Umschlag Zeitschrift OST-WEST, Ausgabe 2/2017 (Ausschnitt)
Umschlag Zeitschrift OST-WEST, Ausgabe 2/2017 (Ausschnitt)
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19.05.2017 – Zeitschrift OST-WEST

Slowenien – Vielfalt auf kleinem Raum

Slowenien ist erst seit 26 Jahren ein unabhängiger Staat. Die aktuelle Ausgabe von „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) vermittelt einen Einblick in Geschichte und Gegenwart des kleinen Landes.

Slowenien ist erst seit 26 Jahren ein unabhängiger Staat. Als nordwestliche Teilrepublik Jugoslawiens hob es sich immer ein wenig vom übrigen Land als wirtschaftlich stärkste Region des Gesamtstaats ab und konnte auch relativ gewaltlos seine Selbstständigkeit erlangen. Die aktuelle Ausgabe von „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) vermittelt einen Einblick in Geschichte und Gegenwart des kleinen Landes.

Slowenien gehört seit 2004 zur Europäischen Union und hat bereits vor zehn Jahren den Euro als Währung eingeführt – die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse und die Geschichte des kleinen südosteuropäischen Staates sind in Deutschland jedoch kaum bekannt. Auch über die slowenische Literatur, die Wirtschaft oder Spannungen mit den Nachbarn Österreich und Italien wird hierzulande nur wenig berichtet. Diese und andere Facetten des jungen Staates werden in der neuesten OWEP-Ausgabe beleuchtet.

Eröffnet wird die Abfolge der Beiträge mit einer historischen Einführung unter dem Titel „Inmitten Europas – Slowenien in Geschichte und Gegenwart“ von Joachim Hösler, Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte. Darin zeigt Hösler auf, dass der größte Teil der Geschichte der Slowenen unter fremder Herrschaft verlief und erst unter extremen Bedingungen im 20. Jahrhundert ein Staatsbildungsprozess gelang. Ivan Janez Štuhec, Professor für Sozialethik, erörtert in seinem Essay die besondere Rolle der katholischen Kirche: Zwar bekennt sich die Mehrheit der Slowenen zu ihr, doch durch die gesellschaftlichen Umbrüche im 20. Jahrhundert wurde und wird die Rolle und der Platz der Kirche in der Gesellschaft immer wieder infrage gestellt.

„Das Land mit der dichtesten Dichtung“

Der Literaturwissenschaftler Peter Scherber untersucht in seinem Beitrag die Literaturszene des Landes. Dabei wird deutlich, dass alle Literaturgattungen breit vertreten sind und Slowenien zu Recht als Land mit der „dichtesten Dichtung pro Quadratmeter“ bezeichnet werden kann.

Abgerundet wird das Heft durch eine kompakte Länderinformationen von Christiana Hägele, Projektreferentin bei Renovabis, die wichtige Eckdaten zu Geschichte, Wirtschaft und Kirche, aber auch zur Projektförderung zusammengetragen hat. Darüber hinaus bietet ein aktueller Bericht von Danilo Jesenic Jelenc, Mitarbeiter der Caritas Slowenien, einen Überblick zur Situation der Flüchtlinge im Land, nachdem 2015/2016 mehrere hunderttausend Menschen das Land passiert haben.

Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) herausgegeben und erscheint im Verlag Friedrich Pustet.

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Simon Korbella

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Inhalt erstellt: 19.05.2017, zuletzt geändert: 12.02.2019