Nahaufnahme einer Doppelseite des Jahresberichts 2019 von Renovabis
26.05.2020 – Rechenschaft

Renovabis-Jahresbericht 2019

Solide gewirtschaftet – und dennoch Sorge um die Zukunft: Einerseits zeigt die Bilanz eine solide Haushaltssituation mit sogar leicht gestiegenen Spenden- und Kollekten-Erträgen. Doch es herrscht die Sorge, dass die Kollekte an Pfingsten wegen der Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen wird.

FREISING. Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis legt den Jahresbericht 2019 vor: Einerseits zeigt die Bilanz des vergangenen Jahres eine solide Haushaltssituation mit sogar leicht gestiegenen Spenden- und Kollekten-Erträgen. Andererseits herrscht bei der Solidaritätsaktion in Freising die Sorge, dass die diesjährige Kollekte an Pfingsten in allen katholischen Kirchen Deutschlands wegen der Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen wird – und damit ein wichtiger Baustein in der Hilfe für Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. „Corona ist für alte, arme und sozial benachteiligte Menschen im Osten Europas deshalb besonders gefährlich, weil die Gesundheits- und Sozialsysteme in den meisten Ländern nicht so krisensicher wie bei uns sind“, betont Hauptgeschäftsführer Christian Hartl.

Die Zahlen des vergangenen Jahres: Renovabis konnte gut 28,9 Millionen Euro in Projekte seiner Partner in 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas investieren. Mehr als die Hälfte davon kam sozialen und Bildungsprojekten zugute, die andere Hälfte ermöglichte kirchlich-pastorale Projekte, christliche Medienarbeit sowie die Entwicklung von Laienstrukturen und katholische Verbandsarbeit.
Das Spektrum der im Jahr 2019 geförderten 653 Projekte war erneut sehr breit gefächert: Es reichte von Existenzhilfen für Priester und Ordensleute über die Ausbildung von Diakonen und Katecheten bis zu Tageszentren für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Unterstützt wurden etwa Projekte zur verbesserten sozialen Integration von Binnenflüchtlingen aus den Kriegsgebieten der Ostukraine, aber auch Jugendsommerlager, Alten- und Pflegeheime, Ausbildungswerkstätten, Schulen und Studien-Stipendien.

Die verfügbaren und für Projekte, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sowie für die Verwaltung eingesetzten Mittel stiegen auf 35,45 Mio. Euro im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht (2018: 34,6 Mio. Euro). Die Spenden und Erbschaften betrugen 2019 rund 6,5 Mio. Euro (2018: 6,1 Mio. Euro), die Kollekten beliefen sich auf 4,39 Mio. Euro (2018: 4,23 Mio. Euro). Auch im Jahr 2019 wurde Renovabis mit dem DZI Spendensiegel ausgezeichnet.
Die Bilanz der Renovabis-Stiftung zeigt gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung, nämlich ein Vermögen in Höhe von knapp 6,58 Mio. Euro zum Ende des Jahres 2019 (2018: 6,24 Mio. Euro): davon 4,73 Mio. Euro als reines Stiftungsvermögen und zusätzlich 1,84 Mio. Euro Vermögen bei den Treuhandstiftungen.

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Inhalt erstellt: 29.05.2020, zuletzt geändert: 17.06.2020