirchengemeinden nicht verlieren. Das muss gewährleistet bleiben - gerade, wenn die persönlichen Kontakte so sehr eingeschränkt werden müssen und natürlich schmerzlich fehlen“, erklärte Erzbischof Dr. Heiner Koch gestern als Vorsitzender des Aktionsrates von Renovabis. Das zuverlässige Einander-Halt-Sein, die Solidarität, sei „jetzt als ein zutiefst christliches Zeugnis besonders dringend nötig, weil es vielen Menschen in der Unsicherheit durch die Pandemie Ängste nehmen und Zuversicht schenken“ könne. Renovabis konnte vorerst mehr als 800.000 Euro für Corona-bezogene Projekte zur Verfügung stellen.

Weil die Vorkehrungen und Möglichkeiten der Gesundheitseinrichtungen im Osten Europas nicht mit der Vorsorge in Deutschland vergleichbar sind und die Pandemie sich ungleich dramatischer auswirkt, hat Renovabis für Betroffene insbesondere am Rand der Gesellschaft. z.B. Obdachlose, Nothilfeprojekte bewilligt. Außerdem wurden verschiedene Hilfen zur möglichst kontaktarmen und sicheren Aufrechterhaltung der Versorgung von alten und kranken Menschen, aber auch für digitale Strategien zur Weiterführung und Anpassung von Seelsorge- und Bildungsangeboten finanziert. Insgesamt hat Renovabis zunächst mehr als 800.000 Euro für Soforthilfen bereitgestellt, um die Verbreitung des Virus durch Kontaktbeschränkung einzuschränken und die Versorgung von Menschen zu ermöglichen. Außerdem empfahl der Erzbischof auch das gegenseitige Gebet der deutschen Katholikinnen und Katholiken für die Menschen im Osten Europas und umgekehrt.

Zusätzlich zu dieser Nothilfe werden weiterhin nachhaltig angelegte Projekte unterstützt. Zur Verwirklichung von 386 neuen Projekten hat der Aktionsrat von Renovabis jetzt insgesamt gut 17 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Am Donnerstag diskutierte und befürwortete das Gremium unter Leitung des Berliner Erzbischofs Koch die Projektvorschläge aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa. So können nun weitere sozial-karitative und seelsorgerische Großprojekte, aber auch Bildungsprojekte zuverlässig langfristig gefördert werden. Die Sitzung musste – Corona-bedingt – online als Videokonferenz stattfinden.

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Inhalt erstellt: 28.10.2020, zuletzt geändert: 30.10.2020

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