Caritas-Mitarbeiterin bringt altem Mann Essen
Das mobile Pflegeteam leistet medizinische Pflege, bringt Medikamente und Essen und unterstützt die Menschen bei der Körperhygiene und im Haushalt.
Quelle: Caritas Georgien
28.11.2019 – Hauskrankenpflege-Dienst in Georgien

Gegen die Einsamkeit

Damit Licht ins Dunkel der alten, einsamen Menschen in Georgien kommt: Renovabis fördert ein neues Projekt der Caritas, die mit ihrem Hauskrankenpflege-Dienst etwa 870 Menschen landesweit betreut.

Pionierarbeit – das ist es, was die Caritas Georgien seit vielen Jahren gerade auch in den ländlichen Regionen des südlichen Kaukasus-Landes leistet: Mit der Unterstützung von Renovabis besuchen die teils ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas landesweit etwa 870 alte, kranke und einsame Menschen zu Hause, helfen bei der Pflege oder bringen Medikamente und Essen. Mit diesem Hauskrankenpflege-Projekt sichert die Caritas ein Mindestmaß an Fürsorge für sozial schwache Bevölkerungsgruppen.

Der Hintergrund des Projekts: Georgien war während der Sowjetzeit ein vergleichsweise wohlhabendes Gebiet. Mit der Unabhängigkeit endete jedoch die enge Verflechtung der georgischen Ökonomie mit den übrigen Sowjetrepubliken, das Land erlitt starke wirtschaftliche Einbußen. Die Folge waren hohe Arbeitslosigkeit und eine Hyperinflation. Dazu kamen militärische Konflikte mit Russland in den Regionen Abchasien und Südossetien. Die Wirtschaft erholt sich insbesondere in ländlichen Gebieten nur langsam - die jungen Leute ziehen vermehrt in die größeren Städte oder ins Ausland.

Zurück bleiben die alten, kranken und pflegebedürften Menschen. Auf dem Land leben sie in großer Armut und sind auf innerfamiliäre und nachbarschaftliche Hilfe angewiesen. Doch diese Netzwerke werden zunehmend löchrig – und das georgische Sozialsystem ist schwach entwickelt, die Kosten für medizinische Versorgung und Behandlung müssen zum größten Teil von den Hilfebedürftigen selbst aufgebracht werden.

Hier setzt die Caritas Georgien an, die von Renovabis seit vielen Jahren unterstützt wird: Dank ihres Hauskrankenpflege-Projekts bekommen gerade alte Menschen in den ländlichen Regionen Hilfe, die sonst einsam und völlig auf sich allein gestellt wären. Ein mobiler Pflegedienst mit Fachpersonal kommt in die Dörfer, es gibt einen Fahrdienst zu besonderen Untersuchungen, dazu kommt ein medizinischer Dienst, der mit lokalen Ärzten und dem staatlichen Gesundheitssystem zusammenarbeitet. Die Betroffenen werden bei rechtlichen Fragen oder auch nur beim Ausfüllen von Anträgen begleitet. Ein weiteres Ziel der Caritas: Durch Lobby-Arbeit auf Regierungsebene soll dafür gesorgt werden, dass das Konzept der Hauskrankenpflege und mobiler Besuchsdienste fester Bestandteil staatlicher Sozialpolitik wird.

Nähere Informationen über das Projekt und über die Möglichkeiten, den Menschen in Georgien mit Spenden zu helfen, gibt es hier.

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Dr. Markus Ingenlath

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Inhalt erstellt: 28.11.2019, zuletzt geändert: 28.11.2019