Owep-Heft mit Block und Stiften
Das neue OWEP-Heft widmet sich den Folgen der Corona-Krise in Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Quelle: Alexander Chekmenev, n-ost. Gesamtgestaltung Martin Veicht, Collage: Renovabis
05.08.2021 – Zeitschrift OST-WEST

Corona und die Folgen

Es tun sich tiefe Gräben auf im zweiten Jahr der Corona-Pandemie. Da gibt es echte Solidarität und engagierten Zusammenhalt, aber die Krise wird auch von Populisten instrumentalisiert: Sie nutzen die schwierige Zeit, um Demokratie und Menschenrechte zu untergraben.

FREISING. Es tun sich tiefe Gräben auf im zweiten Jahr der Corona-Pandemie: Da ist einerseits die schnelle Entwicklung von Impfstoffen, andererseits auch deren schwierige Verteilung. Da gibt es echte Solidarität und engagierten Zusammenhalt, aber die Krise wird auch von Populisten instrumentalisiert: Sie nutzen die schwierige Zeit, um Demokratie und Menschenrechte zu untergraben. Grund genug für die Redaktion der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP)“, Auswirkungen der Krise – und vor allem die sozialen Verwerfungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa – in den Blick zu nehmen.

Der Schriftsteller Artur Becker weist in seinem Essay in der neuesten OWEP-Ausgabe auf die Folgen der Pandemie für die politische Entwicklung in den Visegrád-Staaten (Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) hin: Dort haben sich im Verlauf der Krise einige Konflikte mit der EU verschärft. Der in Warschau lebende Journalist Thomas Urban beschreibt, wie die Pandemie in Polen offenlegte, dass das steuerfinanzierte Gesundheitssystem überfordert war. Er widmet sich auch der Rolle der Kirche, die widersprüchlich agierte und einen weiteren Vertrauensverlust erlebte.
Die Pandemie hat auch die Staaten Südosteuropas stark getroffen und viele Konflikte verschärft. Kroatien erlebte die Gleichzeitigkeit der Corona-Krise und eines schweren Erdbebens, wie die Autoren Jasna Ćurković Nimac und Anto Čartolovni in ihrem Betrag ausführen. Sie widmen sich auch den vielen ethischen Fragen, die dadurch aufgeworfen wurden. Die ungarische Journalistin Katalin Halmai beschreibt eindringlich, wie Viktor Orbán die Seuchenbekämpfung für seine Interessen zu nutzen versucht.

„Ihr macht uns die Preise kaputt“

Zu Wort kommen im Heft auch Menschen, deren Einsatz den Ärmsten der Armen gilt – so die Ordensschwester Maria Christina Färber aus Albanien und der ukrainische Caritas-Präsident Andrij Waskowycz. Die Reportage von OWEP-Chefredakteurin Gemma Pörzgen mit dem Titel „Zu Dumpinglöhnen kreuz und quer durch Europa“ widmet sich den Lkw-Fahrern aus Osteuropa. Unter oft menschenunwürdigen Strapazen haben die Fahrer trotz der Corona-Krise viele Wirtschaftszweige am Leben gehalten.

Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema „Fake News“ in der Corona-Krise, den Auswirkungen der Pandemie auf die Tourismusbranche auf dem Balkan und der Frage, wie Impfangebote aus China und Russland als Mittel der Einflussnahme genutzt werden.


Kurzclip zum aktuellen Heft

Kontakt zur Pressestelle

Dr. Markus Ingenlath

Dr. Markus Ingenlath

Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Kommunikation und Kooperation
Tel: 08161 5309-17
Fax: 08161 5309-44
Thomas Schumann

Thomas Schumann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen
Tel: 08161 5309-35
Fax: 08161 5309-44
Simon Korbella

Simon Korbella

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medien
Tel: 08161 5309-14
Fax: 08161 5309-44
Inhalt erstellt: 04.08.2021, zuletzt geändert: 10.08.2021

Unser Newsletter