Abbildung des Umschlags der Zeitschrift OST-WEST, AUsgabe 3/2018: Sternenkranz vor dunkelblauem Hintergrund, darin eine grüne Mondsichel und ein grüner Stern.
Umschlag OWEP Nr. 3/2018
Foto: Umschlaggestaltung: Martin Veicht
05.09.2018 – OST-WEST.Europäische Perspektiven

Fremder Nachbar - Europa und der Islam

Es gibt wohl kaum eine Religion, über die so leidenschaftlich gestritten wird wie über den Islam. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) lädt dazu ein, bestehende Sichtweisen zu überdenken, und möchte zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen.

FREISING. Es gibt wohl kaum eine Religion, über die so leidenschaftlich gestritten wird wie über den Islam. Dabei schwingt oft der pauschale Vorwurf mit, der Islam sei die Ursache für viele Probleme. In der gesellschaftlichen Realität spiegelt sich das vielerorts in einem Nebeneinander statt in einem Miteinander wider. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) setzt hier an. Sie lädt dazu ein, bestehende Sichtweisen zu überdenken, und möchte zu einem besseren gegenseitigen Verständnis beitragen.

Im Eröffnungsbeitrag zeigt der Tübinger Islamwissenschaftler Abdelmalek Hibaoui, dass der Islam seit Jahrhunderten Teil der europäischen Geschichte und keineswegs, wie oft behauptet, etwas völlig Fremdes sei. Die folgende Klärung zentraler Grundbegriffen wie „Sunniten und Schiiten“, „Scharia“, „Dschihad“ und „Haddsch“ bietet die Möglichkeit, vertiefte Kenntnisse für diese Begriffe zu entwickeln, die sonst meist nur als Schlagworte in der Diskussion kursieren.

Gibt es den Islam, und wenn ja, wie viele?

Gibt es eigentlich „den“ Islam oder muss man sich von dieser Vorstellung angesichts einer Fülle von verschiedenen Ausrichtungen und Gruppierungen verabschieden? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage steht im Mittelpunkt des Beitrags von Armina Omerika, die Ideengeschichte des Islam an der Goethe-Universität Frankfurt lehrt. So paradox es klingen mag: Eine klare Antwort gibt es nicht, aber alle gläubigen Muslime berufen sich auf die bekannten „fünf Säulen“ als Grundlage ihres Glaubens. Das Heft bietet darüber hinaus Beiträge und Erfahrungsberichte zur Situation des Islam in anderen europäischen Staaten. Exemplarisch gibt die in Warschau und Oxford tätige Journalistin Karolina Wigura die Stimmung in Polen wieder. Aus ihrer Sicht wird eine de facto nicht vorhandene muslimische Bevölkerung als „Gefahr für die Nation“ politisch missbraucht.

Das aktuelle OWEP-Heft „Europa und der Islam“ stellt Facetten einer komplizierten Beziehungsgeschichte vor und lädt dazu ein, sich mit den eigenen Vorstellungen dazu auseinanderzusetzen. Die Zeitschrift „OSTWEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) herausgegeben und erscheint vierteljährlich im Verlag Friedrich Pustet.

Ausgabe Nr. 3/2018: Europa und der Islam

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Inhalt erstellt: 05.09.2018, zuletzt geändert: 05.09.2018