09.06.2019 – Renovabis-Pfingstaktion

„Mit direkten persönlichen Kontakten Fremdheit und Vorurteile überwinden“

Eine Internationale Jugendbegegnung mit 200 jungen Leuten aus zehn Ländern und der Pfingstgottesdienst beenden die bundesweite Renovabis-Aktion „Lernen ist Leben“.

KAMEN / FREISING. Mit einer internationalen Jugendbegegnung und einer festlichen katholischen Eucharistiefeier, die das Sprachenwunder von Pfingsten beeindruckend aktuell erlebbar machte, ist am Pfingstsonntag, 9. Juni, die 27. Renovabis-Aktion in der Pfarrei Heilige Familie im westfälischen Kamen abgeschlossen worden. Bundesweit fand in allen katholischen Kirchen die Renovabis-Kollekte zugunsten von Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa statt.

Der Pfarrverbund in der Ruhrgebietsstadt Kamen im Erzbistum Paderborn hatte sich angeboten, weil hier ein internationales und vor allem in den Osten Europas ausstrahlendes Zentrum für Jugendseelsorge entsteht und die Initiative „go4peace“ seit mehr als 20 Jahren ein weites Netz geknüpft hat. Vom Bistumsjugendhaus Hardehausen und von Kamen gingen viele Einsätze der Friedens- und Aufbauarbeit in Bosnien und Herzegowina, aber auch in anderen Ländern, aus. Ob Freiwilliges Soziales Jahr, Einsatz als „Missionar auf Zeit“ oder „go4peace“-Jugendcamp mit inzwischen Hunderten von Teilnehmern: Solches Engagement sind das beste Beispiel für die von der deutschlandweit agierenden Osteuropa-Solidaritätsaktion Renovabis für das Jahr 2019 angestoßene Kampagne „Lernen ist Leben!“.
Jugendseelsorger Šimo Maršić aus dem bosnischen Sarajewo betonte, dass viele deutsche und internationale Jugendliche, die sich an diesen Friedenscamps beteiligt hätten, immer „sehr bereit gewesen“ seien, zu lernen: „Einige von ihnen sind sogar für ein Jahr zu uns nach Bosnien-Herzegowina gekommen, andere sind von uns nach Deutschland gegangen, um dort ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen. Alle kehrten reich an Erfahrungen zurück. Sie haben in den Partnerländern viel für ihr persönliches Leben gelernt“, so Maršić.

Neben Gesprächen, Schulbesuchen und Diskussionsrunden in Dortmund und Kamen stand am Pfingstwochenende ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Unter dem Motto „Lust auf Leute, die was wagen!“ trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene aus acht Ländern insbesondere aus dem Osten Europas zum Erfahrungsaustausch, zum Kennenlernen und Feiern. Organisiert wurde die internationale Jugendbegegnung von dem Kamener „go4peace“-Pastor Meinolf Wacker und von der Solidaritätsaktion Renovabis. Neben Video-Clips, Interviews, Statements und Ausdruckstanz zum biblischen Pfingstereignis und neuer geistlicher Worship-Musik gab es viele Gelegenheiten für neue Kontakte und Gespräche zwischen Gästen beispielsweise aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Tschechien, Slowenien, Litauen oder Polen und jungen Deutschen, die als Freiwillige in Ost-Europa unterwegs waren oder es noch sind. Denn, so hatte Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl bereits zur Eröffnung der Aktion gesagt: „Der direkte Kontakt zwischen den Menschen in Ost und West bleibt der wichtigste Weg zur Überwindung von Fremdheit, von Stereotypen, von Vorurteilen und damit auch von einer Teilung in Europa.“

Das Hilfswerk Renovabis unterstützt seit 1993 Partner im Osten Europas in 29 Ländern bei der Realisierung ihrer sozialen und pastoralen Projekte und häufig bei Bildungsvorhaben im ganzheitlichen Sinne und für jedes Alter. Insgesamt konnten rund 23.800 Projekte mit 746 Millionen Euro gefördert werden.

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Inhalt erstellt: 07.06.2019, zuletzt geändert: 11.06.2019